Konstruktives Arbeitsgespräch von LH Platter mit BM Anschober zu Corona-Situation

Adaptierungen bei Ampelsystem und Kontaktpersonen-Management vereinbart.

Kategorien:  LH PlatterSozialesCoronaGesundheitSicherheitTourismus AutorIn: Kathrin Pittracher
Dreistündiges Arbeitsgespräch Freitagabend zwischen LH Günther Platter und Gesundheitsminister Rudi Anschober in Innsbruck.
Dreistündiges Arbeitsgespräch Freitagabend zwischen LH Günther Platter und Gesundheitsminister Rudi Anschober in Innsbruck.
LH Günther Platter und Gesundheitsminister Rudi Anschober sind sich einig, dass es beim Apres Ski klare Regeln braucht.
LH Günther Platter und Gesundheitsminister Rudi Anschober sind sich einig, dass es beim Apres Ski klare Regeln braucht.

In einem gut dreistündigen, sehr konstruktiven Arbeitsgespräch in Innsbruck haben Landeshauptmann Günther Platter und Gesundheitsminister Rudi Anschober gestern, Freitag, die gemeinsame Strategie im Umgang mit der Corona-Situation für die kommenden Monate erörtert. Das Themenspektrum reichte dabei von der Corona-Ampel über einheitliche Regelungen für die Wintersaison – Stichwort Après Ski – bis hin zu PCR-Tests durch niedergelassene ÄrztInnen.

LH Platter brachte bei diesem Zusammentreffen den Vorschlag ein, die Ampelfarben auch unterhalb der Bezirksebene noch weiter zu differenzieren. „Die Corona-Ampel ist zu begrüßen. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass einzelne Talschaften oder Regionen bei der Bewertung der epidemiologischen Situationen nicht treffsicher genug abgebildet sind. Um solche Unschärfen künftig zu vermeiden, braucht es eine stärke Differenzierung“, so der Landeshauptmann.

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Die Corona-Ampel ist eine wichtige Weiterentwicklung unserer Arbeit. Sie schafft Transparenz und eine bundesweit einheitliche Bewertung der virologischen Situation. Das wird uns gerade in der Herausforderung der kommenden Monate bis zum Vorliegen einer sicheren Impfung helfen. Die von Tirol gewünschte weitere regionale Differenzierung auch innerhalb von Bezirksgrenzen ist unser fixer Plan.“

Viel Raum hat beim Arbeitsgespräch auch das Thema Après Ski eingenommen, braucht es hier in Anbetracht der nahenden Wintersaison doch Klarheit und Planungssicherheit für die Tourismusbranche. Bundesminister Anschober bekräftigte gegenüber LH Platter seine Zusage einer bundesweit einheitlichen Regelung für den Wintertourismus. Diese soll bereits in den kommenden zwei Wochen vom Ministerium vorgelegt und präsentiert werden.

Um die Testkapazitäten im Hinblick auf Herbst und Winter zu erhöhen, plädiert Tirol seit längerem für eine PCR-Abstrichnahme durch niedergelassene ÄrztInnen. Hierfür gab es ebenfalls Zustimmung durch BM Anschober: „Nur indem wir die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mit ins Boot holen und diese PCR-Tests durchführen können, kann eine Steigerung der Testkapazitäten erreicht werden. Ich freue mich, dass Bundesminister Anschober unsere Meinung teilt und auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Abstriche vornehmen werden können“, erklärt LH Platter.

Insgesamt zeigt sich der Landeshauptmann mit dem Gesprächsergebnis sehr zufrieden: „Ich bedanke mich bei Bundesminister Rudi Anschober für das offene Gespräch und die positive Grundhaltung zu den Tiroler Anliegen. Es ist sehr zu begrüßen, dass es schon in den kommenden beiden Wochen Klarheit für die Wintersaison geben wird. Auch der Umstand, dass der Bund weiterhin die Tiroler Strategie der Querschnittstestungen unterstützen und finanzieren wird, ist aus Tiroler Sicht sehr erfreulich.“