Aktuelles

Neue Förderung für Wärmepumpen

Tirol 2050 energieautonom

Seit 1. Juli 2018 werden Wärmepumpenheizungen in neu errichteten Eigenheimen einkommensunabhängig gefördert. Damit setzt das Land konsequent seinen Weg fort, die Energieunabhängigkeit von Haushalten voranzutreiben.

Energieförderung für Umweltwärme

Der Einmalzuschuss für effiziente Erdwärme- oder Grundwasser-Wärmepumpen beträgt 3.000 Euro, für Luftwärmepumpen 700 Euro. Private Bauherren können um Landesförderung für Eigenheime mit bis zu zwei Wohnungen ansuchen. Damit erhalten auch Haushalte, die keinen Anspruch auf Wohnbauförderung haben, eine Energieförderung für die Nutzung klimafreundlicher Umweltwärme.

Online-Antrag ab 1. Oktober

Ein Antrag zur Wärmepumpen-Förderung kann online unter  www.tirol.gv.at/formulare  gestellt werden. Zu beachten ist, dass der Antrag erst im Nachhinein, also nach Kauf und Inbetriebnahme der Anlage, einzubringen ist. Dem Antrag sind alle erforderlichen Beilagen (Erklärung des Fachunternehmens, Abschlussrechnung und Überweisungsbestätigung (-en), Energieausweis mit Anhang Tirol) anzufügen.

Befugtes Fachunternehmen wählen

Um Fördersicherheit zu erhalten, ist es wichtig, sich vor der Investition über die technischen Fördervoraussetzungen zu informieren. Die Installation der Wärmepumpe hat über ein befugtes Fachunternehmen zu erfolgen, das die entsprechende Ausführung gewährleistet.

Tirol 2050 energieautonom

Rund vierzig Prozent der gesamten Endenergie in Tirol fließt in den Gebäudebereich. Ziel der Tiroler Energiestrategie Tirol 2050 energieautonom ist es, den Energieverbrauch des Gebäudesektors spürbar zu senken und den Anteil erneuerbarer Energieträger nachhaltig zu erhöhen.

Online-Anträge können unter  www.tirol.gv.at/formulare  gestellt werden.

 Richtlinie zur Förderung hocheffizienter Wärmepumpen 2018 – 2020

 Fachunternehmer-Erklärung Wärmepumpe

Listen förderbarer Wärmepumpen

 Liste förderbare Grundwasser-Wärmepumpen

 Liste förderbare Erd-Wärmepumpen

 Liste förderbare Erd-Wärmepumpen (Direktverdampfer)

 Liste förderbare Luft-Wärmepumpen


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Förderung für Photovoltaik-Speicher verlängert

Photovoltaik-Fassadenkollektor
Photovoltaik-Fassadenkollektor

Das Land Tirol verlängert mit 1. Juni 2018 die Förderung für intelligente Stromspeichersysteme bis 31. Dezember 2018. Neu ist, dass die Engpassleistung der Photovoltaikanlage bis zu 15 kWpeak betragen kann. Die höhere Leistung ist dann zulässig, wenn der gewonnene Solarstrom für eine Wärmepumpenheizung oder ein Elektroauto eingesetzt wird. Damit wird dem Trend in Tiroler Haushalten entsprochen, die Eigenversorgung mit Solarstrom weiter zu steigern.

Nachweise bei PV-Anlagen > 7,5 kWp

Förderansuchen können für Photovoltaikanlagen mit einer Engpassleistung bis maximal 7,5 kWpeak gestellt werden. Wenn nachweislich zusätzlich eine Wärmepumpenheizung und/oder ein Elektroauto versorgt werden, kann jetzt auch für leistungsstärkere PV-Anlagen bis maximal 15 kWpeak um Förderung angesucht werden. Als Nachweis gilt beispielsweise die Zulassung für ein Elektroauto oder die Rechnung für eine Wärmepumpenheizung.

Förderung für Batteriespeicher und intelligente Steuerungen

Mit der Stromspeicherförderung wird die Aus- und Nachrüstung mit Batteriespeichern sowie mit intelligenten Steuerungen gefördert. Der nicht rückzahlbare Investitionszuschuss wird stufenweise ab einer Mindestspeicherkapazität von 2 kWh bis maximal 6 kWh gewährt. Die nutzbare Speicherkapazität ist nicht begrenzt.  

