3. Wie hoch ist die Wohn-Beihilfe?

Die Höhe der Wohn-Beihilfe hängt ab

  • von der Größe des Haushalts,
    also wie viele Personen in einem Haushalt leben.
  • vom monatlichen Familien-Einkommen.
  • vom anrechenbaren Wohnungs-Aufwand.

3.1 Wie setzt sich der Wohnungs-Aufwand zusammen?

Der Wohnungs-Aufwand setzt sich aus Teilen der Miete zusammen,
zum Beispiel:

  • Aus der Rückzahlung von Krediten
  • Aus der Rückzahlung von eigenen Geld-Mitteln
    vom Vermieter oder von der Vermieterin
  • Aus den Wohn-Kosten für die Instand-Haltung und
    für die Mehrwert-Steuer, wenn diese anfällt.

Eine Wohn-Beihilfe gibt es nur für die Bau-Kosten.

3.2 Wie wird der Wohnungs-Aufwand berechnet?

Die Grundlage für das Errechnen vom Wohnungs-Aufwandist die endgültige Abrechnung.
Wenn die endgültige Abrechnung noch nicht vorliegt,
gilt die Zusicherung für die Förderung als Grundlage.
Es ist wichtig, wie die Wohnung bezahlt worden ist.
Zum Beispiel mit einem Bank-Kredit, mit eigenen Mitteln oder
mit einem Wohnbauförderungs-Kredit.

Der Wohnungs-Aufwand vermindert sich um alle sonstigen Zuschüsse.

Wenn Ihre Wohnung oder Ihr Haus
nicht in verdichteter Bauweise errichtet ist,
bekommen Sie nur ausnahmsweise eine Wohn-Beihilfe.

3.3 Welche Nutzfläche  wird gefördert?

Bei einem Haushalt mit einer Person
werden höchstens 50 m2 Nutzfläche angerechnet.
Für jede weitere Person im selben Haushalt
werden zusätzlich höchstens 20 m2 Nutzfläche angerechnet.
Insgesamt werden aber höchstens 150 m2 Nutzfläche angerechnet.

3.4 Wie weisen Sie Ihr Einkommen nach?

Als Nachweis für Ihr Einkommen oder Ihr Familien-Einkommen
müssen Sie den Jahres-Lohnzettel vom letzten Jahr oder
den aktuellsten Steuerbescheid über Ihr Einkommen vorlegen.
Bei Landwirten müssen Sie den Bescheid über den Einheits-Wert vorlegen.

Andere Einkommen:
Für die Berechnung vom Familien-Einkommen
gelten auch folgende Einkommen:

  • Unterhalts-Leistungen
    Das können Leistungen sein, die Sie bekommen oder
    die Sie bezahlen müssen.
  • Steuerfreie Bezüge,
    zum Beispiel Wochen-Geld, Arbeitslosen-Geld,
    Karenzurlaubs-Geld oder Kinderbetreuungs-Geld.

Wichtig:
Wenn Sie eine Förderung beantragen,
müssen Sie alle Einkommen nachweisen:

  • Ihr eigenes Einkommendas
  • Einkommen von Ihrem Partner oder von Ihrer Partnerin
    Das Einkommen von anderen Personen,
    die im selben Haushalt leben und
  • für die es keine Familien-Beihilfe gibt

Von diesen Personen wird ein Drittel des Einkommens,
aber wenigstens der Mindest-Satz
nach dem Tiroler-Mindest-Sicherungs-Gesetz herangezogen.
Die Lehrlings-Entschädigung wird aber nicht
zum Familien-Einkommen dazugezählt.

Weitere Nachweise:
Wenn Sie ein viel zu niedriges Einkommen
im Verhältnis zum Wohnungs-Aufwand angeben,
müssen Sie weitere Nachweise bringen.
Zum Beispiel eine Erklärung, die das Land glauben kann.
Oder das Land geht von den aktuellen Richtsätzen
nach dem Tiroler Mindest-Sicherungs-Gesetz aus.

3.5 Wie wird die zumutbare Belastung für  den Wohnungs-Aufwand berechnet?

Die zumutbare Belastung für den Wohnungs-Aufwand
ergibt sich aus dem monatlichen Familien-Einkommen und
der Zahl der Personen, die im Haushalt wohnen.
Die zumutbare Belastung für den Wohnungs-Aufwand
wird in Prozent angegeben.
Das Zeichen für Prozent ist %.
Grundlage für die Berechnung
ist ein Zwölftel vom Netto-Einkommen einer Familie.

