1.200 Zurückweisungen beim ersten Winter-Wochenendfahrverbot

LH Platter: „Bilanz bestätigt Notwendigkeit dieser Notwehrmaßnahme“

Kategorien:  LH PlatterLHStvin FelipeVerkehr

Von Samstag, 21. Dezember, bis Sonntag, 22. Dezember 2019, waren erstmalig die Winter-Wochenendfahrverbote in Tirol in Kraft, um dem massiven Ausweichverkehr bei Stausituationen auf den Transitrouten entgegenzuwirken. Durchreisende VerkehrsteilnehmerInnen können damit nicht auf das niederrangige Straßennetz ausweichen, um den Stau zu umfahren. Diese Maßnahme, von welcher der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr ausgenommen ist, gilt bis 13. April 2020: jeweils an Samstagen von 7 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 17 Uhr auf ausgewählten Straßenabschnitten in den Bezirken Kufstein, Reutte, Schwaz und Innsbruck-Land. Bei einem Verstoß gegen die Fahrverbote ist mit Strafen mit bis zu 60 Euro zu rechnen.

Dank an Polizei, Aufsichtsorgane und AutofahrerInnen

„Unser Dank gilt den Einsatzkräften der Polizei und den Straßenaufsichtsorganen, die eine flächendeckende Kontrolle der Wochenendfahrverbote in Tirol gewährleistet haben sowie den AutofahrerInnen, die sich kooperativ gezeigt haben. Am Wochenende wurden landesweit insgesamt 1.200 Zurückweisungen verhängt. Diese Bilanz bestätigt die Notwendigkeit dieser Notwehrmaßnahmen“, berichten LH Günther Platter und Verkehrslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe. Verstopfte Ortsdurchfahrten wie heuer zu Pfingsten, als selbst Rettungskräften der Weg zum Einsatzort versperrt war, gehören durch die Fahrverbote der Vergangenheit an. „Unsere Erfahrungen vom Sommer haben sich am letzten Winterwochenende bestätigt. Die gewünschte Verkehrsentlastung der Bevölkerung ist wieder eingetreten. Das Wochenendfahrverbot zeigt Wirkung. Die Einführung dieser Maßnahme war eine mehr als richtige Entscheidung der Landesregierung“, freut sich LH Günther Platter.

„Wir konnten die Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den betroffenen Gemeinden aufrechterhalten. Ohne die Fahrverbote wäre es vielerorts zu massiven Überlastungen gekommen. Die Kommunikation hat funktioniert, die Verkehrsteilnehmenden haben sich größtenteils informiert und mit großer Mehrheit Verständnis für die Maßnahmen gezeigt“, resümiert Verkehrslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe, erwartet aber für die kommenden Wochenenden weitere Belastungstests für das Tiroler Straßennetz, „denn die besonders intensiven Verkehrswochenenden stehen noch bevor.“

Nicht blindlings auf das „Navi“ vertrauen

Oberst Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung der Tiroler Polizei: „Hotspot war der Bezirk Reutte. Der Ausweichverkehr konnte durch die gesetzten Maßnahmen weitgehend unterbunden werden. Der Verkehrsfluss war in allen betroffenen Ortsdurchfahrten sehr gut gewährleistet. Das Problem sind nach wie vor die Navigationsgeräte in den Fahrzeugen – die Tiroler Fahrverbote werden noch nicht von allen Systemen übernommen. Die AutofahrerInnen dürfen sich dann nicht blindlings auf die Nebenrouten umleiten lassen, sondern haben auf die vor Ort gut erkennbaren Fahrverbotsbeschilderungen zu achten und diesen Folge zu leisten.“

Factbox Zurückweisungen 21./22. Dezember 2019

Bezirk Kufstein: o FV Unterinntaler Straße L211 Niederbreitenbach: ca. 70 zurückgewiesene Fahrzeuge auf der L221 in Niederbreitenbach (Anschlussstelle Kirchbichl), keinerlei Problemstellungen mit den Autofahrern o FV Buchberger Straße L295: keine Auffälligkeiten, keine Zurückweisungen o FV Alte Erler Straße: keine Auffälligkeiten, keine Zurückweisungen o FV Gemeindestraße Krankenhaus Endach: keine Auffälligkeiten, keine Zurückweisungen o Dosierampeln Kufstein/Niederndorf/Ebbs: waren zum Teil in Betrieb, es bildeten sich dort aber keine längeren Rückstaus

Bezirk Schwaz: o FV Jenbacher Straße L7: ca. 50 Zurückweisungen o FV Brucker Straße L294 : ca. 50 Zurückweisungen

Bezirk Innsbruck-Land: o FV Ellbögener Straße L38: nur geringes Verkehrsaufkommen und keine Zurückweisungen o Dosierampeln Matrei a. Br. und Gries a. Br.: nicht in Betrieb, der Bedarf zur Aktivierung war aufgrund des Verkehrsaufkommens nicht gegeben

Bezirk Reutte: o FV Pinswanger Straße L288 : ca. 300 Zurückweisungen o FV Reuttener Straße L69 (Abfahrt Reutte Nord und Kreisverkehr Wiesbichl): ca. 700 Zurückweisungen o Dosierampel Reutte Süd: in Betrieb

Weitere Informationen: www.tirol.gv.at/fahrverbote