Land Tirol unterstützt Innovationsprojekt für effizientere Holzkraftwerke

Projektpartner erhalten 126.000 Euro im Rahmen der Innovations- und Technologieförderung

Kategorien:  LRin Zoller-FrischaufWirtschaftEnergie AutorIn: Jakob Franz Kathrein
Syncraft-Geschäftsführer Marcel Huber mit Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. HINWEIS: Es handelt sich hierbei um ein Archivbild, das vor der Coronakrise entstanden ist.
Syncraft-GF Marcel Huber mit Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. HINWEIS: Es handelt sich hierbei um ein Archivbild, das vor der Coronakrise entstanden ist.

Holz durch spezielle Kraftwerke effizient in Wärme und Strom umwandeln und dabei noch das Klima schützen – das hat sich die Schwazer Firma SynCraft zur Aufgabe gemacht. Gemeinsam mit dem Unternehmen Gallzeiner und dem Management Center Innsbruck (MCI) tüftelt SynCraft nun an einem neuen Versuchsprojekt, mit dem der Betrieb der innovativen Holzkraftwerke noch effizienter und ökonomischer gemacht werden soll. Im Rahmen der Innovations- und Technologieförderung unterstützt das Land Tirol die Projektpartner dabei mit rund 126.000 Euro.

„Die Firma SynCraft ist ein innovatives und zukunftsorientiertes Tiroler Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energie, das mit seinen Produkten am weltweiten Markt erfolgreich ist und sich kontinuierlich weiterentwickelt“, erklärt Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Die emissionsfreien und klimafreundlichen Holzkraftwerke „made in Tirol“ werden bis nach Japan exportiert. Die Wertschöpfung bleibt dabei in Tirol erhalten – SynCraft arbeitet mit regionalen Firmen und Lieferanten zusammen und versteht sich zu 100 Prozent als Tiroler Betrieb. Seit der Gründung im Jahr 2009 als „Spin-Off“ des MCI hat das Land Tirol das Unternehmen unterstützt und begleitet. 2020 werden so viele Anlagen in Betrieb genommen, wie in den ersten zehn Jahren des Unternehmens zusammen. „Das Beispiel SnyCraft bestätigt unsere Strategie, mit akademischen Ausgründungen die Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu nutzen. Das bringt den Wirtschaftsstandort insgesamt voran und macht ihn attraktiv und innovativ – genau dafür sind auch die Förderungen des Landes da“, so die Landesrätin.

„Herzstück“ des Holzkraftwerks noch flexibler machen

Mit dem vom Land Tirol geförderten Projekt soll der sogenannte Schwebefestreaktor als „Herzstück“ der SynCraft-Holzkraftwerke noch flexibler gemacht werden. Neue Erkenntnisse sollen spezifische Testreihen auf der Technikums-Anlage bei den Schwazer Stadtwerken und in den Laboren des MCI liefern. Ein Holzkraftwerk von SynCraft kann zwischen 400 und 4.000 Haushalte mit erneuerbarer Wärme und Strom versorgen, mit Holz wird ein nachwachsender Rohstoff verwendet.

„Die patentierte Schwebefest-Technologie von SynCraft sorgt dafür, dass dies sowohl hocheffizient, feinstaubfrei als auch mit günstigem Waldrestholz gelingt. Neben der Produktion von Strom und Wärme fällt noch ein drittes Produkt an: Hochwertige Holz- bzw. Biokohle. Diese Kohle bindet CO2 und erfreut sich bereits großer Nachfrage, etwa als Hilfsstoff bei der Bodendüngung, als Tierfutterzusatz oder als nachhaltige Grillkohle für die nächste Gartenparty“, informiert SynCraft-Geschäftsführer Marcel Huber.

Innovations- und Technologieförderung des Landes Tirol

Die Fördermittel für die Firma SynCraft stammen aus der Innovations- und Technologieförderung des Landes. „Ziel der Unterstützung ist eine höhere Innovations- und Technologieentwicklungstätigkeit der kleinstrukturierten Tiroler Wirtschaft. Damit erhöhen wir die Wettbewerbsfähigkeit und sichern das nachhaltige Wachstum der Tiroler Wirtschaft“, erläutert LRin Zoller-Frischauf.

Mehr Infos zur Tiroler Innovationsförderung unter www.tirol.gv.at/innovation.