Aktuelles aus der Regierungssitzung

Vom kritischen Umgang mit digitalen Medien bis zu IT-Standards an Tiroler Schulen: Tiroler Bildungsservice „TiBS“ auch 2026 wichtiger Partner

  • 300.000 Euro für Verein im heurigen Jahr
  • „Virtuelles Haus der Bildung“ als Aushängeschild – zwei Millionen Aufrufe im Jahr
  • 18.500 Kursangebote über Tiroler Bildungskatalog
  • TiBS als Drehscheibe und Motor für Einsatz und Koordination digitaler Medien an Bildungseinrichtungen

Ein Verein, der in Tirol den Einsatz von digitalen Medien an Tirols Bildungseinrichtungen fördert. Das ist TiBS – „Tiroler Bildungsservice – Verein zur Förderung der digitalen Medien im Bildungswesen“. Das TiBS unterstützt Schulerhalter ebenso wie Einrichtungen der Erwachsenenbildung nicht nur bei der digitalen Ausstattung an Bildungseinrichtungen, sondern widmet sich auch aktuellen Herausforderungen und Chancen. Dazu zählt beispielsweise der kritische Umgang mit Online-Medien, sei es auf Social Media oder im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Dafür stellt TiBS Lernmaterialien und Kurse ebenso niederschwellig zur Verfügung wie eine saferinternet.at-Trainerin für SchülerInnen der ersten bis zur vierten Klasse. Zudem unterstützt der Verein bei der Weiterentwicklung der MINT-Regionen und setzt IT-Standards an Tirols Schulen auf und um. Ein Aushängeschild des Vereins: ein virtuelles „Haus der Bildung“. Das Internet-Portal „Tiroler Bildungsservice“ verzeichnete im vergangenen Jahr zwei Millionen Aufrufe. Alles in allem ein Auszug aus dem Tätigkeitsfeld im Jahr 2025, der zeigt: TiBS ist Drehscheibe und Motor digitaler Bildungsweiterentwicklung in Tirol. Diesen Aufgaben widmet sich der Verein auch heuer – dafür werden 300.000 Euro bereitgestellt. Das beschloss die Tiroler Landesregierung heute, Dienstag, auf Antrag von Bildungslandesrätin Cornelia Hagele.

„Informationen für Lehrpersonen und Eltern, Vernetzung von Einrichtungen, Hardware-Ausstattungsempfehlungen und Sensibilisierung rund um Online und Digital – all das muss koordiniert werden, was nicht nur ein entsprechend großes Aufgabenfeld, sondern auch ein hohes Maß an Verantwortung mit sich bringt. Hier setzt das TiBS an, auf dessen Leistungen und Know-how seit vielen Jahren gesetzt wird. Es profitieren davon zahlreiche Schulen in Tirol bzw. Gemeinden als Erhalter“, betont LH Anton Mattle

TiBS gibt es seit dem Jahr 2000. Seit Beginn der Digitalisierungsoffensive im Jahr 2018 setzt das Land Tirol auch in diesem Bereich auf die Leistungen des Vereins. Er begleitete den Digitalisierungsprozess und bietet bis heute ein umfassendes Service an. Beim TiBS tätig sind Vereinsangestellte ebenso wie Landes- und Bundeslehrkräfte. „Große bildungspolitische Vorhaben brauchen klare Strukturen, verlässliche Partner und eine starke Koordination. Genau hier leistet das TiBS einen entscheidenden Beitrag. Mit dieser zentralen Drehscheibe schaffen wir in Tirol einen echten Mehrwert für unsere Bildungseinrichtungen – und vor allem für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die dort lernen und sich weiterentwickeln“, ist LHStv Philip Wohlgemuth überzeugt.

„Der Verein berät in Bereichen der IT und vernetzt die Angebote der Tiroler Bildungslandschaft bei der Arbeit mit digitalen Medien und in der Digitalisierung, die einen zunehmend wichtigen Stellenwert einnehmen. Aber auch der Vor-Ort-Support an den Tiroler Schulen sowie die Förderung des elektronisch gestützten Lehrens und Lernens sind wesentliche Aufgaben. Diese werden vonseiten der Bildungseinrichtungen geschätzt, weshalb wir den Vereinsbetrieb auch heuer wieder finanziell unterstützen“, sagt LRin Hagele und verweist auf Auszüge des Leistungskatalogs 2025:

