Politik im Sommercheck
Landtagspodcast “Adlerohren” | Folge #13
Transkript
Hinweis: Gesprächsbeiträge im Tiroler Dialekt werden inhaltlich in Hochdeutsch übersetzt.
Tatjana Lukas (Moderatorin):
Wenn der Tiroler Landtag in der heißen Jahreszeit keine Sitzungen abhält, kursiert ein hartnäckiger Mythos: Die Politiker und Politikerinnen hätten den ganzen Sommer frei. Doch stimmt es wirklich? In dieser Folge lüften wir das Geheimnis, was wirklich zwischen Juli und September im Tiroler Landtag passiert. Wir tauchen ein in die Landtagswelt hinter den Kulissen. Von diplomatischen Begegnungen über Treffen mit der Bevölkerung bis hin zu strategischen Vorbereitungen für die kommende Sitzungsperiode. Ich bin Tatjana Lukasch und das ist Adlerohren. Ein Podcast über Geschichten aus dem Tiroler Landtag. Folge 13. Politik im Sommercheck oder Was passiert in der sitzungsfreien Zeit? Um ein umfassendes Bild zu kriegen, starten wir heute unseren Sommercheck im Landtag. namens Wahrheit oder Vorurteil. Wir haben dafür mit Abgeordneten aller im Landtag vertretenen Parteien gesprochen und mit der Landtagsdirektorin, also der Leiterin der Landtagsverwaltung. Unsere erste Frage an die Abgeordneten, damit wir unsere Behauptungen auf einem soliden Fundament gründen können. Welche Vorurteile habt ihr schon gehört zum Thema Sitzungsfreie Zeit im Landtag? Den Anfang macht NEOS-Abgeordnete Susanna Riedlsperger. Sie ist noch relativ neu im Landtag.
Susanna Riedlsperger:
Man hört natürlich sehr schnell, ihr habt da zweieinhalb Monate frei. So diesen Stempel drauf, wie es natürlich auch bei Lehrern teilweise ist, wobei es natürlich bei uns noch länger ist. So dieses Vorurteil, ihr macht ja gar nichts.
Lukas:
Auch ÖVP-Abgeordneter Florian Riedl kennt diese Vorurteile nur zu gut.
Florian Riedl:
Die Politiker richten sich immer noch so, wie sie es möchten. Dann die Politiker, die verdienen viel zu viel Geld für drei Sitzungen im Jahr oder fünf Sitzungen im Jahr. Und sie schauen sowieso noch auf ihre eigene Tasche.
Lukas:
Und Daniel Marschik von der FPÖ kann ebenfalls Erfahrungen beisteuern.
Daniel Marschik:
Dass wir Politiker natürlich für das, was wir leisten, überbezahlt sind. Dass wir eh nur alle paar Wochen einmal eine Sitzung haben und dann in dieser Sommerpause, diese sitzungsfreie Zeit und so oder so nur auf Urlaub fahren und eh nichts tun.
Lukas:
Die Grüne Abgeordnete Petra Wohlfahrtstätter wird vor allem von jungen Menschen mit Nachfragen zur sitzungsfreien Zeit konfrontiert.
Petra Wohlfahrtstätter:
Besonders hören wir es hier im Rokokosaal, wenn Schulklassen zu Besuch sind und während der Landtagssitzungen ja Diskussionsstunden stattfinden. Und dann ist schon die Frage immer, was machen sie eigentlich in der Zeit zwischen den Landtagssitzungen? Was tut sie da? Man liest auch immer wieder in den sozialen Medien, die haben ja nur achtmal im Jahr diese Sitzungen und dazwischen machen sie nix.
Lukas:
Danke, liebe Abgeordnete. Damit haben wir jetzt genug Material gesammelt für unseren Sommercheck „Wahrheit oder Vorurteil“. Und wir basteln uns daraus gleich drei Behauptungen, die wir jetzt gemeinsam mit den Abgeordneten und der Landtagsdirektorin auf ihre Richtigkeit checken. Dann starten wir mal los mit Aussage 1. Abgeordnete im Tiroler Landtag haben von Juli bis Ende September zweieinhalb Monate komplett frei und machen gar nichts. Was meint ihr? Ist das jetzt nur ein Vorurteil oder ist das die Wahrheit? Die Antwort ist natürlich, das ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Christian Kovacevic, Landtagsabgeordneter für den SPÖ-Landtagsklub, deckt auf, wofür er die sitzungsfreie Zeit wirklich nutzt und welche Aufgaben dabei ganz oben auf der Liste stehen.
