- Landesrätinnen Hagele und Pawlata: „Talent kennt kein Geschlecht“
- Einreichungen für NachwuchsforscherInnenförderung bis 15. März 2026 möglich
- Gegen traditionelle Rollenbilder: Klare Signale für Chancengleichheit
Wasser im Weltall, sizilianische Keramikproduktionen und Rhetorik in politischen Texten – damit befassen sich drei junge Forscherinnen, die vor Kurzem die NachwuchsforscherInnenförderung des Landes Tirol erhielten. Der 11. Februar soll als Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft die Bedeutung von Frauen in der Forschung weiter in den Mittelpunkt rücken. Der von den Vereinten Nationen initiierte Aktionstag will gleichzeitig aufmerksam machen: Frauen sind weltweit – insbesondere in MINT-Fächern und in höheren wissenschaftlichen Positionen – weiterhin unterrepräsentiert. „Talent kennt kein Geschlecht – deswegen soll der Tag der Frauen in der Wissenschaft mehr Mädchen für eine Karriere in der Forschung begeistern“, erklären die beiden Landesrätinnen Cornelia Hagele und Eva Pawlata.
Frauen und Mädchen für Wissenschaft ermutigen
Zentrales Instrument, um jungen Forscherinnen den Einstieg in eine akademische Karriere zu ermöglichen, ist die NachwuchsforscherInnenförderung des Landes Tirol. Aktuell können Interessierte ihre Projekte noch bis 15. März 2026 einbringen. Erst kürzlich wurden im Landhaus Förderungen an 55 Projekte vergeben – 32 davon an junge Wissenschaftlerinnen (siehe dazu die Pressemeldung vom 27. Januar 2026). „Die Zahlen zeigen: Junge Wissenschaftlerinnen überzeugen an Tirols Hochschulen mit innovativen Forschungsvorhaben – und sie brauchen Rückenwind“, betont Wissenschaftslandesrätin Hagele. „Gerade junge Forscherinnen rufe ich auf, ihre Projekte bei der neuen Ausschreibung einzureichen. Die Tiroler Hochschulen bieten mit ihren Schwerpunkten nämlich ideale Bedingungen für den Start in eine wissenschaftliche Karriere.“
Unterstützt werden bei der neuen Ausschreibung NachwuchsforscherInnenförderung Projekte, die überwiegend in Tirol durchgeführt werden und einen klaren Bezug zum heimischen Forschungsstandort haben. Mit der Förderschiene will das Land die Qualität und Leistungsfähigkeit der Tiroler Hochschulen nachhaltig stärken und jungen WissenschaftlerInnen den Einstieg in den internationalen Forschungsbetrieb ermöglichen.
Tradierte Rollen aufbrechen – und neue Wege eröffnen
Auch Frauenlandesrätin Eva Pawlata streicht die Bedeutung klarer Zeichen gegen stereotype Rollenbilder heraus: „Wenn wir Gleichstellung ernst meinen, müssen wir bereits bei Kindern und Jugendlichen ansetzen. Mit dem Girls’ Day bieten wir auch heuer jungen Mädchen Einblicke in die Bereiche Handwerk, Technik, IT und Naturwissenschaften.“ Bereits zum 25. Mal geht der Girls’ Day in Tirol über die Bühne – dieses Jahr am 23. April. Der Aktionstag lädt Schülerinnen mit einem bunten Programm dazu ein, neue Berufe und Arbeitgeber kennenzulernen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Tiroler Arbeitsmarktförderungsgesellschaft mbH (amg-tirol) in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion für Tirol und dem Land Tirol. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Girls’ Day Tirol widmet sich die heurige Enquete Frauen und Gleichstellung am 27. April 2026 einem interdisziplinären Austausch zur Entwicklung und Wirkung von Rollenbildern in der modernen Arbeitswelt sowie deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft.
Ergänzend dazu würdigt der Tiroler Frauenpreis, der heuer zum dritten Mal vergeben wird und mit 5.000 Euro dotiert ist, Frauen, die Geschlechterstereotype hinterfragen und aktiv Gleichstellung vorantreiben. Die Ausschreibung dazu läuft noch bis 16. Februar. Nominierungen können mit einer aussagekräftigen Begründung an die Landesabteilung Gesellschaft und Arbeit unter gesellschaft.arbeit@tirol.gv.at übermittelt werden. Mehr Infos dazu finden sich unter www.tirol.gv.at/frauenpreis.
Vorbilder wirken: Francesca Ferlaino als Wissenschaftlerin des Jahres
Wie wichtig weibliche Vorbilder in der Wissenschaft sind, zeigt die Auszeichnung von Francesca Ferlaino als österreichische Wissenschaftlerin des Jahres. Die international renommierte Quantenphysikerin forscht an der Universität Innsbruck und steht neben herausragenden Forschungsleistungen auch für eine engagierte Wissenschaftsvermittlung. „Francesca Ferlaino sendet ein starkes Signal an junge Frauen: Die Forschung braucht euch“, unterstreichen die Landesrätinnen Hagele und Pawlata. Mehr dazu in der Pressemeldung vom 7. Januar 2026.
Factbox: Frauenanteil an Tirols Hochschulen
- Fachhochschule Kufstein Tirol
Anteil Frauen Wissenschaft gesamt: 39 Prozent
Anteil Frauen an Professuren: 29 Prozent
Anteil Frauen im Lehr- und Forschungspersonal: 35 Prozent - fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol
Anteil Frauen Wissenschaft gesamt: 76 Prozent
Anteil Frauen Professuren: 100 Prozent - Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein
Anteil Frauen Wissenschaft gesamt: 62 Prozent
Anteil Frauen Professuren: 54,5 Prozent
Anteil Frauen Lehrende: 67,7 Prozent - MCI | Die Unternehmerische Hochschule
Anteil Frauen Wissenschaft gesamt: 38 Prozent
Anteil Frauen Professuren: 36 Prozent
Anteil Frauen Lehrende: 36 Prozent - Medizinische Universität Innsbruck
Anteil Frauen Wissenschaft gesamt: 51,2 Prozent
Anteil Frauen Professuren: 32,2 Prozent
Anteil Frauen Lehrende: 46,3 Prozent - Pädagogische Hochschule Tirol
Anteil Frauen MitarbeiterInnen gesamt: 65 Prozent
Anteil Frauen Professuren: 55 Prozent - Privatuniversität UMIT TIROL
Anteil Frauen Wissenschaft gesamt: 47,6 Prozent
Anteil Frauen Professuren: 31,25 Prozent - Universität Innsbruck
Anteil Frauen Wissenschaft gesamt: 45,4 Prozent
Anteil Frauen Professuren: 30,6 Prozent
Anteil Frauen Lehrende: 44,2 Prozent
