Tiroler Naturrodelbahn-Gütesiegel

Tiroler Naturrodelbahn-Gütesiegel

Emblem Tiroler Naturrodelbahn-Gütesiegel

Tiroler Naturrodelbahn-Gütesiegel - Richtlinien 
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Wenn eine Naturrodelbahn den Richtlinien des Landes Tirol entspricht, kann die Tiroler Landesregierung dem Rodelbahnhalter seit 2009 das „Tiroler Naturrodelbahn-Gütesiegel“ verleihen. Die Zuerkennung der Auszeichnung gilt für die Dauer von fünf Jahren.

Tiroler Naturrodelbahnen mit Gütesiegel

Richtlinien (Kurzfassung)

  • Länge von mind. 1.000 m
  • Beschaffenheit der Naturrodelbahn
    Bei sachgerechter Benützung muss dem Gebot des Fahrens auf Sicht entsprochen werden können. Die Sohlenbreite der Naturrodelbahn sollte 2,50 m betragen, darf aber 2,00 m nicht unterschreiten. Zudem muss ein ausreichender Sicherheitsstreifen (mind. 1,50 m nicht verdichteter Schnee) vorhanden sein. Der Auslauf der Naturrodelbahn muss frei von Hindernissen und ausreichend lang sein.
  • Sicherung vor atypischen Gefahren
    Vor atypischen Gefahren ist die Naturrodelbahn zu sichern. Dazu zählen u. a.: Lawinen, (Bauliche) Hindernisse, deren Abstand zur Bahnsohle kleiner als 1,50 m ist, Benützung der Naturrodelbahn durch Geräte und Fahrzeuge bzw. anderen Benützern (z. B. Skifahrern), die ein gefahrloses Passieren nicht zulassen, Arbeiten auf bzw. in unmittelbarer Nähe der Rodelbahn. Die Absicherung der atypischen Gefahrenstellen müssen eine Mindesthöhe von 1,00 m über der Bahnsohle (inkl. der Schneeauflage) und eine Mindeststärke von 38 mm (Massiv-Holz) bzw. 25 mm (verleimt) aufweisen sowie senkrecht gegenüber der Bahnsohle errichtet sein.
  • Anlage, Präparierung und laufende Erhaltung der Naturrodelbahn
    Die gute Anlage und Präparierung der Naturrodelbahn ist für eine ausreichende Sicherheit für die Benützung und den Betrieb unumgänglich. Daher muss nach jedem ergiebigen Schneefall und bei großen Unebenheiten der Bahnsohle diese eingeebnet und verdichtet werden. Bei Holztafeln bzw. Schaltafeln ist zu beachten, dass sich kein Schneekeil zwischen Bahn und Absicherung bildet (rechtwinkliger Abschluss).
  • Klassifizierung nach der Schwierigkeit:
    Leichte – blaue – Rodelbahn
    Eine als leicht klassifizierte Rodelbahn ist auch Anfänger bzw. Kinder geeignet. Sie hat ein Maximalgefälle von höchstens 14 %; ein Durchschnittsgefälle von bis zu 10 %; Kurven mit mindestens 8 m Radius und weist keine Vereisung auf.
    Mittelschwierige – rote – Naturrodelbahn
    Eine mittelschwierige Naturrodelbahn hat ein Maximalgefälle von höchstens 18 %, ein Durchschnittsgefälle von bis zu 12 %, Kurven mit mindestens 6 m Radius und weist keine Vereisung auf.
    Schwierige – schwarze – Naturrodelbahn
    Schwierige Naturrodelbahnen dürfen nur von geübten und erfahrenen Rodlern befahren werden. Sie hat ein Maximalgefalle von über 18 % , ein Durchschnittsgefälle von über 12 %, Kurven mit einem Radius von unter 6 m und weist keine Vereisung auf.
    Naturrodelbahnen für Renntraining und Wettkämpfe
    Naturrodelbahnen für Renntraining und Wettkämpfe sind für den Renn- und Wettkampfsport gedacht und entsprechend schwierig und schnell zu befahren. Sie setzen besondere Renntechniken und -materialien voraus und sind für normale Naturrodelbahnbenützer ungeeignet. Naturrodelbahnen für Renntraining und Wettkämpfe sind häufig abschnittsweise oder vollständig vereist. Ihre Schwierigkeit kann jene von schwierigen Naturrodelbahnen bei weitem übertreffen.
  • Schneesicherheit
    Die Naturrodelbahn muss durchschnittlich mit mindestens 80 Schneetagen (Tagen mit einer Schneedecke von ca. 10 cm) während eines Winters rechnen können. Ist die Schneesicherheit mit Naturschnee nicht gegeben, kann diese durch technische Beschneiung gesichert werden.
  • Beschilderung
    Die Wegleitung für Naturrodelbahnen orientiert sich an den Vorgaben für die Beschilderung von Winterwanderwegen (vgl. Wander- und Bergwegekonzept des Landes Tirol Kap. 3.4.3). Neben dem telemangentafarbenen Wegweiser für den Aufstieg gibt die Informationstafel die Schwierigkeit, Start und Ziel sowie das Gefälle der Rodelbahn wieder.
    Das Beschilderungsmaterial für die Naturrodelbahnen ist nur während der Wintersaison aufzustellen und nach Beendigung des Rodelbetriebes wieder zu entfernen.
  • Sperre einer Naturrodelbahn
    Ist der verkehrssichere Zustand der Naturrodelbahn nicht gegeben (z. B. Vereisung der Naturrodelbahn, nicht abgesicherte atypische Gefahren), muss diese gesperrt werden. Dies ist den Benützern durch einen klaren Hinweis am Beginn des Aufstieges und am Start der Naturrodelbahn kundzumachen:
    „Achtung! Naturrodelbahn derzeit gesperrt!“. Ist die Naturrodelbahn gesperrt, muss auch der Rodelverleih eingestellt werden.
  • Anbringen der Rodel-Empfehlungen

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