Coronavirus: Maßnahmen im Bezirk Schwaz

Schwerpunktkontrollen bei Handels- und Friseurbetrieben: 123 Kontrollen, 36 Anzeigen

Kategorien:  CoronaGesundheit AutorIn: Maximilian Brandhuber
negativer Antigentest, Symbolbild

Um gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen – vor allem der Südafrika-Variante – vorzugehen, wurden vonseiten des Einsatzstabes des Landes Tirol bereits vergangene Woche sowohl ein tirolweites 9-Punkte Maßnahmenpaket als auch ein 6-Punkte Schwerpunktprogramm für den hauptbetroffenen Bezirk Schwaz gesetzt. Eine zusätzliche Maßnahme ist dabei die verschärfte Kontrolle der Einhaltung der COVID-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstandsregeln und Ausgangsbeschränkungen durch die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Schwaz gemeinsam mit der Polizei. Am vergangenen Wochenende, von 12. bis 14. Februar 2021, wurden im Zuge von Schwerpunktkontrollen bei Handels- und Friseurbetrieben im Bezirk Schwaz 123 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 36 Anzeigen erstattet.

„Wir sind sowohl österreichweit als auch international mit einer zunehmenden Häufung an Mutationsfällen des Coronavirus konfrontiert. Die südafrikanische Variante ist auch in Tirol und dabei vor allem im Bezirk Schwaz bereits aufgefunden worden. Wir nehmen das sehr ernst und gehen daher mit der notwendigen Härte gegen eine Ausbreitung der Virusvariante vor. Die Bekämpfung der Pandemie hat oberste Priorität“, betont Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes CORONA, und führt weiter aus: „Mit den laufenden Kontrollen in Verbindung mit einer intensiven Testoffensive und strengsten Kriterien beim Contact Tracing verfolgen wir eine ganz klare Linie auf mehreren Ebenen: genau hinsehen, handeln und nachhaltig das Bewusstsein für die Einhaltung der Maßnahmen stärken.“ Bezirkshauptmann Michael Brandl ergänzt dahingehend: „Es kann festgehalten werden, dass im Bezirk Schwaz die Unternehmen insgesamt sehr bemüht um die Einhaltung der geforderten Maßnahmen sind, vor allem auch die kleinen Handelsbetriebe und besonders die Friseurbetriebe, wo es fast gar keine Beanstandungen gab. In größeren Handelsketten, wo mehr Menschen zusammenkommen und die gefühlte Anonymität größer ist, gibt es noch Verbesserungsbedarf – wenn auch dort natürlich pflichtbewusst ein sehr großes Augenmerk auf die korrekte Vorgehensweise vorherrscht. Grundsätzlich werden die durchgeführten Maßnahmen und Kontrollen seitens der Bevölkerung im Bezirk Schwaz größtenteils befürwortet, auch bei den Klein- und Mittelbetrieben herrschte Verständnis. Es wurde großteils sogar erfreut darauf reagiert, dass die zusätzlich in Maßnahmen investierten Aufwendungen auch seitens der Behörden kontrolliert werden.“

Überprüfungen in Unterkünften und bei Skibetrieb

Parallel zu den Kontrollen bei Handels- und Friseurbetrieben fanden in den vergangenen Tagen und Wochen im Bezirk Schwaz auch Kontrollen von meldegesetzlichen Auflagen und die Einhaltung der bei Skihütten, Restaurants sowie in Schigebieten und bei Seilbahnanlagen die derzeit gültigen Corona-Richtlinien (Abstandhalten, FFP2-Maske) statt. Betreffend Unterkünfte wurden 32 Personen – sowohl Unterkunftnehmer als auch -geber – kontrolliert und dabei acht Anzeigen hinsichtlich eines unrechtmäßigen Aufenthaltes erstattet und zwei Organmandate nach dem Meldegesetz verfügt. Darüber hinaus wurden zahlreiche Abmahnungen hinsichtlich der Einhaltung der Abstandsregel sowie der Maskenpflicht ausgesprochen. „Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen ist in dieser herausfordernden Zeit besonders wichtig. Nur so schaffen wir es gemeinsam, die Infektionszahlen weiter zu senken. Auflagen und Vorgaben sind einzuhalten. Wer sie umgeht, schadet der ganzen Gesellschaft. Der Kontrolldruck seitens der Behörde und Exekutive wird weiterhin aufrechterhalten“, sagt Rizzoli abschließend und verweist einmal mehr auf Tirols österreichweit vergleichsweise niedrige Inzidenzzahl von 77,5.