Melach - Hochwasserschäden 2015

Hochwasserschadensbehebung Sellraintal 2015 - Melach

In der Au / Melach
In der Au / Melach

Eine über längere Zeit stationäre Gewitterzelle mit extremen Starkniederschlägen in der Nacht vom 07. auf den 08. Juni 2015 hat zu einem extremen Hochwasserereignis im Sellraintal geführt. Hauptauslöser für das enorme Schadensbild war ein massiver Mureinstoß aus dem Seigesbach, ein rechtsufriger Seitenbach der Melach bachaufwärts des Siedlungsgebietes von Sellrain.

Dokumentiert wurde dieses Ereignis auch durch den Pegel Au, in dem kurzzeitig ein extrem hoher Abflusswert gemessen wurde.

Am 23./24.07.2015 sowie auch am 04.08.2015 kam es zu weiteren Starkniederschlagsereignissen im Sellraintal, diesmal speziell im hinteren Talbereich von Lüsens. Dies führte zu Nachteinsätzen der Feuerwehren sowie der Gerätschaften der Bundeswasserbauverwaltung, vor allem um Gebäude im Ortsteil von Sellrain zu schützen.

Diese Hochwasserereignisse im Sommer 2015 führten fast zu einem Totalschaden an der Melach zwischen Kematen und Lüsens auf einer Länge von rund 23 km.

 

Im Zuge der Hochwasserschadensbehebungen wurden bzw. werden seitens der Bundeswasserbauverwaltung durchgeführt:

  • Geschieberäumungen im gesamten Gewässerbereich, vor allem im Ortskern von Sellrain
  • Räumung sämtlicher Auffangbecken
  • Beseitigung von Wildholztrieb inkl. Durchforstungsmaßnahmen
  • Wiederherstellung der Ufersicherungen mit schweren Bruchsteinen
  • Neubauten von Schwergewichtsmauern
  • Neugestaltung des Mündungsbereiches Seigesbach
  • Aufweitung und Strukturierung des Gewässerbettes
  • Bepflanzung der neuen Uferböschungen

 

Die Abwicklung der Förderungsangelegenheiten erfolgen durch das Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Wasserwirtschaft, Sachgebiet Schutzwasserwirtschaft und Gewässerökologie, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung VII/5 sowie den betroffenen Gemeinden. Die Bauabwicklung erfolgt über das Baubezirksamt Innsbruck. Die Gesamtkosten für die Hochwasserschadensbehebung, welche die Bundeswasserbauverwaltung betreffen (Melach), werden mit rund 6,25 Mio. Euro veranschlagt.

Für die Umsetzung der Maßnahmen waren alleine für die Bundeswasserbauverwaltung über 40 Geräte (Bagger, LKW, Mulden, etc...) zeitgleich (über 3 Monate) im Einsatz. Die Sanierungsmaßnahmen werden im Jahr 2016 weitergeführt und 2017 abgeschlossen.

Die Aufräumungsarbeiten und Sanierungsmaßnahen wurden bzw. werden in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, der Abteilung Bodenordnung, dem Forsttechnischen Dienst für Wildbach und Lawinenverbauung, der Landesstraßenverwaltung, dem Landeskulturfond, den Waldaufsehern sowie den betroffenen Gemeinden und den einzelnen Grundeigentümern durchgeführt.

 

Weitere gesamtheitliche Daten:

  • Rund 12,25 Millionen Euro beträgt der Gesamtaufwand für die Sanierung der Hochwasserschäden an der L 13 Sellraintalstraße und an der Melach.
  • Für die Bau- und Schutzmaßnahmen entlang der Melach wurden ca. 22.000 m² Privatgrund eingelöst.
  • Der Landeskulturfonds (LKF) erwirbt in der Gemeinde Sellrain 50.000 m² Grund. Die Flächen stehen als Tausch- und Ersatzflächen zur Verfügung.
  • Grundzusammenlegung: 549 Grundstücke von 145 betroffenen Grundstückseigentümer/Innen auf einer Gesamtfläche von 122 Hektar in Sellrain und Gries umfasst die geplante Neueinteilung der Grundstücke. Ziele: Wiederherstellung einer funktionierenden Agrarstruktur sowie Ausgleich für Flächenverluste und Grundaufbringung für Schutzbauten. Grund braucht beispielsweise auch die Wildbach- und Lawinenverbauung, für das bereits errichtete neue Geschieberückhaltebecken am Seigesbach benötigte man eine Fläche von rund 10.000 m².
  • Das neue Geschieberückhaltebecken am Seigesbach fasst rund 60.000 m³. Die Gesamtkosten der Schutzbaumaßnahmen an den Wildbächen der WLV betragen rund 1,8 Millionen Euro.
  • Die Landesstraßenverwaltung saniert an 15 Stellen auf rund 330 Metern die L13 Sellraintalstraße und sichert alle Galerien.
  • Im Sommer 2016 wird eine 84 m lange neue Galerie um rund 2,5 Millionen Euro gebaut.
  • Vor Ort wurden rund 10.000 m³ Murmaterial aufbereitet und für die Sanierung der Landesstraße verwendet.

 

 Bautafel

 Hochwasser 2015

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