EUSALP Aktionsgruppe 4 Mobilität

Mit dem offiziellen Auftakt der Europäischen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) im Januar 2016, hat die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino die Leitung der EUSALP Aktionsgruppe 4 Mobilität (Action Group 4 Mobility) übernommen und das Sachgebiet Verkehrsplanung der Landesverwaltung Tirol mit der federführenden Abwicklung und strategischen Umsetzung der Leadfunktion betraut.

Strategie der Europäischen Union für den Alpenraum (EUSALP)

"EUSALP Logo"

Der EUSALP-Raum erstreckt sich über insgesamt sieben Alpenländer, fünf EU-Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien) sowie zwei Drittstaaten (Liechtenstein und die Schweiz) und umfasst somit ca. 70 Mio. Menschen aus 48 Alpenregionen. Mit seiner einzigartigen Geografie und Natur zählt der Alpenraum zu den wirtschaftlich dynamischsten, innovativsten und wettbewerbsfähigen Gebieten Europas. Allerdings sieht sich dieser mit großen Herausforderungen konfrontiert, und es bedarf eine grenzübergreifende Zusammenarbeit um die Zukunftsfähigkeit der Alpenregionen zu garantieren. So legt die Alpenraumstrategie den Fokus auf die Bereiche Wirtschaftswachstum und Innovation, Mobilität und Erreichbarkeit sowie Umwelt und Energie. Eine makroregionale Strategie bietet einen Rahmen zur koordinierten Entwicklung von Lösungsansätzen für gemeinsame Themen, Problemlagen und Herausforderungen, die über die Grenzen einzelner Verwaltungsregionen hinweg reichen und welche die Lösungskompetenz eines einzelnen Staates oder einer Region übersteigen.

Europaregion als Leiter der EUSALP Aktionsgruppe 4 Mobilität

Der ständig wachsende Verkehr und der Klimawandel zählen zu den größten Herausforderungen für die Entwicklung der Alpenregionen. Aufgrund ihrer topographischen und meteorologischen Besonderheiten sind die Berggebiete von den Auswirkungen des zunehmenden Verkehrs besonders belastet. Um dem entgegenzusteuern bedarf es einer länderübergreifenden Abstimmung und einer einheitlichen Implementierung von Verkehrsstrategien auf breiter Ebene. Die EUSALP Aktionsgruppe 4 Mobilität (AG4) bietet die Plattform für eine Zusammenarbeit mit dem Ziel, ein gemeinsames Verständnis für Verkehrspolitik und Mobilität mit konkreten Zielen, Aktionen und Verantwortlichkeiten im gesamten Alpenraum zu entwickeln. Die Ziele der AG4 liegen in der Förderung des nachhaltigen Verkehrs durch den Ausbau der Intermodalität und Interoperabilität im Personen- und Güterverkehr, in der Förderung der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene mit dem Fokus auf die Harmonisierung der Mautsysteme, sowie in der Zusammenarbeit und Integration zwischen bereits bestehenden Netzwerken und Strukturen im Bereich Verkehr im Alpenraum; darunter mit der Arbeitsgruppe Verkehr der Alpenkonvention, dem Zürich Prozess sowie mit dem Netzwerk der Alpenregionen iMONITRAF!. Das Arbeitsprogramm der AG4 umfasst, neben themenübergreifenden Aktivitäten, folgende drei Schwerpunkte(1) Umsetzung der Maßnahmen zur Verkehrsverlagerung mit dem Fokus auf Mautsysteme, (2) Infrastruktur für nachhaltigen Verkehr, sowie (3) Verknüpfung öffentlicher Verkehrssysteme. Diese für die nächsten drei Jahre ausgelegten Themenschwerpunkte wurden unter Einbeziehung aller teilnehmenden Partner im Rahmen der im März und Juni 2016 stattgefundenen Aktionsgruppentreffen beschlossen.

Sachgebiet Verkehrsplanung übernimmt federführende Leitung der EUSALP Aktionsgruppe 4 Mobilität

v.li.: LH Günther Platter, LHStvin Ingrid Felipe und DI Ewald Moser als strategischer Leiter der AG4 beim Kick Off Meeting am 09.03.2016 in Innsbruck
v.li.: LH Günther Platter, LHStvin Ingrid Felipe und DI Ewald Moser als strategischer Leiter der AG4 beim Kick Off Meeting am 09.03.2016 in Innsbruck

Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino wurde nach erfolgreicher Bewerbung mit der Umsetzung der Aktionsgruppe 4 Mobilität der EUSALP beauftragt. Die federführende Abwicklung und Koordinierung der Aktionsgruppe hat das Sachgebiet Verkehrsplanung des Landes Tirol übernommen. Dieses setzt sich seit langem intensiv mit Verkehrs- und Transitthemen im Zusammenhang mit dem Brenner, dem am stärksten befahrenen Übergang im gesamten Alpenraum, auseinander und stellt dadurch ein hohes Maß an Expertise im Bereich Verkehr und Mobilität zur Verfügung, auf die im Rahmen der AG4 zurückgegriffen werden kann. Die Leitung der Aktionsgruppe 4 Mobilität (AG4) stellt innerhalb der Europaregion die kontinuierliche Abstimmung mit den jeweils zuständigen Verwaltungsabteilungen der drei Regionen, dem Sachgebiet Verkehrsplanung des Landes Tirol, dem Amt für Mobilität der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Abteilung Zivilschutz und Infrastrukturen der Autonomen Provinz Trient, sicher. Auch von politischer Seite erfährt die AG4 große Unterstützung; sowohl die drei Landeshauptmänner der Euregio als auch die zuständigen MobilitätslandesrätInnen sind durch die Teilnahme an den Aktionsgruppentreffen und Mobilitätskonferenzen aktiv in den Arbeitsprozess der AG4 eingebunden. Die Aktionsgruppe Mobilität ist mit insgesamt 22 Staaten und Regionen die am stärksten besetzte Arbeitsgruppe der Alpenraumstrategie. Die hohe Anzahl von Partnern verdeutlicht das rege Interesse und die Bedeutung der Themen Verkehr und Mobilität im Alpenraum sowie das Verständnis dafür, dass sich ein zukunftsfähiges Verkehrssystem nur in Zusammenarbeit realisieren lässt.

Kontakt:

EUSALP AG4 Lead Team
Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino
Land Tirol - SG Verkehrsplanung

Ewald Moser  ewald.moser@tirol.gv.at
Patrick Skoniezki  patrick.skoniezki@tirol.gv.at
Johanna Thöni  johanna.thoeni@tirol.gv.at

 Website EUSALP AG4