Waldschäden

Im Jahr 2018 große Schäden durch Windwurf

Schneedruck und Windwurf

Balkendiagramm: Schadholz im Tiroler Wald durch Wind, Schnee und Muren

Im Jahr 2018 sind im Zuge von witterungsbedingten Extremereignissen rund 656.000 m³ Schadholz angefallen, den Hauptteil davon machten die Windwürfe im Oktober aus. Allein in Osttirol sind ca. 500.000 m³ Windwurfholz zu beklagen. Der Großteil dieses Schadholzes wird erst im Laufe des Jahres 2019 aufgearbeitet.

Schäden durch Borkenkäfer

Balkendiagramm: Schadholz im Tiroler Wald durch Borkenkäfer

Die Schäden durch Borkenkäfer liegen weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre, haben aber mit eine Gesamtmenge von 118.000 m³ um rund 10 % gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Die Borkenkäfer sind im Jahr 2018 für 11 % der gesamten Holznutzungsmenge Tirols verantwortlich.

Luftschadstoffe

Luftschadstoffe bewirken in den Pflanzen Stress. In unseren Wäldern treten derzeit keine akut giftigen Schadstoffbelastungen auf, jedoch können die über viele Jahre einwirkenden Schadstoffgehalte das Waldökosystem nachhaltig beeinflussen. Dadurch können Nährstoffeverhältnisse aus dem Gleichgewicht geraten und ausgewaschen werden und können die Bodenflora und die für das Baumwachstum so wichtige Mykorrhiza nachteilig beeinflusst werden. Der regional zu hohe Eintrag von Stickstoff und die vorherrschende Ozonbelastung sind langfristig für den Wald als kritisch zu bezeichnen. Der pH-Wert des Niederschlags hat in den letzten Jahren erfreulicherweise zugenommen. Damit ist der Niederschlag weniger sauer und werden weniger Nährstoffe aus den Nadeln ausgewaschen.
Externer Link Lexikon waldschädigende Luftverunreinigung und Klimawandel

Nutzungskonflikte und Verjüngung des Waldes

Balkendiagramm: Entwicklung der Gutachten über flächenhafte Gefährdung des Waldes durch Wildschäden in Tirol

Intensive Weidewirtschaft und nicht an den Lebensraum angepasste Wildstände bei Rot-, Reh- oder Gamswild können zu empfindlichen Schäden an der Waldverjüngung führen. Die Tanne kann sich z.B. derzeit aufgrund des Äsungsdruckes des Schalenwildes in vielen Wäldern des Nordalpenraumes nicht ausreichend verjüngen. Liegt eine flächenhafte Gefährdung des Waldes durch Wildschäden vor, so sind diese Bereiche gutachtlich zu erfassen und der Jagdbehörde mitzuteilen.

Im Jahr 2018 waren 69 Gutachten über eine flächenhafte Gefährdung des Waldes gültig. Diese beziehen sich auf eine Waldfläche von 1.322 ha. Die Gutachten mussten wegen Schälschäden und/oder Verbiss- und Fegeschäden erstellt werden. Darüber hinaus wurden in 70 Revieren waldgefährdende Wildschäden durch die Bezirksforstinspektionen an die Jagdbehörden gemeldet; diese betrafen 1.110 ha.

Inhaltliche Rückfragen zum Thema Wald richten Sie an: E-Mail waldschutz@tirol.gv.at