Christian Kovacevic:
Und üblicherweise verwendet man die Zeit dann genau für solche Aufgaben und Tätigkeiten, für die man sonst während der Sitzungszeit ja keine Zeit hat. Also es ist schon so, dass wir ja einen Kalender haben für das ganze Jahr und dass das sehr durchgetaktet ist für jede Woche. Es sind immer Ausschusswochen, wie gesagt, es sind Landtagssitzungswochen und vorher Beratungen intern. Dann findet man wenig Zeit, sich mit Menschen in der Bevölkerung zu treffen und auszutauschen. Man findet wenig Zeit, vielleicht einmal verschiedene Einrichtungen zu besuchen, vielleicht einmal verschiedene Firmen aufzusuchen. Es gibt viele Institutionen, die auch Gesprächsbedarf hätten. Und das versucht man dann eher in diese sogenannte sitzungsfreie Zeit zu verlegen, weil da kann man dann die Zeit etwas freier einteilen.
Lukas:
Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz kann nur bestätigen, dass das vermeintliche Sommerloch gut gefüllt ist.
Andrea Haselwanter-Schneider:
In Zeiten, wo keine Landtagssitzungen stattfinden, findet natürlich jede Menge andere Arbeit statt. Also da trifft man sich mit Bürgerinnen und Bürgern, man arbeitet die Themen auf, man bereitet schon Themen für die nächsten Sitzungen vor. Man macht Medienarbeit, es gibt ja gerade von ORF, Tageszeitungen etc. Immer Sommergespräche. Also somit ist der Sommer, insbesondere der Juli, schon noch eine sehr arbeitsintensive Zeit und im September fängt ja eigentlich die parlamentarische Arbeit mit den Ausschusssitzungen und so weiter wieder an.
Lukas:
Petra Wohlfahrtstätter nimmt sich gezielt Zeit für Analysen, Rückblick und Vorbereitung.
Wohlfahrstätter:
Man muss auch die Zeit sich nehmen, Unterlagen zu lesen, zu studieren. Alles, was man als Abgeordnete bekommt, Regierungsvorlagen, also sprich Gesetzesentwürfe, das muss ja auch einmal gelesen und studiert werden. Das tut man im Sommer, das tut man eigentlich das ganze Jahr. Im Sommer ist sozusagen eher die Nachbereitung von den eigenen Anträgen zu schauen, was ist gut angekommen, wo muss man vielleicht noch einmal einen Antrag stellen, wo muss man noch einmal eine Anfrage stellen.
Lukas:
Für Susanna Riedlsperger ist der Sommer vor allem eins, Aufholzeit. Denn mit nur zwei Personen im Landtagsklub ist es eine Herausforderung, allen Anforderungen gerecht zu werden.
Riedlsperger:
Natürlich gibt es auch verschiedenste Sachen, die dementsprechend auch während der Landtagsperiode quasi, also unter dem Jahr, während die Sitzungen stattfinden, natürlich auch liegen bleiben. Da geht es natürlich auch ganz viel um interne Geschichten mit Arbeitsgruppen zu diversen Themen, dass man irgendwie inhaltliche Programmatik weiter ausbaut, auch Wahlkreisarbeit, sowohl mit den eigenen Parteimitgliedern natürlich, aber natürlich auch generell, dass man in die Bezirke rauskommt und Co., was natürlich mit zwei Personen im Landtagsklub auch oft sehr schwierig ist, das während der Sitzungszeit zu machen, irgendwie Sommertours da zu machen und Co. Und natürlich läuft auch jetzt das normale Geschäft abseits der Sitzungen natürlich auch weiter. Das muss natürlich auch am Laufen bleiben, wo es jetzt um Öffentlichkeitsarbeit und Co. geht. Das findet natürlich auch weiterhin statt. Und so wird einem eigentlich nicht wirklich langweilig auch, muss man sagen.
Lukas:
Was für eine Anstrengung das aktive PolitikerInnen-Sein bedeuten kann, zeigt sich am Beispiel von Florian Riedl besonders gut. Sein Arbeitsjahr verläuft aufgrund seiner multiplen Funktionen in Wellen.
