- Lebenserwartung erreicht erneut Rekordniveau
- Eheschließungen, Scheidungen und statistische Extremwerte
- Jahresbericht auf der Website des Landes abrufbar
Nach dem Folder „Tirol in Zahlen“ (siehe Pressemitteilung vom 2. November 2025) liegt nun auch der gesamte 137 Seiten starke Bericht zur Demografie in Tirol vor: Der Jahresbericht „Demografische Daten Tirol 2024“ der Landesstatistik Tirol bietet umfassende Einblicke in die Bevölkerungsentwicklung des Landes. Der Bericht zeigt langfristige Trends in Bevölkerung, Geburten, Lebenserwartung sowie Eheschließungen und Scheidungen und liefert eine sachliche Grundlage für politische Planung und gesellschaftliche Entwicklungen.
„Der Jahresbericht zeigt klar, wie sich Tirols Bevölkerung entwickelt - wo sie wächst oder schrumpft, wie sich Altersstrukturen verändern und welche Entwicklungen neue Anforderungen an Infrastruktur, Dienstleistungen oder die regionale Entwicklung stellen. Diese Grundlage hilft uns, Trends frühzeitig zu erkennen und Tirol mit Weitblick zu gestalten“, betont der für Raumordnung und Statistik zuständige LHStv Josef Geisler.
Demografischer Wandel
Die Alterung der Bevölkerung ist weiterhin deutlich erkennbar: Der Anteil der Kinder und Jugendlichen ist seit 1952 von 27,1 Prozent auf 14,3 Prozent gesunken, während der Anteil der SeniorInnen von 9,1 Prozent auf 19,8 Prozent gestiegen ist. Seit 2011 übertrifft die Zahl der SeniorInnen erstmals die der Kinder. Aktuelle Prognosen zeigen, dass im Jahr 2035 mehr als ein Viertel der Tiroler Bevölkerung (25,7 Prozent) 65 Jahre oder älter sein wird und der Anteil der Hochbetagten (85 Jahre und älter) auf 4,0 Prozent steigen wird.
Geburtenentwicklung
Die Geburtenbilanz der Tiroler Wohnbevölkerung mit österreichischer Staatsangehörigkeit ist rückläufig und erreichte 2024 mit -675 den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Tirol folgt damit dem österreichweiten Trend negativer Geburtenbilanzen, der bereits seit Jahren besteht. Die beliebtesten Vornamen bei den Neugeborenen waren im Jahr 2024 Jakob und Anna, gefolgt von den beliebtesten Namen der Vorjahre – Elias und Sophia.
Lebenserwartung erreicht erneut Höchstwerte
Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Lebenserwartung: Frauen erreichen 85,5 Jahre, Männer 81,1 Jahre, beide Werte stellen Rekorde seit Aufzeichnungsbeginn dar. Tirol liegt damit österreichweit an der Spitze.
Ehen, Scheidungen und statistische Extremwerte
Im Jahr 2024 wurden in Tirol 4.028 Eheschließungen registriert, während 1.099 Ehen geschieden wurden – ein Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Tirol bleibt damit das Bundesland mit der niedrigsten Gesamtscheidungsrate (32 Prozent). Zudem wurden 129 eigetragene Partnerschaften begründet und 13 aufgelöst. Statistische Extremwerte zeigen die Spannbreite der demografischen Realität: So war die jüngste Mutter 15 Jahre alt, der älteste Vater 63. Die jüngste Eheschließung fand mit 18 Jahren statt, die älteste mit 88 Jahren. Die kürzeste Ehedauer vor einer Scheidung betrug drei Monate, die längste 54 Jahre.
Der Jahresbericht ist auf der Website des Landes abrufbar oder kann per E-Mail an ramordnung.statistik@tirol.gv.at bestellt werden.
