Badegewässerüberwachung in Tirol

Badegewässerüberwachung

Tirol führt im Rahmen der EU-Badegewässerüberwachung seit 1997 mikrobiologisch-hygienische Untersuchungen an ausgewählten Badeseen durch. Die entsprechenden Regelungen der Richtlinie 2006/7/EG über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung wurden in Österreich im  Bäderhygienegesetz und in der  Badegewässerverordnung umgesetzt.

In der  Verordnung vom 28. Juli 2015 hat der Landeshauptmann die 35 Tiroler Badegewässer samt Badestellen (Überwachungsstellen) festgelegt, an welchen in der Zeit vom 1. Juni bis 30. August Wasserproben entnommen und untersucht werden. Die Ergebnisse der 5 Untersuchungsdurchgänge werden regelmäßig veröffentlicht.

Die Badegewässerüberwachung wird in Tirol vom Amt der Tiroler Landesregierung, Sachgebiet Gewerberecht koordiniert. Die Untersuchungen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH - Institut für Lebensmitteluntersuchung Innsbruck (AGES Innsbruck) im Auftrag der Bezirksverwaltungsbehörden durchgeführt.

Bei den genannten Untersuchungen steht die mikrobiologische Beschaffenheit des Wassers im Mittelpunkt. Es werden die koloniebildenden Einheiten (KBE) der Bakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken bestimmt. Darüber hinaus werden weitere Parameter (z.B. pH-Wert, Sauerstoffsättigung oder Sichttiefe) beurteilt. Die Sichttiefe ist abhängig von Wetterbedingungen (z.B. starke Gewitter), von natürlichen Gegebenheiten (wie beispielsweise eine Braunfärbung bei "Moorseen") aber auch von der Dichte des Algenbewuchses. Aus diesem Grund sind neben den bakteriologisch-hygienischen Untersuchungen auch die gewässerökologischen Untersuchungen wichtig.

Gewässerökologie

Tirol führt entsprechende limnologische Untersuchungen bereits seit 1992 durch. Eine Übersicht über die Sichttiefen, die Phytoplankton-Biomassen und die Gesamt-Phosphor-Konzentrationen in den Tiroler Badegewässern von 1992-2017 finden Sie  hier, eine Übersicht über die Werte von 2017  hier. Die gewässerökologischen Untersuchungen werden der  Abteilung Wasserwirtschaft, Fachbereich Gewässerökologie, beim Amt der Tiroler Landesregierung koordiniert

Beteiligung der Öffentlichkeit:

Es ist möglich, Vorschläge, Bemerkungen und Beschwerden im Zusammenhang mit der Badegewässerüberwachung – insbesondere zur Erstellung, Überprüfung und Aktualisierung der Badegewässerlisten – vorzubringen. Dazu gibt es beim  Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz unter der E-Mail-Adresse  badegewaesser@sozialministerium.at ein spezielles Postfach, an das alle diesbezüglichen Anliegen gerichtet werden können.