Alpenkonvention

Internationaler Vertrag zum Erhalt und zur Entwicklung der Alpen

Die Alpenkonvention (Übereinkommen zum Schutz der Alpen) ist der erste internationale völkerrechtliche Vertrag zum Schutz und der nachhaltigen Entwicklung der Alpen. Sitz des Ständigen Sekretariats ist Innsbruck, eine Außenstelle besteht an der Europäischen Akademie (kurz: EURAC) in Bozen.

Die Alpenkonvention wurde am 7. November 1991 von den Umweltministerinnen und Umweltministern der Alpenländer in Salzburg unterzeichnet und trat am 6. März 1995 in Kraft. Zu den Unterzeichnern gehören acht Alpenstaaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, Schweiz, Slowenien, Monaco) und die Europäische Union. Im Rahmenvertrag verpflichten sich die Staaten sowie die EU zu einer ganzheitlichen Politik zur Erhaltung und zum Schutz der Alpen und legen allgemeine Maßnahmen fest. Die spezifischen Maßnahmen sind in acht Durchführungsprotokollen geregelt:

Die Alpenkonvention führt eine Vielzahl von Projekten im Alpenraum durch und wirkt im Rahmen von acht Arbeitsgremien, die sich unter anderem mit Verkehr, Naturgefahren, großen Beutegreifern, Bodenschutz, Klima und Biodiversität beschäftigen. Der Externer Link Alpenzustandsbericht informiert regelmäßig über die ökologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Alpenraum. 16 Beobachterorganisationen wirken an der Arbeit der Alpenkonvention mit. Auch die ARGE ALP nimmt als Beobachter an der Alpenkonvention teil. Die Alpenkonvention fungiert zudem als Beobachterorganisation in der EU-Alpenraumstrategie (EUSALP) und leitet die EUSALP-Aktionsgruppe 6 (Erhaltung und Inwertsetzung natürlicher Ressourcen, inklusive Wasser und kultureller Ressourcen). 


Weiterführende Informationen


Kontakt

Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention
Herzog-Friedrich-Straße 15
6020 Innsbruck
Tel.: +43 512 588 589 0