Wie komme ich zu einem Waldwirtschaftsplan?

  • agrargemeinschaftliche Grundstücke
    Die Erstellung von Waldwirtschaftsplänen ist laut Tiroler Flurverfassungslandesgesetz vorgesehen (§ 66). Nur bei forstlichem Gemeinschaftsbesitz unter 50 ha oder einer durchschnittlichen jährlichen Nutzungsmenge nicht größer als 100 Festmeter kann die Erstellung eines Waldwirtschaftsplanes entfallen.
    Anträge der Waldbesitzer (Ausschuss/Vollversammlung bzw. Gemeinderat) für die Erstellung eines Waldwirtschaftsplanes sind an die zuständige Bezirksforstinspektion zu richten.
    Neueinrichtungen und Hauptrevisionen bei agrargemeinschaftlichen Waldbesitzern werden von der Abteilung Forstplanung durchgeführt. Dabei werden einzelne Planungsschritte ausgelagert.
  • Privatwälder
    Im Jahr 2000 wurde ein eigenes "Bauernoperate" - Programm für Privatwälder unter 50 ha aufgestellt, um für diese Wälder unter starker Mitwirkung des Waldbesitzers auf einfache Art und Weise Wirtschaftspläne erstellen zu können. Nähere Informationen dazu erteilt die örtliche Bezirksforstinspektion.

    Die Abt. Forstplanung berät gerne, wie größere Privatbetriebe zu einem Waldwirtschaftsplan kommen können.

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Um den Kostendruck für die Waldbesitzer zu erleichtern sind Förderungen für die Waldwirtschaftsplanerstellung möglich. Die Förderungsrichtlinien wurden gemeinsam mit dem Fachbereich Förderung der Gruppe Forst erarbeitet

Inkraftsetzung eines Waldwirtschaftsplanes

Im Falle von Agrargemeinschaften und Gemeindegutswäldern ist nach Fertigstellung des Wirtschaftsplanes vom Waldbesitzer ein formloser Antrag auf Inkraftsetzung des Wirtschaftsplanes an die Abt. Agrargemeinschaften des Amts der Tiroler Landesregierung zu stellen. Diesem Antrag muss ein entsprechender Ausschuss-bzw. Vollversammlungsbeschluss beizulegen (Kopie aus dem Protokoll).