Riedl:
Wenn man viele Aufgaben hat, so wie ich in dem Fall drei Funktionen, Bürgermeister, Planungsverbandsobmann und Abgeordneter, ist das ja ganz klar, dass ich mich auch unter dem Jahr nicht teilen kann. Es ist immer so ein Wellental unter dem Jahr, wo ich gewisse Schwerpunkte setzen muss. Einmal mehr Zeit in der Abgeordnetenzeit, dann mehr Zeit in Bürgermeister-Ebene, aber vor allem im Planungsverband. Da habe ich schon einige Aufgaben wahrzunehmen, was den Thema Verkehr betrifft. Also im Sommer rein auf Abgeordnetenebene, muss ich sagen, mache ich nur Repräsentationsaufgaben. Mach vielleicht auch strukturelle Entscheidungen oder Arbeiten, was die Teilorganisationen bei uns in der ÖVP betrifft. Ich bin ja AAB-Bezirksobmann, also Arbeitnehmervertreter. Da kommt natürlich auch unter mir ein oder andere, wo ich ein bisschen in Verzug bin, wo ich dann schauen muss, dass ich im Sommer die Strukturen für den Herbst wieder hergericht, dass ich die Veranstaltungen plane, welche Themen machen wir im Herbst. Aber der Hauptschwerpunkt im Sommer ist sicher nachzuholen, Bürgermeisteraufgaben und Planungsverbandsaufgaben. Neben den repräsentativen Aufgaben.
Lukas:
Einen Punkt, den wir bisher kaum gestreift haben, bringt der Schwazer Abgeordnete Daniel Marschik ins Spiel. Und der betrifft viele Kolleginnen und Kollegen im Landtag.
Marschik:
Natürlich hat ja jeder von uns auch eine parteipolitische Funktion. Diese Arbeit darf man natürlich auch nicht vernachlässigen. Jeder von uns hat Funktionen. Auch da gibt es sehr viele Tätigkeiten, sehr viele Arbeiten, die was natürlich zu erfüllen sind. Und halt auch, so wie es jetzt in meinem Fall ist, ich bin ja nebenbei noch bei einer großen Firma im Tiroler Unterland. Also es ist ja nicht so, dass ich Vollzeitpolitiker bin, sondern auch nur nebenbei einen Job habe. Und diesem Job gehe ich auch in der sitzungsfreien Zeit ein bisschen intensiver nach, um Ausfälle, Urlaubsausfälle von meinen Kollegen auch zu kompensieren.
Lukas:
Auch Landtagsdirektorin Renate Fischler winkt ab. Ein kompletter Sommer frei für Abgeordnete - kaum machbar.
Renate Fischler:
Eins ist sicher, sie haben nicht während der gesamten sitzungsfreien Zeit, die wir in der Geschäftsordnung des Landtages klar definiert haben, das ist von Mitte Juli bis Mitte September, jeden Jahres, da besteht die Möglichkeit, dass man auch Urlaub macht. Aber nur Urlaub hat sicher kein Abgeordneter, keine Abgeordnete, das wird sich einfach nicht ausgehen.
Lukas:
Gut, die Abgeordneten haben also nicht den ganzen Sommer frei. Dann checken wir doch mal unser zweites Vorurteil. Also, Aussage 2. Im Sommer ruhen alle politischen Aktivitäten im Landtag, auch die Landtagsverwaltung macht Pause. Also, ratet's mit. Ist das ein Vorurteil oder ist das die Wahrheit? Ja, die Antwort ist, auch diese Behauptung ist falsch. Die Landtagsverwaltung nutzt die sitzungsfreie Zeit, um Ordnung zu schaffen und zur strategischen Arbeit, wie uns Landtagsdirektorin Renate Fischler erklärt.
Fischler:
Wir in der Verwaltung nützen die sitzungsfreie Zeit zum Durchatmen im Sinn von, wieder einmal Ordnung in unsere Verwaltung zu bringen. Ich glaube, wer kennt es nicht, dass wenn man im Rad drinnen ist, in diesem Hamsterrad, dass man ganz wenig Zeit hat nachzudenken, wie kann man sich besser aufstellen, wie kann man sich neu strukturieren. Wie kann man einfach auch in Ruhe darüber nachdenken, was für neue Projekte man machen will? Und für uns sind die Sommermonate einfach auch die Gelegenheit, dass man ein bisschen reflektiert über das Geschehene und dass man einen Ausblick wagt und nachdenkt darüber, was man denn im Herbst, wenn wieder die Sitzungszeit losgeht, was plant man denn für das neue Jahr? Und ich selber nütze die sitzungsfreie Zeit auch immer sehr intensiv dafür, dass ich einmal in meine Kästen und in meine Regale schaue und einfach einmal ganz, ganz viel ausmiste und wieder Platz für Neues schaffe.
