Informationen zum österreichischen Namensrecht

Namensführung nach der Eheschließung/ Begründung einer eingetragenen Partnerschaft

Die mögliche Namensführung nach der Eheschließung/ Begründung einer eingetragenen Partnerschaft ist für ÖsterreicherInnen im § 93 ff Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) i.d.g.F. geregelt.

Im Falle der Eheschließung/ Begründung einer eingetragenen Partnerschaft behält jeder Ehegatte/ eingetragener Partner seinen bisherigen Familiennamen, wenn kein gemeinsamer Familiennamebestimmt wird.

Als gemeinsamer Familienname kann ein Name der Verlobten/der Ehegatten/der eingetragenen Partner bestimmt werden. Die Bildung eines Doppelnamens aus beiden Familiennamen ist zulässig. Der neugebildete Familienname darf aber aus nicht mehr als zwei Teilen bestehen, die mit Bindestrich verbunden werden.

Ein Ehegatte/ eingetragener Partner, dessen Name nicht der gemeinsame Familienname ist, kann seinen Familiennamen an den gemeinsamen Familiennamen unter Setzung eines Bindestrichs voran-oder nachstellen und erhält somit einen Doppelnamen.

Wenn sich der Familienname eines Ehegatten/ eingetragenen Partners ändert, kann der Familienname neu bestimmt werden.

Wird die Ehe/ die eingetragene Partnerschaft aufgelöst, so können die Ehegatten/ eingetragenen Partner jeden rechtmäßigen geführten Familiennamen wieder annehmen.

Sofern ein Ehepartner/ eingetragener Partner eine andere als die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, ist für seine Namensführung ausländisches Recht (das Recht seines Herkunftsstaates) maßgeblich, dessen Inhalt von der zuständigen StandesbeamtIn ermittelt wird - siehe Informationen zum ausländischen Namensrecht.

Namensführung österreichischer Kinder

Die mögliche Namensführung österreichischer Kinder ist für ÖsterreicherInnen im § 155 ff Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) i.d.g.F. geregelt.

Führen die Eltern des Kindes einen gemeinsamen Familiennamen, erhält das Kind diesen. Es kann auch den Doppelnamen eines Elternteiles erhalten.

Führen die Eltern des Kindes keinen gemeinsamen Familiennamen, so kann das Kind den Familiennamen eines jeden Elternteiles erhalten. Auch ein aus den Namen der Eltern gebildeter Doppelname ist zulässig. Der neugebildete Familienname darf aber aus nicht mehr als zwei Teilen bestehen, die mit Bindestrich verbunden werden.

Wird kein Name bestimmt, erhält das Kind den Familiennamen der Mutter.

Diejenige Person, bei der das Kind wohnt und die mit der Pflege und der Erziehung betraut ist, kann den Familiennamen des Kindes bestimmen.

Ein Kind, das das 14 Lebensjahr vollendet hat, kann seinen Familiennamen selbst bestimmen.