LHStvin Felipe: „Alpenraum wird Modellregion für grüne Infrastruktur“

Für Umwelt-Generaldirektor Calleja jede Investition in Natur auch ökonomisch sinnvoll

Kategorien: LHStvin Felipe, Umwelt AutorIn: Paul Aigner
Kärntens Landesrat Rolf Holub, Salzburgs LHStvin Astrid Rössler, Tirols LHStvin Ingrid Felipe und der Vertreter der Wiener Planungsstadträtin Maria Vassilakou, Rüdiger Maresch, (v.li.) bei der UmweltministerInnenkonferenz der EUSALP in München.
Kärntens Landesrat Rolf Holub, Salzburgs LHStvin Astrid Rössler, Tirols LHStvin Ingrid Felipe und der Vertreter der Wiener Planungsstadträtin Maria Vassilakou, Rüdiger Maresch, (v.li.) bei der UmweltministerInnenkonferenz der EUSALP in München.

Für die „graue Infrastruktur“, die Straße und die Schiene, gibt es bereits ein europaweites Netzwerk mit internationalen Planungen, gemeinsamen Projekten und mit einem großen Budget – für die Jahre 2014 bis 2020 sind das 13,2 Milliarden Euro aus gemeinsamen EU-Budget. Nach dem Vorbild dieser so genannten TEN-T (Transeuropean Network - Transport) wollen die Alpenregionen, die in der EUSALP (EU Strategy for the Alpine Region) zusammengeschlossenen Alpenregionen eine Modellregion für Grüne Infrastruktur (TEN-G) gründen. Gehen soll es dabei, nach der auf der Münchner MinisterInnenkonferenz beschlossenen Deklaration, um ein strategisch geplantes Netzwerk aus Naturräumen und naturnahen Flächen, die so bewirtschaftet werden, dass bei gleichzeitigem Schutz eine Vielfalt an naturnahen Dienstleistungen und Nutzungsmöglichkeiten geschaffen wird.

Sieben Länder machen Druck für die Umwelt

Auf Einladung der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf trafen sich VertreterInnen der 48 EUSALP-Regionen aus den sieben Alpenstaaten Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Slowenien, Liechtenstein und der Schweiz in München. Aus Österreich mit dabei waren unter anderen der Kärntner Umweltlandesrat Rolf Holub, die Salzburger Umweltlandesrätin Astrid Rössler und in Vertretung der Wiener Planungsstadträtin Maria Vassilakou der Landtagsabgeordnete Rüdiger Maresch. International waren neben dem EU-Umwelt-Generaldirektor Daniel Calleja Crespo etwa die slowenische Umweltstaatssekretärin Lidija Stebernak, der Trentiner Verkehrsminister Mauro Gilmozzi, Piemonts Umweltminister Alberto Valmaggia, Alpenkonventions-Generalsekretär Markus Reiterer und viele andere vertreten.

Aufschwung und neue Arbeitsplätze möglich

Während die Salzburger Umweltlandesrätin Astrid Rössler die Verbindung der modernen Berg- und Landwirtschaft mit der Bewahrung der Artenvielfalt als wichtige Herausforderung betonte, unterstrich Kärntens Landesrat Rolf Holub, dass Investitionen in Grüne Infrastruktur wirtschaftlich besonders wertvoll sind, weil sie nicht nur unsere Umwelt schützen, sondern auch für Aufschwung und neue Arbeitsplätze sorgen. LHStvin Ingrid Felipe versprach, sich in Österreich dafür einzusetzen, dass die nächste Bundesregierung sich in Sachen Umweltschutz und Schwerpunkt auch nachhaltige Investitionen ebenso stark machen werde, wie für den besonders im klimasensiblen Alpenraum notwendige Klimaschutzmaßnahmen. „Der Alpenraum kann eine Modellregion für grüne Infrastruktur werden“, sagt die Tiroler LHStvin und betont, dass Tirol sich im Vorsitz der Mobilitätsgruppe der EUSALP im Jahr 2018 massiv für bessere Luft und weniger Schadstoffe im Alpenraum engagieren wird.