Lukas:
Außerdem können auch in der sitzungsfreien Zeit außerplanmäßige Sitzungen des Landtags stattfinden, wenn dringende Ereignisse dies einfordern. Außerplanmäßige Sitzungen können auch in der sitzungsfreien Zeit stattfinden.
Fischler:
Also die Präsidentin hat zum Beispiel das Pouvoir zur außerplanmäßigen Sitzung einzuladen, wenn es dringend geboten ist. Aber es besteht auch die Möglichkeit, dass Abgeordnete, mehrere Abgeordnete eine Sitzung, eine außerplanmäßige Sitzung verlangen können. Dann muss der Tiroler Landtag auch in der Sommerpause zusammenkommen.
Lukas:
Und dann, jedes Jahr, mitten im Sommer, wird die ruhigere Zeit auf jeden Fall für einen Tag unterbrochen. Der Hohe Frauentag bringt Bewegung ins Landhaus, erzählt uns Renate Fischler.
Fischler:
Am 15. August ist der Sommerfrieden kurzfristig unterbrochen. Da bricht sowohl in der Verwaltung, aber auch in der Politik leichte Hektik aus. Der 15. August ist ja in Tirol der klassische Hohe Frauentag und an diesem Hohen Frauentag ist es Usus, dass die Tiroler Landesregierung aus ihrer Sommerpause zurückkommt zu einer offiziellen Sitzung. Im Anschluss an diese Sitzung findet zumeist in der Hofburg in Innsbruck eine große Veranstaltung statt, wo die verschiedenen Landesauszeichnungen an verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger in Tirol vergeben werden. Und das ist auch der Anlass, wo natürlich auch ein Großteil der Abgeordneten nach Innsbruck zurückkehrt, um eben bei diesem Festakt in der Hofburg dabei zu sein. Und dieser Anlass wird vermutlich natürlich auch schon genützt von der einen oder anderen Fraktion im Tiroler Landtag, um sich auf die nahende Herbstsession im Tiroler Landtag vorzubereiten.
Lukas:
Der Sommer wird also auch für symbolträchtige Politik genutzt. Tirol ehrt engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Innsbrucker Hofburg wird zur politischen Bühne. Sogar diplomatische Beziehungen können in der Ferienzeit gestärkt werden, weiß die Landtagsdirektorin. Die Landtagspräsidentin hat auch in der Sommerpause zu tun, die ist auch meistens da und hat natürlich auch andere offizielle Termine außerhalb der Sitzungen, die sie wahrnimmt und die nimmt sie natürlich auch im Laufe des Sommers wahr.
Fischler:
Ja, es kann auch durchaus sein, dass es offizielle Termine im Sommer gibt, dass zum Beispiel nationale oder internationale Delegationen sich anmelden, um uns dem Landtag einen offiziellen Besuch abzustatten. Es kann durchaus sein, dass zum Beispiel in Wien neu ernannte Botschafter von anderen Ländern ihre Vorstellungsrunde durch die Bundesländer ziehen und dabei auch nach Tirol kommen möchten und bei dieser Gelegenheit dem Herrn Landeshauptmann oder der Frau Landtagspräsidentin, sich vorzustellen oder ihren Antrittsbesuch abzustatten. Und solche Termine finden natürlich auch im Sommer statt.
Lukas:
Und nun zu unserer dritten und finalen Behauptung. Aussage 3. Politiker:innen sind in der sitzungsfreien Zeit viel öfter auf Festen und öffentlichen Events zu sehen. Ist das ein Vorurteil oder ist es die Wahrheit? Habt ihr wahrscheinlich die Antwort schon erraten. Es ist absolut wahr. Zum Beispiel für Florian Riedl ist der Sommer alles andere als ruhig. Als einerseits Bürgermeister der Marktgemeinde Steinach am Brenner und andererseits Obmann des Planungsverbandes Wipptal, jongliert er mit vielen Terminen.
