Washingtoner Artenschutz

Der internationale Handel mit Wildtieren und Wildpflanzen und ihren Produkten ist einer der Hauptgründe, warum zahlreiche Tier- und Pflanzenarten in ihren Ursprungsländern vom Aussterben bedroht sind. Im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung für die weltweite Erhaltung der Artenvielfalt wurde 1975 das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen (kurz: CITES - Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) ins Leben gerufen, das nach dem Ort der Unterzeichnung auch "Washingtoner Artenschutzabkommen" genannt wird. Österreich ist dieser UNO-Konvention 1982 beigetreten und ist damit eines von derzeit 167 Ländern, die sich zur Kontrolle des Handels und der Haltung der über 33.000 aufgelisteten Tier- und Pflanzenarten verpflichten. Die Einfuhr bestimmter Arten in EU-Mitgliedsstaaten ist zum Teil durch EU-Gemeinschaftsrecht noch strenger reglementiert, als dies das Washingtoner Artenschutzübereinkommen vorsähe. In solchen Fällen ist das Gemeinschaftsrecht der anzuwendende Maßstab.

Die Kontrolle an den EU-Außengrenzen erfolgt durch die Zollbehörden. In Österreich ist für Ein- und Ausfuhrgenehmigungen in die bzw. aus der EU das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft zuständig. Die Naturschutzabteilungen der einzelnen Bundesländer prüfen im konkreten Fall, ob die Ein-, Aus- oder Durchfuhr der beantragten Art dem Überleben dieser Art nicht abträglich ist bzw. ob die Haltung und der Transport artgerecht erfolgen. Ihr zuständiger Sachverständiger in Tirol ist  Mag. Otto Leiner.
Kontakt:

Mag. Otto Leiner
Amt der Tiroler Landesregierung
Abt. Umweltschutz
Eduard-Wallnöfer-Platz 3
A-6020 Innsbruck
++43 (0) 512/508-3460
++43 (0) 512/508-3455
 otto.leiner@tirol.gv.at

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