„Frag den LH“ im Juni 2021

4. Klasse der HAK Landeck zu Gast im Landhaus

„Frag den LH“ ist ein monatliches Format, bei dem LH Günther Platter Tiroler Jugendlichen zu ausgewählten Themen Rede und Antwort steht. Nach mehreren Treffen, die coronabedingt mittels Video-Konferenz stattfinden mussten, konnte die Juni-Ausgabe unter Einhaltung aller Corona-Bestimmungen erstmals wieder vor Ort im Landhaus aufgezeichnet werden. Dabei hatten die SchülerInnen der 4. Klasse der HAK Landeck die Möglichkeit, dem Landeshauptmann ihre Fragen zu stellen.

Breites Fragenspektrum: Von der Flüchtlingsthematik bis hin zu Corona

Die SchülerInnen wollten von LH Platter wissen, wie er das Stimmungsbild in der Tiroler Bevölkerung in Bezug auf Asylsuchende und Flüchtlinge einschätzt. „Das ist ein Thema, das die Gesellschaft spaltet. Ich denke, dass wir den friedlichen, sozialen Zusammenhalt im Land bewahren müssen“, sagt LH Platter. Auf die Frage, ob er Potenzial zur Aufnahme von Flüchtlingen in Tirol sieht, antwortet der Landeshauptmann: „Ich bin der Meinung, dass eine Person, die einen Asylstatus erhalten hat, auch das Recht hat, in Europa zu sein. Ganz Europa ist hier gefordert, eine gerechte Aufteilung vorzunehmen.“

Auf die Frage, ob die „Generation Corona“ eine verlorene Generation sei, entgegnet der Landeshauptmann: „Das vergangene Jahr war kein einfaches, insbesondere im schulischen Bereich, derartige Zuordnungen sind aber nicht richtig. Denn ich glaube nicht, dass die junge Generation auf Dauer benachteiligt sein wird. Außerdem bin ich zuversichtlich, dass wir durch die Corona-Impfung bald wieder zur gewohnten Normalität zurückkehren können – auch im schulischen Bereich.“ Zudem interessierte die SchülerInnen, ob sie durch die Pandemie mit Nachteilen am Arbeitsmarkt zu rechnen haben. „Da habe ich keine Sorge. In Wahrheit haben wir jetzt schon wieder zu wenig Fachkräfte in den Unternehmen. Eine gute Ausbildung ist die Basis – wenn man darüber verfügt, dann wird man auch einen Job bekommen. Davon bin ich überzeugt“, so LH Platter.

Was vermisst der Landeshauptmann in der Pandemie und wie geht er mit Kritik um?

Einige der Jugendlichen gaben an, den Sport zu vermissen, andere das Ausgehen. Daher wollten sie wissen, was dem Landeshauptmann in der Coronazeit abgeht. „Vor allem das Zusammensitzen, die Begegnung mit den Menschen aber auch die Musik in einem Festzelt zum Beispiel – das vermisse ich persönlich sehr“, erzählt LH Platter. Abschließend interessierte die SchülerInnen der HAK Landeck, wie LH Platter mit Kritik umgeht. „In der Politik bekommt man viel Kritik von allen Seiten. Man muss bewerten, ob sie gerechtfertigt ist oder nicht und im Fall auch reagieren, zum Beispiel durch Anpassungen.“

Ausgestrahlt wird die Sendung am Samstag, den 5. Juni, um circa 12.35 Uhr im Radio ORF Tirol. Der dazugehörige Film wird auf dem Facebook-Kanal des Landes Tirol in der Kurzversion und auf dem Youtube-Kanal in der Langversion veröffentlicht.