Erneuerbare Energieträger

Ökostromanlagen

Grafik_Abb. 37_Oekostromanlagen_01

Im Zeitraum von 2009 bis 2011 stieg die Anzahl der Ökostromanlagen, die nach dem Ökostromgesetz anerkannten wurden, um rund 150 %, die kumulierte Anlagenleistung wuchs im selben Zeitraum um rund 7 %. Mit 1.462 Anlagen weisen Photovoltaikanlagen die größten Zuwachsraten auf. Das entspricht einer Leistungssteigerung um 475 % auf rund 14 MW.


Wasserkraft

Grafik_Abb. 49: Jahresarbeitsvermögen unterschiedlicher Anlagengrößen

Wasserkraft ist eine der wichtigsten Energieressourcen des Landes. Unter Berücksichtigung ökologischer Anforderungen will das Land Tirol Wasserkraft weiter erschließen. Bis 2036 ist eine Steigerung der Leistung an elektrischer Energie um 2.800 GWh/a  geplant.

Mit dem  Rahmenplan Tiroler Oberland werden zur Laufkraftnutzung am Inn drei mögliche Kraftwerksstandorte identifiziert sowie die Gewässer im hinteren Stubaital und im mittleren sowie im hinteren Ötztal für die Stromerzeugung aus Speicherkraft zweckgewidmet.

Mit dem Rahmenplan Tiroler Oberland wird ein öffentliches Interesse für die wasserwirtschaftliche Widmung des Wasserdargebotes im Tiroler Oberland im Sinne einer wasserwirtschaftlichen Ordnung dokumetiert. 

Mit dem Rahmenplan Tiroler Oberland soll soll die Stromerzeugung aus Wasserkraft deutlich erhöht und die derzeit verfügbare Nennleistung aus Speicher- oder Pumpspeicherkraft derfoppelt werden.

Neben den großen Wasserkraftanlagen tragen mit 23 % Kleinanlagen zu einem nicht zu unterschätzenden Ausmaß zur gesamten Stromerzeugung bei. In einer Erhebung der fast 1.000 Kleinwasserkraftanlagen werden die Optimierungs- und Effizienzpotenziale mit 200 % beziffert. Bei Revitalisierung bestehender Anlagen sind Fragen der gewässertechnischen Optimierung unter besonderer Berücksichtigung der ökologischen Anforderungen zu berücksichtigen.

 Anzahl und Leistung von Ökostromanlagen (Abb. 37)
 Wasserkraftanlagen in Tirol (Abb. 46) 
 Inbetriebnahme von Wasserkraftanlagen (Abb. 47)
 Jahresarbeitsvermögen nach unterschiedlichen Anlagengrößen (Abb. 49)

Anlagen Wasserwirtschaftlicher Rahmenplan


Revitalisierung von Kleinwasserkraftwerken

 

 


Umweltwärme

Grafik_Abb_57_Grundwasserwaermepumpen

Das geothermische Potenzial durch Erdwärme und Grundwasser ist in Tirol theoretisch unbegrenzt vorhanden. Um Beeinflussungen hintan zu halten, bedarf es allerdings eines sorgsamen Umgangs mit den vorhandenen Ressourcen und einer übergeordneten Planung.

 Grundwasserwärmepumpen (Abb. 57) 
 Thermische Grundwassernutzungen (Abb. 60)


Sonne

Grafik_66_Oekostromanlagen

Tirol liegt mit fast 500.000 m2 Kollektorflächen an thermischen Solaranlagen im österreichweiten Ranking weit vorne. Derzeit werden damit allerdings „nur“ 1,1 % der Dachflächen für Solarthermie genutzt. Besonders dynamisch hat sich in den vergangenen drei Jahren die Anzahl der Photovoltaikanlagen in Tirol entwickelt.

 Ökostromanlagen Photovoltaik (Abb. 66)
 Kollektorflächen Solarthermie (Abb. 67)


Biomasse

Grafik_Abb. 84_Pellets_Hackgut_Stueckholzfeuerungen

Laut Statistik Austria wurden 2009/2010 rund 34 % des Gesamtenergieaufwands aller Tiroler Haushalte mit Holz, Pellets, Holzbriketts und Hackschnitzel gedeckt. In den vergangenen zehn Jahren ist ein deutlicher Anstieg von Pellets- und Hackgutfeuerungen sowie Stückholzkesseln in Tirol zu verzeichnen. Die kumulierte Leistung der knapp 15.000 Anlagen betrug 2011 mehr als 450.000 kW.

 Pellets- und Hackgutfeuerungen sowie Stückholzkessel (Abb. 84)
 Biomasseöfen und -herde (Abb. 86)

Fernwärme

Eine beträchtliche Anzahl der Fernwärmeanlagen in Tirol wird mit Biomasse befeuert. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich beziffert die Biomasse-Fernwärmeanlagen sowie Kraftwärmekoppelungsanlagen in Tirol mit einer Leistung über 150 kW mit etwa 70 Anlagen.

(Quelle alle Grafiken: ATL, Tiroler Energiemonitoring 2012. Statusbericht zur Umsetzung der Tiroler Energiestrategie, 2013)