Entschädigung bei Verdienstentgang

Aufgrund von behördlichen Maßnahmen nach dem Epidemiegesetz 1950 (EpiG) können gemäß § 32 EpiG unter den nachfolgend angeführten Voraussetzungen Anträge auf Vergütung des Verdienstentganges gestellt werden.

Hinweis: Gemäß § 32 Abs. 7 EpiG leiden Bescheide, denen unrichtige Angaben eines Antragstellers über anspruchsbegründende Tatsachen zugrunde liegen, an einem mit Nichtigkeit bedrohten Fehler.

Weitergehende Fragen können an den Fachbereich Corona-Entschädigungen gerichtet werden:
E-Mail: corona.entschaedigungen@tirol.gv.at 
Tel.: +43 512 508 3708


Anträge von DienstgeberInnen für betroffene DienstnehmerInnen

Wesentliche Rechtsvorschriften: §7 EpiG, § 32 EpiG, § 33 EpiG§ 49 EpiG 

Ansprüche können nur aufgrund von Maßnahmen der Bezirksverwaltungsbehörden geltend gemacht werden. Dazu zählen:

  • Absonderungsbescheide
  • telefonische Bescheide (samt entsprechender amtlicher Beurkundung)
  • telefonische/mündliche Absonderungen durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (samt schriftlicher Bestätigung über die Dauer der angeordneten Maßnahme)

​​​​​​​Anträge sind an jene Bezirksverwaltungsbehörde zu richten, in deren Bereich die Maßnahmen getroffen wurde (§ 49 EpiG).

Ansprüche sind binnen drei Monaten ab Aufhebung der behördlichen Maßnahme geltend zu machen (§ 33 iVm § 49 EpiG). Der Antrag muss spätestens am letzten Tag der Frist während der Amtsstunden bei der zuständigen Behörde einlangen, widrigenfalls der Anspruch erlischt.


Antragsformular Unselbständige
Ausfüllhilfe zum Antragsformular 


Anträge von Unternehmen und Selbständigen

Wesentliche Rechtsvorschriften: § 20 EpiG, § 32 EpiG, § 33 EpiG§ 49 EpiG, EpG 1950-Berechnungs-Verordnung 

Für Unternehmen, die von Betriebsschließungen betroffen waren/sind und die bisher keine Ansprüche geltend gemacht haben, ist die in § 49 EpiG festgelegte Frist für die Einbringung bereits mit 8. Oktober 2020 verstrichen.


Altanträge

Ansprüche aufgrund von Betriebsschließungen:
Unternehmen, die bereits einen Antrag auf Vergütung des Verdienstentganges an die zuständige Behörde gestellt haben, werden von dieser kontaktiert. Bis dahin sind keine weiteren Schritte seitens des Antragstellers nötig.

Ansprüche von abgesonderten Selbständigen:​​​​​​​
Selbständige, die bereits einen Antrag auf Vergütung des Verdienstentganges an die zuständige Behörde gestellt haben, werden von dieser kontaktiert. Bis dahin sind keine weiteren Schritte seitens des Antragstellers nötig.


Neuanträge

​​​​​​​Selbständige, die aufgrund einer Maßnahme der Bezirksverwaltungsbehörde abgesondert wurden und bisher noch keinen Antrag gestellt haben, haben die Möglichkeit, eine Vergütung zu beantragen.

​​​​​​​Anträge sind an jene Bezirksverwaltungsbehörde zu richten, in deren Bereich die Maßnahmen getroffen wurde (§ 49 EpiG).

Ansprüche sind binnen drei Monaten ab Aufhebung der behördlichen Maßnahme geltend zu machen (§ 33 iVm § 49 EpiG). Der Antrag muss spätestens am letzten Tag der Frist während der Amtsstunden bei der zuständigen Behörde einlangen, widrigenfalls der Anspruch erlischt.

Der Antrag hat Folgendes zu beinhalten:

  • Antragsformular
  • ​​​​​​​EpG-Berechnungstool
    Dieses kann über die Homepage des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz unter www.sozialministerium.at(Coronavirus - Rechtliches – Erlässe – EPG-Berechnungstool) heruntergeladen und befüllt werden.
  • Bestätigung der Richtigkeit der Berechnung durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter (§ 6 Abs. 2 EpG 1950-Berechnungs-Verordnung)
  • Kopie der behördlichen Maßnahme (Bescheid, Beurkundung telefonischer Bescheid) oder schriftliche Bestätigung der Behörde über die Dauer der (fern-)mündlich angeordneten Maßnahme.​​​​​​​

Zuständige Behörde

Die Stellung von Anträgen kann sowohl in elektronischer als auch postalischer Form erfolgen.
Nachfolgend finden Sie die Kontaktdaten der jeweiligen Bezirkshauptmannschaften:

Bezirkshauptmannschaft Imst
Stadtplatz 1, 6460 Imst
verdienstentgang-bh.imst@tirol.gv.at

Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel
Josef-Herold-Straße 10, 6370 Kitzbühel
verdienstentgang-bh.kitzbuehel@tirol.gv.at

Bezirkshauptmannschaft Landeck
Innstraße 5, 6500 Landeck
verdienstentgang-bh.la@tirol.gv.at

Bezirkshauptmannschaft Reutte
Obermarkt 7, 6600 Reutte
verdienstentgang-bh.reutte@tirol.gv.at

Bezirkshauptmannschaft Innsbruck
Gilmstraße 2, 6020 Innsbruck
verdienstentgang-bh.innsbruck@tirol.gv.at

Bezirkshauptmannschaft Kufstein
Bozner Platz 1, 6330 Kufstein
verdienstentgang-bh.ku@tirol.gv.at

Bezirkshauptmannschaft Lienz
Dolomitenstraße 3, 9900 Lienz
verdienstentgang-bh.lienz@tirol.gv.at

Bezirkshauptmannschaft Schwaz
Franz-Josef-Straße 25, 6130 Schwaz
verdienstentgang-bh.schwaz@tirol.gv.at

Fragen und Anträge, die sich auf Maßnahmen des Stadtmagistrates Innsbruck beziehen, richten Sie bitte an den Stadtmagistrat Innsbruck.