LRin Zoller-Frischauf: „1,4 Millionen Euro für überbetriebliche Lehrausbildung“

Land Tirol unterstützt benachteiligte und lernschwache Jugendliche beim Lehrabschluss

Kategorien:  LRin Zoller-FrischaufArbeit & WirtschaftJugend
LRin Zoller-Frischauf: „Jeder junge Mensch in Tirol soll dieselben Chancen haben – wir wollen niemanden zurücklassen.“
LRin Zoller-Frischauf: „Jeder junge Mensch in Tirol soll dieselben Chancen haben – wir wollen niemanden zurücklassen.“
AMS-Landesgeschäftsführer Alfred Lercher: „Die überbetriebliche Lehrausbildung ist in Tirol das ‚Auffangnetz‘ für alle, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Ausbildungsplatz finden.“
AMS-Landesgeschäftsführer Alfred Lercher: „Die überbetriebliche Lehrausbildung ist in Tirol das ‚Auffangnetz‘ für alle, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Ausbildungsplatz finden.“

Auf Antrag von Wirtschafts- und Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf hat die Tiroler Landesregierung insgesamt 1,4 Millionen Euro an Fördergeldern für die überbetriebliche Lehrausbildung im laufenden Kursjahr beschlossen. Die überbetriebliche Lehrausbildung ist für Personen gedacht, die beim Arbeitsmarktservice (AMS) als lehrstellensuchend vorgemerkt sind, die Schulpflicht abgeschlossen haben und trotz intensiver Bemühungen keine geeignete Lehrstelle gefunden oder eine betriebliche Lehre abgebrochen haben. Die überbetriebliche Lehrausbildung ist ein Bestandteil der dualen Berufsausbildung sowie der Ausbildungsgarantie für Jugendliche bis 18 Jahre.

„Jeder junge Mensch in Tirol soll dieselben Chancen haben – Wir wollen niemanden zurücklassen. Mit der überbetrieblichen Lehrausbildung als Teil der Fachkräfteoffensive des Landes Tirol bieten wir insbesondere jenen Jugendlichen eine Unterstützung an, die aus einem sozial benachteiligten Umfeld kommen oder lernschwach sind. Auch Personen, die ihre Lehre abgebrochen haben, erhalten die Möglichkeit, ihren Lehrabschluss noch nachzuholen“, betont LRin Zoller-Frischauf. „Unsere Wirtschaft sucht trotz der Krise weiter händeringend nach Fachkräften – insbesondere im technischen Bereich warten viele Karrieremöglichkeiten auf unsere jungen Menschen.“

Von Seiten des AMS freut sich Landesgeschäftsführer Alfred Lercher über die Initiative: „Die überbetriebliche Lehrausbildung ist in Tirol das ‚Auffangnetz‘ für alle, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Ausbildungsplatz finden. In den meisten Fällen ist die ÜBA eine Starthilfe für den Einstieg in eine reguläre Lehre in einem Betrieb.“ Im Ausbildungsjahr 2020/21 befanden sich 145 Jugendliche in Lehrgängen, 348 absolvierten eine Vorbereitung dazu. „Und das Wichtigste: Mehr als 70 Prozent finden innerhalb weniger Monate eine ‚echte‘ Lehrstelle. Unser Kapital für eine gute Zukunft sind gut ausgebildete junge Menschen“, ist Lercher überzeugt.

Lehrabschluss in jedem Fall ermöglichen

„Die KursteilnehmerInnen bleiben so lange in der überbetrieblichen Lehre, bis sie einen regulären Lehrplatz in einem Betrieb gefunden haben. Wenn das trotz allem nicht gelingt, kann die gesamte Lehrzeit auch überbetrieblich verbracht werden, um dann im Anschluss die Lehrabschlussprüfung absolvieren zu können“, erklärt LRin Zoller-Frischauf. Damit sei die Möglichkeit für den Lehrabschluss garantiert.

Die Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen im Rahmen der überbetrieblichen Lehrausbildung werden vom AMS Tirol vergeben, und sind für alle Berufe offen – hier wird bei Partnerbetrieben ausgebildet. Wichtige Bereiche der überbetrieblichen Lehrausbildung sind unter anderem Metall-, Mechatronik- und Elektroberufe sowie der Bereich Einzelhandel und Bau. Ein Augenmerk liegt auch auf der integrativen Berufsausbildung. Alle Kurse finden in Innsbruck, Wörgl, Lienz, Reutte, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Wattens und Schwaz statt.