  • Virtuelles Haus der Bildung: Internet-Portal „Tiroler Bildungsservice“ mit zwei Millionen Aufrufen im Jahr 2025
  • 18.500 Kursangebote: Tiroler Bildungskatalog – eine Online-Datenbank mit zahlreichen Angeboten von verschiedenen Anbietern, Informationen und Unterstützung bei Förderungen (Bildungsgeld update des Landes, Zukunftsaktie der AK Tirol)
  • 14 DigiMINT-Coaches: Sie unterstützen elektronisch gestütztes Lehren und Lernen in der Primastrufe 
  • Eine Saferinternet.at-Trainerin: Beratungsarbeit und Bewusstseinsbildung zu IT-Sicherheit
  • 634 betreute Schulen: Unterstützung vor Ort für Tiroler Schulen, um SchülerInnen das bestmögliche Angebot rund um digitale Medien zu liefern
  • Auszüge zu umgesetzten Projekten aus dem Jahr 2025: 
    • MINT-Schecks – digitale Formulare für die Einreichung, Förderabwicklung und Administration
    • Moodle-Kurse für die Digitale Grundbildung und für die Kompetenzüberprüfung (IKM+)
    • Girls‘ Day 2025 – digitales Anmeldetool inkl. VVT-Ticket und Administrationstool
    • TSNweb-Schulungen für Lehrpersonen und Kindergartenleitungen
    • Organisation des Digi-Day für Volksschulen
    • Informationsbereich für Eltern zum Thema „Sicherheit im Netz“ auf der TiBS-Website unter www.tibs.at/elterninfo
    • Webportale: Gesunde Schule Tirol und Bildung nachhaltige Entwicklung
    • Moodlekurs zu Gesundheitskompetenz mit tirol kliniken und Tiroler Bildungsinstitut Medienzentrum
    • Unterstützung der First Lego League (FLL)-Bewerbe in Tirol


Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung

Neuerungen im Musikschulwesen – Wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“: Energie, Wald, Landwirtschaft, Gesundheit – der Tirol Konvent wirkt auf sämtliche Bereiche der Tiroler Landesverwaltung. Auch auf die Musikausbildung: Während kürzlich die Website www.musikausbildung.tirol überarbeitet und damit allen voran auch vereinfachte Anmeldemöglichkeiten geschaffen wurden, gibt es nun auch eine Neuerung beim diesjährigen „prima la musica“-Landeswettbewerb: Gestern startete der renommierte Bewerb und läuft bis 10. März 2026. Neu ist heuer, dass über plm2go.musikausbildung.tirol Informationen in Echtzeit abgerufen werden können – von Einblicken in Probe- und Auftrittszeiten, Tipps zur Gastronomie bis hin zu einem laufend aktualisierten Online-Programm. „Digitalisierung ist ein Teil des Tirol Konvents und soll dort eingesetzt werden, wo es Sinn macht und einen Mehrwert für Nutzerinnen und Nutzer bringt. Der neue digitale Assistent für Wissenswertes rund um prima la musica bietet genau das für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Familien und Interessierte. Auch heuer nehmen 900 junge Menschen aus Tirol und Südtirol teil. Wir schaffen mit diesem Service nicht nur eine Zusatzleistung im Musikbereich – es ist eine weitere Schraube im Gesamtprozess Tirol Konvent, mit dem wir die Tiroler Landesverwaltung modernisieren“, betont LH Anton Mattle, dass in weiterer Folge die Angebote aus dem Musikausbildungsbereich auch direkt über service.tirol.gv.at abrufbar sein sollen. Digital Service Tirol gilt bereits jetzt als zentrale Plattform für Bürgerservices – ihre Funktionen und Vorteile werden laufend erweitert. Mit der Implementierung des Musikschulbereichs sollen weitere Vereinfachungen wie die Schulgeldabrechnung des Tiroler Landeskonservatoriums (TLK), Studienbestätigungen und alle weiteren mit dem Besuch des TLK in Zusammenhang stehenden Unterlagen abgerufen und erledigt werden können. Dazu finden bereits konkrete Abstimmungen statt. Die für das Musikschulwesen zuständige LRinCornelia Hagele ergänzt: „Wer Musik lehren und lernen will, soll in Tirol die Möglichkeit dazu haben. Dazu braucht es einfache Anmelde- ebenso wie moderne Informationsmöglichkeiten. Gerade im Musikwesen entwickelt sich aktuell sehr viel weiter.“