Tauschbörse

Der Second-Hand-Markt

Kurzbeschreibung

Ein besonders beliebtes Event im Second-Hand-Bereich ist die Tauschbörse. Dabei übernehmen Vereine oder Pfarren die Rolle des Veranstalters. Verkaufswillige geben ihre zu verkaufenden Gegenstände beim Veranstalter ab und dieser übernimmt die Abwicklung des Marktes. Bei erfolgreichem Verkauf wird den VerkäuferInnen der Verkaufspreis abzüglich einer Provision ausbezahlt. Meist werden Tauschbörsen zu bestimmten Themen wie Wintersport oder Kinderartikel angeboten.

Langbeschreibung

Das wohl beliebteste Event im Bereich Second-Hand in Tirol ist die Tauschbörse, auch Tauschmarkt oder Tauschbasar genannt. Es gibt kaum eine Gemeinde bzw. Region in Tirol ohne eigene Tauschbörse(n). Zu den beliebtesten Tauschmärkten zählen Börsen für Winter- oder Sommersportartikel sowie für Kinderartikel (Kleidung, Spielsachen, Kinderwagen usw.). Daneben gibt es spezialisiertere Tauschbörsen für z. B. Modelleisenbahnen oder Faschingskostüme.

Die Veranstaltung beansprucht meist zwei (Halb)Tage, wobei am ersten Tag die Waren angenommen werden. Mitunter ist die Abgabemenge auf 20 bis 25 Stück begrenzt. Die Gegenstände sind vorab mit einem Preisschild zu versehen, auf dem dann bei der Abgabe auch eine VerkäuferInnen-Nummer notiert wird. Diese wird für die spätere Abrechnung bzw. Rückgabe nicht verkaufter Gegenstände benötigt. Es werden nur intakte und gebrauchsfähige Gegenstände angenommen.

Am zweiten Tag werden die Waren verkauft und unmittelbar anschließend erfolgen Abrechnung und Auszahlung bzw. die Rückgabe nicht verkaufter Gegenstände. Unverkaufte, nicht abgeholte Gegenstände werden gespendet. Bei technisch anspruchsvolleren Waren (z. B. Fahrräder oder Schi) übernimmt der Veranstalter - etwa ein Sportverein - mitunter auch die Beratung und bringt so ExpertInnenwissen ein.

Im Gegensatz zum Flohmarkt, wo die VerkäuferInnen ihre Waren selbst präsentieren und verkaufen, übernimmt bei einer Tauschbörse ein Veranstalter - meist ein Verein oder eine Pfarre - diese Dienstleistung, behält dafür aber eine kleine Provision ein (üblicherweise rund 10% des Verkaufspreises).

Der Vorteil für die VerkäuferInnen liegt u. a. darin, dass sie auch nur wenige Stücke anbieten können, wohingegen bei einem Flohmarkt ein ganzer Warenstand präsentiert werden muss. Der Aufwand für einen Flohmarktstand entfällt für die VerkäuferInnen (Stand aufbauen, Waren ansprechend präsentieren, Präsenz vor Ort, Verkaufsverhandlungen führen, Standgebühr entrichten usw.).

Beispielprojekte

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