Seilwegbau

Landwirtschaftliche Seilwege stellen eine Erschließungsalternative dort da, wo Fahrwege aus verschiedensten Gründen, wie z.B.: schwierige Geländegegebenheiten, naturschutzfachlicher Überlegungen (z.B.. Nationalparkgebiet), etc. nicht realisierbar sind. Durch den Einsatz neuester Technik, die unter anderem die Möglichkeit bietet, einen Seilweg auch ohne eigenen Maschinisten zu betreiben (Automatikbetrieb), sind landwirtschaftliche Seilwege zur Versorgung extrem gelegener Bergbauern- und Almbetriebe und zur Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung extremer Steilflächen im Tal- und Almgebiet sowie von Bergwiesen nach wie vor unverzichtbar.

Nach Funktion und Ausstattung lassen sie sich in folgende Seilwege-Kategorien unterteilen:

  • landwirtschaftliche Wirtschaftsaufzüge
    Klassische Ausführung im Hofbereich zur Heubergung, Düngerausbringung und Milchabfuhr. In extrem gelegenen Almen und für Bergwiesenbereich zusätzlich zum Transport von Lebensmitteln, Baumaterialien und sonstigen lebensnotwendigen Gütern.
  • landwirtschaftliche Materialseilbahnen
    Zur Überwindung größerer Distanzen, technisch aufwendiger als ein Wirtschaftsaufzug und in der Regel für größere Nutzmassen ausgelegt. Materialseilbahnen sind fast ausschließlich zur wirtschaftlichen Versorgung und zum Abtransport von Produkten auf Almen eingesetzt.
  • landwirtschaftliche Materialseilbahnen mit Personenbeförderung (eingeschränkter Benützerkreis)
    Diese Seilwege sind technisch so ausgestattet, dass neben dem Güter- auch Personentransporte erfolgen können. Dementsprechend dienen sie auch heute noch der Erschließung extrem gelegener Bergbauernhöfe, aber in in der Mehrzahl der Erschließung mittels Fahrweg nicht erschließbarer Almen.

Für Nord- und Osttirol sind die jeweiligen Ansprechpersonen des Sachgebiets Ländlicher Raum bzw. die Agrar Lienz zuständig.

Verfahrensablauf



Agrartechnischer Maschinenhof Osttirol



Projektbeispiele (mit Fotodokumentation)