Erster Euregio AusbilderInnen-Stammtisch

Duale Ausbildung in allen drei Regionen forcieren

Kategorien:  LH PlatterLRin PalfraderArbeitEuroparegion AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Aus Südtirol und Trentino kamen ebenfalls TeilnehmerInnen. Im Bild v.l. EVTZ-Generalsekretär Matthias Fink, Maria Steibl (AMG Tirol), LRin Beate Palfrader, Boglarka Fenyvesi-Kiss (EVTZ Trentino), Ines Bürgler (Abt. Gesellschaft und Arbeit, Land Tirol), Sabine Scherer, Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung Südtirol, sowie Claus Haaser (Lehrlingsausbildung Swarovski)
Aus Südtirol und Trentino kamen ebenfalls TeilnehmerInnen. Im Bild v.l. EVTZ-Generalsekretär Matthias Fink, Maria Steibl (AMG Tirol), LRin Beate Palfrader, Boglarka Fenyvesi-Kiss (EVTZ Trentino), Ines Bürgler (Abt. Gesellschaft und Arbeit, Land Tirol), Sabine Scherer, Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung Südtirol, sowie Claus Haaser (Lehrlingsausbildung Swarovski)
LRin Beate Palfrader begrüßte die AusbilderInnen aus Tirol, Südtirol und Trentino beim Euregio-AusbilderInnen-Stammtisch.
LRin Beate Palfrader begrüßte die AusbilderInnen aus Tirol, Südtirol und Trentino beim Euregio-AusbilderInnen-Stammtisch.

Gestern, Donnerstag, fand der erste Euregio-AusbilderInnen-Stammtisch am Unternehmenssitz von Swarovski in Wattens statt. Insgesamt 100 TeilnehmerInnen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino tauschten sich über eine qualitätsvolle duale Ausbildung in der Europaregion aus. „Die Tiroler Euregio-Präsidentschaft widmet sich unter anderem auch dem Thema Lehre und dem Ausbilderforum – die heutige Veranstaltung bildet den Kick-off für weitere drei geplante Euregio-Stammtische“, informiert Euregio-Präsident LH Günther Platter.

„In Österreich haben wir mit unserem System der dualen Ausbildung ein Erfolgsmodell, das als Vorbild für andere Länder dient – umso wichtiger ist der Austausch innerhalb der Euregio“, betont Arbeits- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader. „Eine wesentliche Voraussetzung für eine gelungene betriebliche Ausbildung ist nicht nur die fachliche, sondern auch die pädagogische Kompetenz der Ausbilderinnen und Ausbilder.“ Zielsetzung sei es auch, die Betriebe und ihre Lehrenden gut zu unterstützen und ihnen ein Expertennetzwerk aus allen drei Regionen zur Verfügung zu stellen.

Unterschiede in den drei Ländern

Im Unterschied zu Österreich, wo die Lehrpläne in enger Abstimmung zwischen den Schulen und den betrieblichen Erfordernissen vom Bildungsministerium erstellt und aktualisiert werden, gelten in Italien andere Regelungen. Die Tradition des dualen Systems gibt es in dieser Form nicht. Landeseigene ExpertInnen sehen deshalb einen langen Weg bis zur Akzeptanz einer „Lehrlingsausbildung“ in den Betrieben, auch wenn das italienische Bildungsministerium von dessen Wichtigkeit überzeugt ist. Im Rahmen der Bildungsautonomie hat Südtirol die Lehrlingsausbildung eingeführt und auch Trient könnte entsprechende Rahmenbedingungen schaffen.

Ausbilderforum als Vernetzungsplattform

Das Ausbilderforum Tirol wird hauptsächlich durch das Land Tirol finanziert und ist eine langjährige Kooperation des Landes mit der Arbeiterkammer Tirol, der Wirtschaftskammer Tirol und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund. Beratend sind das Berufsförderungsinstitut und das Wirtschaftsförderungsinstitut Tirol involviert. Die Geschäftsstelle liegt bei der Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Tirol.

Die Stammtische des Ausbilderforums bieten allen in der Lehrlingsausbildung tätigen Personen eine einzigartige Plattform zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch. Das Stammtisch-Konzept des Ausbilderforums mit Betriebsführungen und Impulsreferaten durch ExpertInnen zu aktuellen Themen der Lehrlingsausbildung sowie anschließender Diskussionsmöglichkeit hat sich über die Jahre erfolgreich bewährt.

Weitere Infos finden sich unter www.ausbilderforum.at und www.facebook.com/ausbilderforum.