Bis maximal 3.500 Euro

Die Förderhöhe beträgt 1.700 Euro für die ersten 2 kWh Speicherkapazität und wird abfallend bis maximal 3.000 Euro für die 3. bis 6. kWh gewährt. Zusätzlich werden bis zu 500 Euro Förderung für eine intelligente Steuerung gewährt. In Summe können bei Erfüllung der Voraussetzungen maximal 3.500 Euro bezogen werden. Die intelligente Steuerung wird auch unabhängig vom Batteriespeicher gefördert.

Technische Voraussetzungen beachten

Um Fördersicherheit zu erhalten, ist es besonders wichtig, die technischen Voraussetzungen der Richtlinie (Punkt 5) zu beachten. Ob der gewählte Stromspeicher den Vorgaben entspricht, ist ganz einfach über die Hersteller-Liste herauszufinden (siehe Downloadbereich). Überdies ist darauf zu achten, dass der Stromspeicher durch ein Fachunternehmen installiert und sicher in Betrieb genommen wird.

Online-Antrag ab 15. Juni

Der Online-Antrag kann erst im Nachhinein, also nach Kauf und Inbetriebnahme der Anlage, eingebracht werden. Konkret können ab dem 15. Juni Anträge online gestellt werden. Die Inbetriebnahme der Anlage muss im Zeitraum vom 1.Juni 2018 bis 31. Dezember 2018 erfolgen.

Online-Anträge können ab 15. Juni unter  www.tirol.gv.at/formulare gestellt werden.

 Richtlinie Intelligente Stromspeichersysteme für Photovoltaikanlagen 2018

 Checkliste zum Verfahren

 Wichtige Fragen

 Liste (Herstellerliste) der förderfähigen Stromspeichersysteme und intelligenten Steuerungen

 Überblick Förderhöhe

Vorlagen für Bestätigungen:

 Fachunternehmer-Erklärung Stromspeichersystem

 Fachunternehmer-Erklärung Steuerung

 Hersteller-Erklärung Stromspeichersystem

 Hersteller-Erklärung Steuerung

 Verständigung der Gemeinde/Baubehörde

Weitere Informationen zu Photovoltaikanlagen  

 Bund: Leitfaden zur aktuellen Förderung Photovoltaik-Anlagen 

 Bund: Leitfaden zur Förderung von Photovoltaikanlagen in der Land- und Forstwirtschaft 


1. Neue Bundesförderung für Photovoltaikanlagen

Am 29. Mai 2018 fiel der Startschuss für die neue Bundesförderung für Photovoltaikanlagen durch den Klima- und Energiefonds. Gefördert werden PV-Anlagen mit einer Engpassleistung von maximal 5 kWpeak. Der Förderleitfaden sowie nähere Informationen sind über die Homepage des  Klima- und Energiefonds verfügbar. Anträge können bis 30. November 2018 eingereicht werden.

Gleichzeitig startet eine Förderaktion für Photovoltaikanlagen für  Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft. Die maximale Engpassleistung beträgt 50 kWpeak. Die Förderung läuft bis 30. November 2019.


2. Neue Verordnungen zum Ökostromgesetz 2012 und zum Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2010 sowie Entfall der Anerkennungspflicht für Photovoltaikanlagen nach dem Ökostromgesetz ab 1. Jänner 2018

Verordnungen zum Ökostromgesetz 2012:

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2018-ÖSET-VO 2018,  BGBl. II Nr. 408/2017

Ökostrompauschale-Verordnung 2018,  BGBl. II Nr. 382/2017

Ökostromförderbeitragsverordnung 2018,  BGBl. II Nr. 381/2017

Änderung der Befreiungsverordnung Ökostrom 2012,  BGBl. II Nr. 346/2017,  konsolidierte Fassung

Herkunftsnachweispreis-Verordnung 2018 - HKN-V 2018,  BGBl. II Nr. 347/2017

Verordnungen zum Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2010:

Systemnutzungsentgelte-Verordnung 2018-SNE-V2018,  BGBl. II Nr. 398/2017

Netznutzerkategorien-Verordnung-NB-V,  BGBl. II Nr. 402/2017

Elektrizitäts-Monitoring-Verordnung,  BGBl. II Nr. 403/2017

Verordnung, mit der die Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO), geändert wird(IME-VO Novelle 2017),  BGBl. II Nr. 383/2017,  konsolidierte Fassung

Entfall der Anerkennungspflicht nichtrohstoffabhängiger Ökostromanlagen

Mit Inkrafttreten der "kleinen Ökostromgesetznovelle", BGBl. I Nr. 108/2017, ist mit 1. Jänner 2018 die Verpflichtung zur Anerkennung von nicht rohstoffabhängigen Ökostromanlagen (Photovoltaikanlagen, Wasserkraftanlagen, Wind) entfallen.

