Preis für zeitgenössische Kunst 2020

LRin Palfrader zeichnet die Künstlerin Heidrun Sandbichler aus

Gestern, Mittwoch, überreichte Kulturlandesrätin Beate Palfrader der Künstlerin Heidrun Sandbichler den mit 5.500 Euro dotierten Preis für zeitgenössische Kunst 2020. Des Weiteren wurden die drei Förderpreise für zeitgenössische Kunst verliehen – diese gehen an Sophia Mairer, Janine-Chantal Weger und Helmut P. Ortner.

Der Hauptpreis sowie die Förderpreise für zeitgenössische Kunst werden seit 1996 vom Land Tirol vergeben. „Kunst leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, indem sie aktuelle Fragestellungen aufgreift, gesellschaftliche Entwicklungen reflektiert und neue, unkonventionelle Zugänge zu gegenwärtigen Problemstellungen aufzeigt – dies trifft in besonderem Maße auf die zeitgenössische bildende Kunst zu“, sagte LRin Palfrader.

Heidrun Sandbichler stammt aus Innsbruck und lebt in Rom. Ihre Werke umfassen Zeichnungen, Fotoarbeiten, Malereien, Architekturentwürfe und Skulpturen, die in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen und Veröffentlichungen auf großes Interesse stoßen. Zu den Ausstellungsbeteiligungen gehören „Cella“ in Rom, „opera austria“ im Centro Luigi Pecci in Prato, „Gegenwelten“ auf Schloss Ambras oder die Personale „Die geistigen Epidemien. Das Feuer. Der Tod“ in der Galleria il museo del Louvre in Rom. Sandbichler erhielt 2015 den Innsbruck International Special Recognition Award.

„Heidrun Sandbichlers Werk ist komplex und konsequent in der Ausformulierung gegenwartsrelevanter Fragen. Dabei überlässt die Künstlerin ihren Werken das Sprechen. Dass der Kulturbeirat die Künstlerin für den Preis für zeitgenössische Kunst einstimmig nominiert hat, ist eine Bestätigung für die überzeugende Qualität ihres Werkes“, sagte Christine Prantauer in ihrer Laudatio.

Förderpreise für NachwuchskünstlerInnen

Auch die mit 2.550 Euro dotierten Förderpreise gelten als Ausdruck besonderer Wertschätzung und Anerkennung. Die FörderpreisträgerInnen vereint dieses Jahr, dass sie jeweils sehr präzise und eigene Aus- und Umformulierungen des Malerischen bzw. Zeichnerischen vornehmen.

Sophia Mairer ist 1989 in Innsbruck geboren, lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Kunst und Kommunikative Praxis und Design, Architektur und Environment, sowie seit 2012 Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien. Die Künstlerin schafft mit ihren Arbeiten konzeptuelle und materielle Manifestationen, die zum Teil mit ungewöhnlichen Bildträgern wie dünnem Papiergewebe oder mit dem Ausgreifen der Malerei ins Skulpturale und Literarische experimentelle Öffnungen des Mediums vorschlagen.

Janine-Chantal Weger, 1993 in Hall geboren, besuchte von 2014 bis 2017 die Malereiklasse an der Universität für kreative Künste in Canterbury, England. Nach ihrem Abschluss erhielt sie durch den Platform Graduate Award eine Folgeausstellung in der Turner Contemporary in Margate. Es folgten Ausstellungen in Folkstone (GB), London, Innsbruck und Tokio. 2019 erhielt sie den Franz-Josef-Würlinger-Preis. Weger lebt und arbeitet zurzeit in Wien.

Helmut P. Ortner, 1974 in Lienz geboren, lebt heute ebenfalls in Wien. Seine Werke umfassen Collagen, Zeichnungen und Malereien und wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. Sie sind eine Reflexion zu unserer Gegenwart und verwehren sich zugleich den Modeerscheinungen dieser Zeit.

Die PreisträgerInnen wurden vom Kulturbeirat für bildende Kunst und Architektur nominiert. 2019 gingen die Auszeichnungen an Nikolaus Schletterer sowie an Matthias Krinzinger, Anna Mitterer und Patrick Bonato.