Die genaue Berechnung sehen Sie in dieser Tabelle:

Zumutbare Belastung für den Wohnungs-Aufwand, wenn man höchstens 1200 € Netto-Einkommen hat
Anzahl der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bis 1000 € über 1000 € bis 1040 € über 1040 € bis 1080 € über 1080 € bis 1120 € über 1120 bis 1160 € über 1160 € bis 1200 €
1 - 0,1 bis 1% 1,1 bis 2% 2,1 bis 3% 3,1 bis 4% 4,1 bis 5%
2 - - - 0,1 bis 1% 1,1 bis 2% 2,1 bis 3%
3 - - - - - 0,1 bis 1%
4 - - - - - -
5 - - - - - -
6 - - - - - -
7 - - - - - -
8 - - - - - -
9 - - - - - -
10 - - - - - -
Zumutbare Belastung für den Wohnungs-Aufwand, wenn man 1200 € bis 1400 € Netto-Einkommen hat
Anzahl der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen über 1200 € bis 1240 € über 1240 € bis 1280 € über 1280 € bis 1320 € über 1320 € bis 1360 € über 1360 € bis 1400 €
1 5,1 bis 6% 6,1 bis 7% 7,1 bis 8% 8,1 bis 9% 9,1 bis 10%
2 3,1 bis 4% 4,1 bis 5% 5,1 bis 6% 6,1 bis 7% 7,1 bis 8%
3 1,1 bis 2% 2,1 bis 3% 3,1 bis 4% 4,1 bis 5% 5,1 bis 6%
4 - 0,1 bis 1% 1,1 bis 2% 2,1 bis 3% 3,1 bis 4%
5 - - - 0,1 bis 1% 1,1 bis 2%
6 - - - - -
7 - - - - -
8 - - - - -
9 - - - - -
10 - - - - -
Zumutbare Belastung für den Wohnungs-Aufwand, wenn man 1400 € bis 1600 € Netto-Einkommen hat
Anzahl der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen über 1400 € bis 1440 € über 1440 € bis 1480 € über 1480 € bis 1520 € über 1520 € bis 1560 € über 1560 € bis 1600 €
1 10,1 bis 11% 11,1 bis 12% 12,1 bis 13% 13,1 bis 14% 14,1 bis 15%
2 8,1 bis 9% 9,1 bis 10% 10,1 bis 11% 11,1 bis 12% 12,1 bis 13%
3 6,1 bis 7% 7,1 bis 8% 8,1 bis 9% 9,1 bis 10% 10,1 bis 11%
4 4,1 bis 5% 5,1 bis 6% 6,1 bis 7% 7,1 bis 8% 8,1 bis 9%
5 2,1 bis 3% 3,1 bis 4% 4,1 bis 5% 5,1 bis 6% 6,1 bis 7%
6 0,1 bis 1% 1,1 bis 2% 2,1 bis 3% 3,1 bis 4% 4,1 bis 5%
7 - - 0,1 bis 1% 1,1 bis 2% 2,1 bis 3%
8 - - - - 0,1 bis 1%
9 - - - - -
10 - - - - -
Zumutbare Belastung für den Wohnungs-Aufwand, wenn man über 1600 € Netto-Einkommen hat
Anzahl der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen über 1600 € bis 1640 € über 1640 € bis 1680 € über 1680 € bis 1720 € über 1720 € bis 1760 € über 1760 € für jeweils weitere 4 € um 0,1% mehr, höchstens
1 15,1 bis 16% 16,1 bis 17% 17,1 bis 18% 18,1 bis 19% 23%
2 13,1 bis 14% 14,1 bis 15% 15,1 bis 16% 16,1 bis 17% 22%
3 11,1 bis 12% 12,1 bis 13% 13,1 bis 14% 14,1 bis 15% 21%
4 9,1 bis 10% 10,1 bis 11% 11,1 bis 12% 12,1 bis 13% 20%
5 7,1 bis 8% 8,1 bis 9% 9,1 bis 10% 10,1 bis 11% 19%
6 5,1 bis 6% 6,1 bis 7% 7,1 bis 8% 8,1 bis 9% 18%
7 3,1 bis 4% 4,1 bis 5% 5,1 bis 6% 6,1 bis 7% 17%
8 1,1 bis 2% 2,1 bis 3% 3,1 bis 4% 4,1 bis 5% 16%
9 - 0,1 bis 1% 1,1 bis 2% 2,1 bis 3% 15%
10 - - - 0,1 bis 1% 14%

Bei einem monatlichen Familien-Einkommen bis 2.300 Euro
vermindert sich der Wohnungs-Aufwand um bis zu 6 Prozent.
Das sind ungefähr 100 bis 130 Euro.
Dies gilt bei folgenden Haushalten:

  • Bei Haushalten,
    bei denen ein Mitglied um mindestens 55 Prozent
    vermindert erwerbsfähig ist.
    55 Prozent sind etwas mehr als die Hälfte.
  • Bei Haushalten mit einem behinderten Kind.
  • Bei Familien.Als Familie gelten miteinander verheiratete Personen
    mit oder ohne Kinder.
    Als Familie gelten auch Allein-Erhalter oder Allein-Erhalterinnen
    mit wenigstens einem Kind im selben Haushalt,
    für das es Familien-Beihilfe gibt.

Wichtig:
Es gibt keine Beihilfen unter 7 Euro.
Wenn Sie die Beihilfe zu Unrecht empfangen haben,
müssen sie die Beihilfe zurück zahlen.