Für das ab Anfang 2018 zur Verfügung stehende Förderkontingent werden daher keine Ökostrom-Anerkennungsbescheide mehr benötigt ( https://www.oem-ag.at/de/neues/).


3. NATIONALER GEWÄSSERBEWIRTSCHAFTUNGSPLAN

Der  Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan 2015 (NGP 2015) wurde am 25. August 2017 veröffentlicht.

Ferner wurde die Nationale Gewässerbewirtschaftungsplanverordnung 2009 - NGPV 2009 am 25. August 2017 im Bundesgesetzblatt  BGBl. II Nr. 225/2017 kundgemacht ( konsolidierte Fassung).


4. Novelle zum Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2010, Energie-Control-Gesetz, Ökostromgesetz 2010

Mit dem Bundesgesetz  BGBl. I Nr. 108/2017 werden das Ökostromgesetz 2012, das Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2010, das Gaswirtschaftsgesetz 2011, das KWK-Punkte-Gesetz und das Energie-Control-Gesetz geändert sowie das Bundesgesetz, mit dem zusätzliche Mittel aus von der Energie-Control Austria vewalteten Sondervermögen bereitgestellt werden.

Die wesentlichen Änderungen:

Elektrizitätswirtschafts- und - organisationsgesetz 2010 (ElWOG 2010):

  • Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen: Ermöglichung der gemeinsamen Nutzung von Erzeugungsanlagen (insbesondere PV-Anlagen) auf Mehrfamilienhäusern und anderen Gebäuden

E-Control-Gesetz:

  • E-Mobilität: Einrichtung eines von der Regulierungsbehörde zu führenden Ladepunktregisters

Ökostromgesetz 2010:

  • Anerkennung von Ökostromanlagen durch den Landeshauptmann nur noch bei rohstoffabhängigen Anlagen (keine Anerkennungspflicht somit bei PV-Anlagen, Wasserkraftanlagen, Windkraftanlagen ab 1.1.2018)
  • Erhöhung der Mittel für Investitionszuschüsse für Kleinwasserkraftanlagen
  • Höheres Unterstützungsvolumen für Biogasanlagen durch Nachfolgetarife (durch eigenständige-Nachfolgetarifverordnung) ab 1.1.2018

In der Broschüre " Mehr Sonnenstrom für Österreich", herausgegeben vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, werden die wesentlichen Neuerungen der "kleinen Ökostromnovelle" beschrieben. Ferner werden die aktuellen Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher aufgelistet.

Neue Einspeisetarife für Ökostromanlagen

Mit Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft,  BGBl. II Nr. 408/2017, geändert durch, werden die Einspeisetarife für die Abnahme elektrischer Energie aus Ökostromanlangen geregelt.

Für PV Anlagen gelten folgende Tarife:

  • Gefördert werden ausschließlich PV Anlagen mit einer Engpassleistung von 5 bis 200 kWpeak, die auf oder an einem Gebäude angebracht sind
  • Der Einspeisepreis bei Antragstellung und Vertragsabschluss 2018 beträgt 7,91 cent/kWH
  • Der Einspeisepreis bei Antragstellung und Vertragsabschluss 2019 beträgt 7,67 cent/kWh

Biogas-Nachfolgetarifverordnung 2017 - N-FT-VO 2017

Mit der Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft vom 28. Juli 2017,  BGBl. II Nr. 201/2017, werden für Ökostromanlagen auf Basis von Biogas mit Wirksamkeit ab 1. August 2017 Einspeisetarife nach Ablauf der Kontrahierungspflicht mit der Ökostromabwicklungsstelle (Nachfolgetarife) festgesetzt.


5. Beratungsförderung Revitalisierung von KIeinwasserkraftwerken

Die Steigerung der Stromerzeugung unter Berücksichtigung von Anforderungen der Gewässerökologie stehen im Mittelpunkt der Beratungsinitiative zur Revitalisierung von Kleinwasserkraftwerken mit einer Leistung bis zu 10 MW.