Riedl:
Es sind viele Feste, wo wir anwesend sein müssen. Es sind da große Schützenfeste, Bezirksmusikfeste. Wir sind bei vielen Feste natürlich auch anwesend. Und du gehst ja du nicht als Privatperson hin, sondern du gehst da als Vertreter der Region hin, als Abgeordneter und natürlich nimmst du ja immer wieder Anliegen der Bevölkerung dann auch mit.
Lukas:
Der in Wörgl heimische Christian Kovacevic nutzt die sitzungsfreie Zeit gezielt, um ins Gespräch mit der Bevölkerung zu kommen, um Stimmungsbilder und Anliegen mitzunehmen, die im Herbst politisch verwertet werden sollen.
Kovacevic:
Einerseits versucht man sich Zeit zu nehmen, um ins Gespräch, in den Austausch mit der Bevölkerung zu kommen, um auch wieder ein Stimmungsbild oder verschiedene Anliegen, Anregungen aus der Bevölkerung mitzunehmen, die wir dann ja auch wieder politisch im Herbst verwerten wollen oder müssen in Form von Anträgen oder sonstigen Gesetzesnovellen. Das andere ist aber auch, dass man partei- oder fraktionsintern auch versucht, sich auszutauschen. Das ist ja ganz wichtig, auch die eigenen Sympathisantinnen und Sympathisanten auch informiert zu halten und auch Präsenz zu zeigen, um in ganz engem Kontakt und Austausch mit denen zu stehen, die einen auch tagtäglich unterstützen und da auch Informationen mitzuteilen.
Lukas:
Andrea Haselwander-Schneider, Parteiobfrau der Liste Fritz, sammelt ihre Eindrücke im mobilen Fritz-Café, mit denen die Liste Fritz durchs Land tourt, um direkt mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu kommen.
Haselwanter-Schneider:
Ja, es ist auch die Zeit, dass wir einfach durchs Land dingeln. Das kann einmal sein, dass wir da oder dort sagen, okay, sind wir mit dem E-Bike unterwegs oder das andere Mal gehen wir einen Betrieb besichtigen, das dritte Mal bauen wir unser Fritz-Café auf. Wir haben sehr guten Kaffee, wir haben Kuchen, wir haben Kekse, wir haben kalte Getränke mit uns zu reden, uns mitzuteilen, wo der Schuh drückt.
Lukas:
Auch die Tiroler Grünen sind im Sommer unterwegs. mit einer Tour, die sich ganz einem Thema widmet, der gesunden Jause für Kinder. Petra Wohlfahrtstätter erzählt, was dahintersteckt.
Wohlfahrstätter:
Viele Abgeordnete, viele PolitikerInnen machen Sommertouren, so auch die Grüne Partei. Wir sind heuer im Sommer in ganz Tirol unterwegs. Es geht um die gesunde Jause in Schule und Kindergarten mit regionalen Produkten. Also im weiteren Sinne geht es um Kindergesundheit, um Prävention. Wir haben ein ganz tolles Programm und werden an verschiedenen Standorten in Tirol dann zu finden sein.
Lukas:
Bevor wir zum Grande Finale kommen. Natürlich wird im Sommer auch geurlaubt. Auch Politiker und Politikerinnen brauchen zwischendurch eine Pause, um Kraft zu tanken, sagt Daniel Maschik.
Marschik:
Ich glaube, man darf da nicht vergessen, dass wir Politiker ja auch nur Menschen sind. Wir brauchen auch einmal unseren Freiraum, unsere Auszeit und da möchte ich halt auch nochmal betonen, das ist nicht diese sitzungsfreie Zeit, die wir uns da komplett für uns in Anspruch nehmen. Ich meine, das ist vielleicht einmal eine Woche oder eine zweite Woche, aber wir sind Menschen und ich glaube, wir haben auch unseren Freiraum, unsere Pause verdient, um Energie zu tanken, weil wir stehen ja auch im Dienste der Bevölkerung und es ist kein Job, wo man um 9 Uhr ins Büro geht oder um 8 Uhr und um 17 Uhr dann das Büro verlasst. Es ist ein 24-Stunden-Job und es ist kräftezehrend und da darf halt auch einmal eine kurze Verschnaufpause drinnen sein. So wie es ja auch unsere Mitarbeiter immer verdient haben. Oder jeder, der was auch in der Arbeitswelt natürlich ist.
