Neuerlich Wolfsverdacht in Osttirol

Ein weiteres totes Schaf im Gemeindegebiet von Leisach aufgefunden

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Nachdem bereits am Freitag, den, den 21. August 2020 im Gemeindegebiet von Leisach in Osttirol zwei Schafe und am 23. August ein weiteres Schaf tot aufgefunden wurden, wurden der Behörde gestern, Mittwoch, neuerlich ein gerissenes Schaf gemeldet. Der zuständige Amtstierarzt hat das Tier noch am Abend begutachtet und Proben für die genetische Analyse genommen. Auch beim neuesten Rissereignis besteht aufgrund der festgestellten Verletzungen der konkrete Verdacht auf Beteiligung eines Wolfs.

Aus dem Gemeindegebiet von Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel) wurden der Behörde fünf tote sowie eine verletzte Ziege gemeldet. Im Zuge der amtstierärztlichen Begutachtung wurden Hinweise auf die Beteiligung eines Wolfs festgestellt. Bereits Anfang Juni wurden im Gemeindegebiet von Kirchdorf elf Ziegen von einem Wolf gerissen. Diesem Wolf werden auch die Schafrisse im Kaiserwinkel zugeordnet.

Bei einem aktuellen Schafsriss im Gemeindegebiet von Steinach am Brenner müssen die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen abgewartet werden

Ergebnisse DNA-Analysen

Für Navis (Bezirk Innsbruck Land) liegt ein weiteres Ergebnis der genetischen Untersuchung von Tupferproben eines Schafs vor. Wieder wurde die DNA eines Wolfs aus der italienischen Population nachgewiesen. In Summe wurden der Behörde aus dem Gemeindegebiet von Navis zehn tote Schafe gemeldet.

Das Ergebnis der DNA-Analyse eine Probe, die am 17. August in Pfunds (Bezirk Landeck) genommen wurde, hat neuerlich einen Wolf aus der italienischen Population ergeben. Ob es sich dabei um jene Wölfin mit der Bezeichnung 70 FATK handelt, der die Risse in Serfaus, in See und in Spiss zugeordnet werden, kann erst nach Vorliegen der Ergebnisse der Genotypisierung, also der Bestimmung des Individuums, mit Sicherheit gesagt werden.
 

www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs