Global Marshall Plan

Für eine Welt in Balance

Die  Global Marshall Plan-Initiative setzt sich für weltweit verbindliche sozial- und umweltpolitische Standards ein. Ihr Ziel ist die Etablierung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft mit einer wettbewerbsstarken Wirtschaft, sozialer Sicherheit für alle Menschen, einer gerechten Verteilung der Ressourcen und Erhaltung der natürlichen Umwelt auch für künftige Generationen.

Konkret verfolgt die Global Marshall Plan-Initiative neben anderen das Ziel, dass die im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Entwicklungsziele bis zum Jahr 2030 erreicht werden.

Der Tiroler Landtag, die gemeinsame Sitzung der Landesparlamente der  Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino und die österreichische Landeshauptleutekonferenz haben sich mehrfach zur Idee und zu den Zielen des Global Marshall Plans bekannt. Im April 2007 beschloss der Dreier-Landtag der Europaregion zudem, der Internationalen Global Marshall Plan Initiative beizutreten.

Mit dem 2009 beschlossenen  Tiroler Aktivitätenplan liegt eine erste Umsetzungsstrategie für das Bundesland Tirol vor. Sie enthält konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele des Global Marshall Plans. 

Das Land Tirol trägt zur Erreichung der Ziele des Global Marshall Plans auf zweifache Weise bei:

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit

Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass die Probleme der ökonomischen, sozialen, ökologischen, politischen und kulturellen Entwicklung der Länder des globalen Südens durch Entwicklungshilfe im traditionellen Sinn letztlich nicht lösbar sind. Zur Erreichung einer global gerechten Entwicklung sind also auf individueller und gesellschaftlicher Ebene mehr Engagement für veränderte Konsum- und Verhaltensmuster sowie ein verändertes Gerechtigkeitsempfinden und Umweltbewusstsein nötig. Insgesamt ist dies nur über einen umfassenden Kulturwandel zu bewerkstelligen. Dieser mentale Wandel als Prozess veränderter Bewusstseinsbildung der Menschen hin zur Umgestaltung gesellschaftlicher Leitbilder ist aber ohne eine weltweite Bildungsinitiative nicht machbar. Denn jede Selbstveränderung setzt eine gezielte Steuerungspolitik voraus und Institutionen, die solche Veränderungen bewirken können.

Die Landes-Entwicklungsagenda "Welt ins Gleichgewicht! global.lokal" stellt eine Weiterentwicklung der Umsetzung des Global Marshall Plans in Tirol dar. In den Ländern des globalen Südens ebenso wie in Tirol. 

Aus der selben Haltung heraus veranstaltet das Land Tirol am 21. November 2017 den bereits dritten Tiroler Entwicklungstag, dieses mal dem Thema Globales Lernen gewidmet.

Kooperationsprojekte mit Ländern des globalen Südens

Die Entwicklungszusammenarbeit des Landes Tirol unterstützt Projekte, die zur Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lage besonders benachteiligter Menschen in den Partnerländern beitragen.

Ein grenzüberschreitendes Schwerpunktprojekt setzen die Länder der  Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino mit den Distrikten Masaka und Rakai in Uganda und dem Distrikt Missenyi in Tansania um. Weiterführende Informationen zu anderen Entwicklungszusammenarbeits-Projekten des Landes Tirol finden Sie hier.


Weiterführende Informationen der Global Marshall Plan-Initiative

Dokumente des Landes Tirol zum Global Marshall Plan

 

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