Lukas:
So, und damit nähern wir uns dem Ende der heutigen Folge, aber nicht ohne Sommergrüße. Ladies first, Susanna Riedlsperger, mach bitte den Anfang.
Riedlsperger:
Ich wünsche allen da draußen, die zuhören, einen wunderbaren Sommer, hoffentlich auch ab und zu mit einem Podcast auf den Ohren, irgendwie eine schöne Seerunde oder eine Abendrunde auf den Berg zu gehen oder auch irgendwie im Zug oder im Flugzeug zu sitzen, einen schönen Urlaubsort. Ich persönlich höre sehr, sehr gerne Podcast, während ich fliege und genieße den Sommer und hoffentlich haben wir ein schönes Wetter.
Lukas:
Daniel Marschik lässt es sich nicht nehmen und holt für seinen Sommergruß ein bisschen weiter aus.
Marschik:
Also ich wünsche natürlich der gesamten Tiroler Bevölkerung einen schönen Sommer, Eine sehr feine Erholungszeit mit der Familie, vor allem auch die Kinder, die Schüler und Schülerinnen, dass sie wieder Energie tanken können fürs nächste Schuljahr, aber natürlich auch die Kinder. Arbeitenden Bevölkerung eine schöne Zeit, eine erholsame Zeit, auch vielleicht eine schöne Reise, dass man auch sich einen Urlaubstraum erfüllt und dann wieder energiegeladen zurückkommt. Und da hat man mich dann gefreut, wenn dann wieder alle interessiert der Tiroler Landespolitik folgen, wenn wir wieder dann alle im Sitzungssaal zusammenkommen.
Lukas:
Auch Christian Kovacevic sendet sommerliche Grüße.
Kovacevic:
Wünsche allen Hörerinnen und Hörern eine möglichst beschwerdefreie und erholsame Sommerzeit und viel Spaß bei den jeweiligen Aktivitäten.
Lukas:
Und Florian Riedl sendet ebenfalls sommerliche Grüße und hofft auf erholsame Zeiten für seine Kolleginnen und Kollegen.
Riedl:
Ich wünsche allen Abgeordneten, die weniger Stress haben im Sommer, schöne erholsame Sommerzeit.
Wohlfahrstätter:
Ich darf allen Hörerinnen und Hörern des Podcasts Adlerohren einen schönen, erholsamen und vor allem gesunden Sommer wünschen und dass sie alle dann im Herbst wieder gesund da sind, wo sie sein wollen.
Lukas:
Da war jetzt Petra Wohlfahrtstätter zu hören. Und das letzte Wort gehört heute Andrea Haselwander-Schneider.
Haselwanter-Schneider:
Ja, also ich wünsche natürlich allen einen wunderbaren Sommer, also ein paar schöne Tage, weil dann kann man es auch zu Hause bei uns in Tirol sehr schön genießen. Und ich hoffe, dass sich alle gut erholen und trotzdem die politische Berichterstattung konsumieren.
Lukas:
Also, auch wenn der Landtag keine Sitzungen abhält, Politik macht keine Pause. Die sitzungsfreie Zeit ist eine Phase der Begegnungen, der Vorbereitungen und oft der inhaltlichen Schärfung. Und auch unser Podcast Adlerohren macht keine Sommerpause. In der kommenden Woche gibt es weitere Einblicke, Stimmen und Perspektiven aus dem Tiroler Landtag zum Thema Föderalismus. Es wird also um Machtverteilung, ums liebe Geld und auch einen Blick über den österreichischen Tellerrand gehen. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert bitte Adlerohren Tiroler Landtagsgeschichten auf eurer bevorzugten Podcast-Plattform. Lasst uns eine gute Bewertung da und teilt uns eure Gedanken dazu mit unter adlerohren.at oder auf unseren Social Media Kanälen. Außerdem packen wir euch einen Feedbackbogen in die Shownotes und es würde uns sehr freuen, wenn ihr den ausfüllen könntet. Wir sind nämlich gespannt darauf, was euch gefällt, was ihr verbessern möchtet, welche Themenvorschläge ihr für uns habt und generell interessieren uns euren Meinungen und Ideen. Also her mit dem Feedback. Wir freuen uns, wenn ihr auch das nächste Mal wieder mit dabei seid. Servus, Pfiat euch und bis zum nächsten Mal.