Das Beratungsangebot des Landes ist zweistufig und sieht in der Stufe 1 ein kostenloses, individuelles Beratungsgespräch durch unabhängige ExpertInnen vor. Die zweite Stufe umfasst eine Vor-Ort-Begehung, in der das technische und wasserwirtschaftliche Revitalisierungspotenzial grob abgeschätzt und konkrete Maßnahmen zur Realisierung des Potenzials vorgeschlagen werden.

Die Budgetmittel für die zweite Stufe sind zur Gänze ausgeschöpft. Es können daher keine Zusagen für die zweite Stufe der Revitalisierungsförderung erteilt werden.

Förderansuchen sind beim Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Wasser-, Forst- und Energierecht, Landhaus 2, Heiliggeiststraße 7-9, einzubringen. Das Beratungsangebot wird nach Maßgabe der budgetären Möglichkeiten bis 30. November 2018 verlängert. 

 Förderantrag (mit Ausfüllhilfe)

 Förderrichtlinie Revitalisierung Kleinwasserkraft

 Infoflyer Beratung Revitalisierung Kleinwasserkraft

 Beratungsförderung Revitalisierung Kleinwasserkraft – Wasser Tirol


6. Energieeffizienzsteigerung bestehender Straßenbeleuchtungen

Das Land Tirol fördert gemeinsam mit dem Lebensministerium über die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) die Optimierung von bestehenden Straßenbeleuchtungen in Gemeinden.

Die Grundlage für die Förderung bildet das  Informationsblatt Energiesparen in Gemeinden.

Die Unterstützung von KPC und Land besteht in einer pauschalierten Förderung pro Lichtpunkt:

  • 15 Euro pro Lichtpunkt bis 40 Watt (Anteil Land 6 Euro)
  • 30 Euro pro Lichtpunkt über 40 Watt (Anteil Land 12 Euro)
  • Zuschlag für Lichtsteuerung 20 % auf die ermittelte Pauschalförderung (18 bzw. 36 Euro pro Lichtpunkt)

Die Förderung ist mit 30 % der förderfähigen Prozentsätze begrenzt.

Zur Förderabwicklung:

Die Landesförderung wird als zusätzliche Förderung zu jener der KPC gewährt. Das Förderansuchen ist an die Abteilung Wasser-, Forst- und Energierecht, Landhaus 2, Heiliggeiststraße 7-9, 6020 Innsbruck zu richten ( wasser.energierecht@tirol.gv.at). Dem Ansuchen ist das Förderansuchen an die KPC in Ablichtung und unter Anschluss sämtlicher Unterlagen, die auch an die KPC zu übermitteln sind, anzuschließen. Die Formulare für das Förderansuchen an die KPC finden Sie unter  www.meinefoerderung.at/webufi/?execution=e1s1&cluster=spar.

Zusätzlich gewährt das Land als Bonus eine Förderung für die Lichtplanung, die von einem befugten Lichtplaner zu erstellen ist. Die Bonusförderung beträgt 60 % der tatsächlichen Planungskosten, maximal jedoch EUR 3.000,--.


7. Anerkennung als Ökostromanlage (nur rohstoffabhängige Anlagen)

Der Bescheid des Landeshauptmannes über die Anerkennung als Ökostromanlage bildet eine Voraussetzung für eine Antragstellung um Förderung.

Der Antrag auf Anerkennungeiner Anlage als Ökostromanlage ist beim Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Wasser-, Forst- und Energierecht, Landhaus 2, Heiliggeiststraße 7-9, einzubringen.

Der Antrag hat insbesondere folgende Daten und Unterlagen zu beinhalten:

  • vollständig ausgefüllter und unterfertigter Antrag (Download)
  • Netzvertrag mit dem Stromversorger und Zählpunktbezeichnung
  • Baubewilligung der Gemeinde bzw. Anzeige der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde nach dem Tiroler Elektrizitätsgesetz oder Bewilligung der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde nach dem Tiroler Elektrizitätsgesetz

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur vollständige Anträge auf Anerkennung von Anlagen bearbeitet werden. Bei unvollständiger Antragstellung erfolgt eine Zurückweisung des Antrags.

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