Verjüngung des Tiroler Waldes

Diagramm: Faktoren mit stark negativem Einfluss auf die Waldverjüngung Zentralalpen
Diagramm: Beeinträchtigung der Waldverjüngung durch Schalenwild in Tirol

Ein Wald muss sich rechtzeitig verjüngen können, damit er seine vielfältigen Leistungen für den Eigentümer und die Gesellschaft nachhaltig erbringen kann. Stabile Wälder entstehen nur dann, wenn die auf den jeweiligen Standorten von Natur aus vorgesehenen Baumarten in ihnen aufwachsen können.  Neben dem Eigentümer und dem Forstgesetz fordern das besonders jene zu Recht, die auf den Schutz vor Naturgefahren und den wertvollen Lebensraum Wald angewiesen sind.

Die aktuellen Untersuchungen des Forstdienstes zeigen, dass von allen erhobenen Faktoren das Wild die Verjüngung des Waldes am meisten beeinflusst. Fast die Hälfte aller untersuchten Probeflächen in Tirol werden demnach vom Wild so stark beeinträchtigt, dass der Verjüngungszeitraum erheblich verlängert wird und wertvolle Mischbaumarten ausfallen. Hält dieser starke Einfluss an, ist ein landeskultureller Schaden auf diesen Flächen zu erwarten.

Bei genauerem Hinsehen zeigen die Untersuchungen ein differenziertes Bild. Im Zentralalpenraum ist der Wildeinfluss auf die Waldverjüngung – nicht zuletzt wegen der weniger wildschadensanfälligen fichtenreichen Waldbestände – geringer als im Nordalpenraum.

Die Tiroler Jagd- und Forst-Verantwortlichen haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der durch Schalenwild stark beeinflussten Verjüngungsflächen zu verringern. Dieses Ziel wurde noch nicht erreicht.

Details finden Sie im Tiroler Waldbericht 2010, 2011, 2012 und 2013.