Gut zu wissen: Sozialroutenplan Tirol

Website www.sozialroutenplan.at/tirol zeigt auch 2026 den Weg zur richtigen Hilfe

  • Rund 640 soziale Unterstützungsleistungen in Tirol
  • Übersichtliche und gezielte Suche nach Themen und Regionen – für Hilfesuchende, Angehörige und Fachkräfte
  • Barrierefreie Plattform mit Informationen auf Deutsch und in neun weiteren Sprachen

Ob zu Geld, Beziehung, Pflege, Wohnen oder Recht: Mit dem Sozialroutenplan Tirol gibt es seit Juni 2025 eine digitale Informationsplattform, die das tirolweite Hilfsangebot bündelt und Orientierung schafft. Auf der Website www.sozialroutenplan.at/tirol sind rund 640 soziale Unterstützungsleistungen erfasst. Mithilfe benutzerInnenfreundlicher Such- und Filterfunktionen lassen sich die Angebote gezielt nach Themen und Regionen durchsuchen. Der Sozialroutenplan Tirol richtet sich an Hilfesuchende, Angehörige und Fachkräfte. Die Informationen sind barrierefrei zugänglich und neben Deutsch in neun Fremdsprachen verfügbar: Englisch, Türkisch, Arabisch, Bosnisch, Rumänisch, Russisch, Italienisch, Französisch und Ukrainisch. Der Verein unicum:mensch betreut die Plattform und stellt damit sicher, dass sie immer aktuell und qualitätsgesichert bleibt.

„In Tirol gibt es eine große Vielfalt an Hilfs- und Unterstützungsangeboten. Gerade für Menschen in herausfordernden Lebenslagen kann es jedoch schwierig sein, die passende Anlaufstelle zu finden. Der Sozialroutenplan Tirol fungiert als digitaler Wegweiser: Er macht das bestehende Angebot sichtbar, strukturiert es übersichtlich und hilft dabei, schnell zur richtigen Hilfe zu gelangen“, betont Soziallandesrätin Eva Pawlata.

So funktioniert der Sozialroutenplan Tirol

Für eine gezielte Suche stehen insgesamt zwölf thematische Kategorien zur Verfügung, die bei Bedarf weiter verfeinert werden können. So lässt sich etwa im Bereich Finanzen zwischen akuten Notlagen und längerfristigen Unterstützungsangeboten unterscheiden. Zusätzlich lässt sich die Suche regional eingrenzen. Alternativ ist auch eine freie Stichwortsuche möglich.

Die einzelnen Angebote werden von den jeweiligen Einrichtungen selbst eingetragen und vom Verein unicum:mensch geprüft und freigeschaltet. Neben einer Beschreibung sind auch Standorte sowie Kontaktmöglichkeiten angegeben, sodass Hilfesuchende mit der jeweiligen Stelle direkt in Kontakt treten können.

Für Notfälle bündelt die Plattform zudem wichtige Rufnummern: von Feuerwehr, Polizei und Rettung über den Psychosozialen Krisendienst Tirol bis hin zu Apothekendiensten und dem Kältetelefon.

Sozialroutenplan als Gemeinschaftsprojekt

Der Sozialroutenplan Tirol ist Teil des digitalen Sozialroutenplans für Westösterreich. Dieser wurde unter der Leitung der Universität Innsbruck von insgesamt 22 Einrichtungen aus Tirol, Vorarlberg und Salzburg entwickelt – darunter fünf wissenschaftliche Partner, drei IT-Unternehmen und 14 Sozialeinrichtungen. Gemeinsam mit potenziellen NutzerInnen entstand eine Plattform, die möglichst einfach zugänglich und verständlich ist.

Der digitale Sozialroutenplan sieht auch die Möglichkeit vor, die Datenbankeinträge in eine Druckvorlage zu übertragen – so können bei Bedarf entsprechende Printprodukte erstellt werden.