Winterreifen- und Kettenmitnahmeverpflichtung

 

Fahrzeugkategorien für die Winterreifen- und Kettenmitnahmeverpflichtung

Omnibusse:

Fahrzeuge für die Personenbeförderung mit mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz

Winterreifenpflicht  1. November – 15. März
Schneekettenmitführverpflichtung 1.  November – 15. April 

LKW: 

Fahrzeuge für die Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t

Winterreifenpflicht  1. November – 15. April
Schneekettenmitführverpflichtung 1.  November – 15. April  

Für LKW und Busse gilt, dass Winterreifen zumindest auf den Rädern einer Antriebsachse montiert sein müssen. Der Zweck dieser Bestimmung, die alle KFZ über 3,5 t zur Verwendung von Winterreifen und zur Mitnahme von Schneeketten verpflichtet, soll verhindern, dass im Winter Straßen durch hängengebliebene Schwerfahrzeuge unpassierbar werden.    

Fahrzeugkategorien für die nur Winterreifenpflicht gilt: 

PKW und LKW bis 3,5 t:

Winterreifenpflicht  1. November – 15. April aber nur bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen 
Bei PKW und LKW bis 3,5 t gilt, dass auf allen  Rädern entsprechende Winterreifen montiert sein müssen, wenn winterliche Fahrbahnverhältnisse herrschen.
Als winterliche Fahrbahnverhältnisse führt das Gesetz beispielhaft  Schneefahrbahn, Schneematsch oder Eis an. Wenn die Fahrbahn mit einer zusammenhängenden oder nicht nennenswert unterbrochenen Schnee- oder Eisschicht bedeckt ist, können alternativ auch Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern angebracht werden.

Verwendung von Spikereifen:

Die Verwendung von Spikereifen ist jeweils vom 1. Oktober bis zum 31. Mai des nächsten Jahres erlaubt.   Nicht nur bei Schnee- und Eisfahrbahnen weisen Winterreifen eine bessere Griffigkeit als Sommerreifen auf, bei Temperaturen von unter + 7 Grad Celsius verhärtet sich die Gummimischung bei Sommerreifen, wodurch sich die Haftung der Reifen auf der Fahrbahn verschlechtert und z.B. beim Bremsen zur Verlängerung des Bremsweges führt.  

Strafbarkeit:

Verstöße gegen die bestehende Regelung werden ausnahmsweise mit Organstrafverfügung, ansonsten mit einer Anzeige an die Behörde geahndet. Der Strafrahmen für Anzeigen bei der Behörde liegt bei 5.000.-.