Warum Waldwirtschaftspläne

  • Sicherheit durch nachhaltige Bewirtschaftung (Erhaltung und Verbesserung der Schutzfunktion)
  • Sicherung der übrigen Waldfunktionen
  • Arbeitseinkommen für ländliche Bevölkerung
  • Bestmögliches Ausschöpfen eines nachwachsenden Rohstoffes im Nahbereich (Einsparung von Devisen, von langen Transportwegen)
  • Gefährdungen werden aufgezeigt

Waldwirtschaftspläne und –karten bilden unverzichtbare Grundlagen, Wälder ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu bewirtschaften.

Nachhaltiges Bewirtschaften setzt das Wissen über den aktuellen Vorrat, den jährlichen Zuwachs und die Bestandesklassenverteilung voraus. Diese Größen bilden die Grundlage für den jährlichen Hiebsatz, bei dessen Einhaltung ein ausgewogenes Altersklassenverhältnis angestrebt wird und ein bestmögliches Betriebsergebnis zu erwarten ist.

Durch plangemäße Bewirtschaftung wird sichergestellt, dass ein Altholzüberhang abgebaut und die rechtzeitige Verjüngung eingeleitet wird. In vielen Fällen sind aus diesen Gründen kostspielige und geförderte Schutzwaldsanierungprojekte erst gar nicht notwendig.

Auch Übernutzungen gilt es zu verhindern!

Das Wissen über mögliche Fehlentwicklungen und daraus resultierenden Verlust von Schutzwirkung ist für viele überbetriebliche Entscheidungen unbedingt notwendig. Qualitativ hochwertige und aktuelle Waldwirtschaftspläne sind deshalb wichtige Grundlagen für viele forstpolitische Entscheidungen und für die beratenden Bezirksforstinspektionen dringend notwendig. Nur über gesichertes Datenmaterial besteht darüberhinaus die Möglichkeit aufzuzeigen, dass das Einkommen der ländlichen Bevölkerung durch Waldarbeit in den meisten Fällen verbessert werden kann.

Das Interesse des Waldbesitzers an Waldwirtschaftsplänen

  • Einkommensmaximierung
  • Sicherung der Nachhaltigkeit
  • Wertsteigerung der Bestände
  • Steigerung des Zuwachses
  • Gefährdungen werden aufgezeigt
  • Arbeitsmöglichkeit und zusätzliches Arbeitseinkommen

Pflegemaßnahmen steigern den Wert zukünftiger Bestände, aber auch den Zuwachs.

Rechtzeitiges und fachgerechtes Nutzen steigert ebenfalls den Zuwachs.

Darüberhinaus liefern Waldwirtschaftspläne wichtige zusätzliche Informationen über die dringendsten Nutzungen, die Nutzungsart, notwendige Pflegemaßnahmen und Gefährdungen.

Im Tiroler Gemeinschaftswald werden Waldwirtschaftspläne nach 20 Jahren neu erstellt. Ein Fortschreiben abgelaufener Pläne ist nicht möglich, da sich die tatsächliche Intensität der Bewirtschaftung und der Pflegemaßnahmen auf den zukünftigen Bestand und den Zuwachs sehr stark auswirken. Auch andere Faktoren die den Hiebsatz beeinflussen und neue Gefährdungen können über einen so großen Planungszeitraum hinaus nicht abgeschätzt werden.

Nur eine Neuaufnahme der Situation kann Fehlentwicklungen aufzeigen und ist daher Basis für eine zukünftige Bewirtschaftung.

Das Bewirtschaften nach aktuellen, behördlich genehmigten Waldwirtschaftsplänen in Agrargemeinschaftswäldern garantiert darüberhinaus einerseits dem einzelnen Mitglied, dass der Gemeinschaftsbesitz bestmöglich verwaltet wird und er zu seinem Recht kommt, andererseits bleiben die überbetrieblichen Interessen im Sinne der Landeskultur gewahrt.