- Förderungen des Landes für Ausbildung, Ausrüstung, Fahrzeuge und Infrastruktur
- Fördermittel für Spezialausrüstung für Krisen- und Katastropheneinsätze
- Nicht mehr gebrauchte Fahrzeuge und Ausrüstung kommen Feuerwehrpartnerschaft zugute
Neue Feuerwehrhäuser, moderne Fahrzeuge und Ausrüstung oder auch Spezialausbildungen – die Tiroler Feuerwehren investieren laufend, um für Einsätze aller Art bestmöglich gerüstet zu sein. All das kostet Geld – das Land Tirol unterstützt die Tiroler Feuerwehren daher tatkräftig finanziell. Alleine dieses Jahr wurden den Tiroler Feuerwehren insgesamt rund 21 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Investitionen in mehr Sicherheit
„Egal ob Brand, Autounfall oder Hochwasser – die Tiroler Feuerwehren rücken aus, wenn Hilfe benötigt wird. Sie sind der Garant unserer Sicherheit. Maßgeblich dafür sind die über 33.000 ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder. Ihr freiwilliges Engagement ist das Fundament unseres Sicherheitsapparats. Neben engagierten und bestens ausgebildeten Feuerwehrleuten benötigt es für diese Einsätze jedoch auch das nötige Rüstzeug. Als enger Partner unterstützen wir die Tiroler Feuerwehren dabei bestmöglich. Jeder investierte Euro trägt direkt zum Schutz der Menschen in Tirol bei“, erklärt Sicherheitslandesrätin Astrid Mair.
Dem pflichtet auch Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter bei: „Durch den Klimawandel und damit einhergehend den zunehmenden Extremwetterereignissen steigen die Anforderungen an die Feuerwehr. Insbesondere bei Krisen- und Katastropheneinsätzen nach Hochwasser oder Muren bedarf es spezieller Ausrüstung. Diese ist oft kostspielig. Doch Fakt ist: Je besser die Feuerwehren ausgestattet sind, desto besser können wir im Ernstfall helfen. Ohne finanzielle Unterstützung durch das Land wäre das nicht möglich.“
Förderungen von Hochleistungspumpen bis zu Ausbildungen
Von neuen Drehleiter- und Tanklöschfahrzeugen über Hebekissen und Wärmebildkameras bis hin zu Pagern und Atemschutzgeräten – mit Hilfe der Förderungen des Landes verfügen die Tiroler Feuerwehren über moderne Ausrüstung und Fahrzeuge.
Gefördert werden zudem Spezialausrüstung für den Katastrophenfall – beispielsweise Notstromaggregate oder auch Großpumpen. So findet sich in der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach seit diesem Jahr die größte Hochleistungspumpe Westösterreichs. Mit einem 278 PS starken Dieselmotor und einem Pumpvermögen von 25.000 Liter Wasser pro Minute kann diese für Hochwassereinsätze in ganz Tirol verwendet werden (siehe dazu auch Presseaussendung des Landes vom 14. März 2025).
„Solche Spezialausrüstung wie Hochleistungspumpen oder auch Hochwasserbarrieren werden strategisch an ausgewählten Standorten in ganz Tirol platziert. Von den ausgewählten Standortfeuerwehren aus, deren Mitglieder speziell für die Geräte geschult werden, können diese dann in ganz Tirol eingesetzt werden“, erklärt Landesfeuerwehrinspektor Rene Staudacher und ergänzt: „Welche Fahrzeuge und Ausrüstung wo benötigt werden, stimmen wir stets eng mit den jeweiligen Ortsfeuerwehren und Gemeinden ab. Gemeinsam überlegen wir uns, wie der Schutz der Bevölkerung vor Ort bestmöglich gewährleistet werden kann.
Zusätzliche Fördermittel des Landes fließen in den Neubau oder die Sanierung von Feuerwehrhäusern sowie die Landesfeuerwehrschule in Telfs. Jährlich finden dort rund 300 Kurse mit gesamt 6.000 Teilnehmenden zu verschiedensten Themen – etwa im Bereich der Atemschutz- oder Maschinistenausbildung – statt.
Feuerwehrpartnerschaften mit Kroatien und Nordmazedonien
„Wird ein noch funktionstüchtiges Feuerwehrfahrzeug in Tirol außer Dienst gestellt, erhält es dank der Feuerwehrpartnerschaften ein zweites Leben“, erklärt Sicherheitslandesrätin Mair. Neben der Feuerwehrpartnerschaft Tirol-Kroatien, im Rahmen derer seit 2011 zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge sowie Ausrüstung aus Tirol an über 100 kroatische Feuerwehren übergeben wurden, gibt es seit heuer auch eine Feuerwehrpartnerschaft mit Nordmazedonien (siehe dazu auch Presseaussendung des Landes vom 20. September 2025). Teil der Partnerschaften sind neben der Übergabe von Ausrüstung und Fahrzeugen, die noch voll funktionsfähig sind, in Tirol jedoch aus unterschiedlichen Gründen außer Dienst gestellt wurden, auch grenzübergreifender Austausch und Ausbildungen.
„Unsere Feuerwehrpartnerschaften sind in dieser Form einzigartige Vorzeigeprojekte grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Dabei sind es Projekte, von denen beide Seiten – sowohl in Kroatien und Nordmazedonien als auch Tirol – profitieren. Der Austausch von Erfahrung und Know-how ist eine Bereicherung für alle“, so LRin Mair, die hinzufügt: „Diese Partnerschaften werden wir auch im kommenden Jahr weiter vorantreiben und ausbauen.“
