Verkehrsplanung

Überkopfwegweiser

Die Hauptaufgabe der Verkehrsplanung besteht in der Entwicklung und Umsetzung von Strategien zur nachhaltigen Sicherung und Verbesserung der Mobilität in Tirol. Um die Verkehrsnachfrage verstärkt auf energie- und umweltschonende Verkehrsmittel zu richten, sind bewusstseinsbildende Maßnahmen wichtig (Mobilitätsprogramm).

Verkehrsplanung umfasst sämtliche Verkehrsträger und Formen der Verkehrsabwicklung - wie Fußgänger, Radfahrer, Öffentlicher Verkehr, motorisierter Individualverkehr, auch Güterverkehr einschließlich der intermodalen Aspekte. Durch Analyse und Modellierung des Verkehrs werden infrastrukturelle, verkehrsorganisatorische und politische Maßnahmen in Bezug auf ihre verkehrlichen Wirkungen untersucht und bewertet. Mit neuen Technologien wird die Effizienz der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur verbessert (Verkehrssteuerung).

Die Verkehrsentwicklungen auf Straße und Schiene sowie das Mobilitätsverhalten werden zur Vorbereitung verkehrspolitischer Entscheidungen (Verkehrspolitik) laufend analysiert.

Tirol ist wie kein anderes Bundesland in Österreich vom grenzüberschreitenden Verkehr betroffen. Die Verlagerung des Straßengüterfernverkehrs (Lkw-Transit) auf die Schiene stellt ein zentrales politisches Ziel dar. Neben dem Ausbau der Eisenbahninfrastruktur am Brennerkorridor (Unterinntaltrasse, Brenner Basistunnel) sind auch die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen für den Güterfernverkehr weiter zu entwickeln, um eine Verlagerung zu erreichen. Verkehrliche Maßnahmen nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft sind nach den verkehrlichen und umweltrelevanten Auswirkungen zu bewerten.

Die besonderen verkehrlichen Herausforderungen im Zentralraum rund um die Landeshauptstadt Innsbruck erfordern eine neue, leistungsfähige und attraktive Verbindung in Ost-West-Richtung (Regionalbahn). Die einzelnen Systeme im ÖV (Schienenfernverkehr, S-Bahn, Regionalbahn, Regionalbusse, Durchmesserlinien, Straßenbahn, Stadtbusse) sind in ihrer Netzwirkung abzustimmen. In peripheren Regionen sind spezielle Lösungen eines bedarfsgerechten ÖV-Angebotes zu entwickeln. Die Zubringerverkehre sind vor allem verkehrsträgerübergreifend zu planen.