Erfolgreicher Start: FRIDA findet ihren Platz. Und 11.000 Kinder in Tirol auch.

Große Nachfrage: Insgesamt rund 11.000 Anmeldungen über digitale Anmeldeplattform FRIDA eingebracht

  • Rund 600 analoge Anmeldungen über Gemeinden, Erhalter und Einrichtungen eingelangt
  • Positive Bilanz zur Informationskampagne des Landes
  • So geht es weiter: Zuteilung der Platzvergabe beginnt, KoordinatorInnen unterstützen bei Fragen, Anliegen und Vermittlung
  • Alle weiteren Schritte und FAQs zur Platzvergabe: www.tirol.gv.at/frida

Noch bis morgen (Samstag, 31. Jänner) können Eltern und Erziehungsberechtigte ihren Bedarf für einen Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplatz über FRIDA einmelden. Rund 11.000 Anmeldungen gingen seit 1. Dezember 2025 ein. LH Anton Mattle und Bildungslandesrätin Cornelia Hagele ziehen heute Bilanz – und die fällt positiv aus: „Tirol ist das einzige Bundesland, das den Mut hat, um ein Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung umzusetzen. Das ist natürlich mit Herausforderungen und Anstrengungen verbunden. Hürden, die sich auftun, versuchen wir bestmöglich zu überspringen und Probleme, die auftauchen, rasch zu lösen. Der Erfolg gibt uns recht: Die Anmeldeplattform FRIDA ist gut gestartet und umfasst Anträge von rund 11.000 Kinder, die nun einen qualitätsvollen und möglichst wohnortnahen finden werden. Dieser Erfolg wäre ohne die tatkräftige Unterstützung der Gemeinden, privaten Erhalter und Einrichtungen nicht möglich gewesen. Unser besonderer Dank gilt auch allen Eltern für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen. Klar ist, dass das Recht auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplatzes nicht mit dem Start im Herbst 2026 zu Ende ist. Der quantitative und qualitative Ausbau der Kinderbetreuung in Tirol ist eine dauerhafte Aufgabe und die Stärkung der frühkindlichen Bildung ein permanentes Anliegen.“ Nur rund 600 Anmeldungen wurden analog über Gemeinden, private Erhalter oder Einrichtungen eingebracht. Nun gehe es an das Kernelement des Prozesses: die Platzvergabe. „FRIDA bildet das erste große Element in diesem Prozess. Es folgt nun die konkrete Platzvergabe, bei der allen voran auch die eigens geschulten Koordinatorinnen und Koordinatoren des Landes gefragt sind“, erklärt LRin Hagele. Sollten nämlich keine Plätze in der/den Wunscheinrichtung(en) vergeben werden können, unterstützen diese bei der Vermittlung eines Platzes.

Auch für Fragen stehen die KoordinatorInnen des Landes weiterhin zur Verfügung. Bislang gingen dort rund 1.000 Anfragen ein – vorwiegend zur ID Austria oder den bereitzustellenden Dokumenten. „Die Zahl der Anfragen im Verhältnis mit der Zahl von Anmeldungen und Aufrufen untermauert, dass wir mit der Informationsoffensive und dem zur Verfügung gestellten Informationsangebot – auch über Partner wie Gemeinden und Einrichtungen – den richtigen Weg eingeschlagen haben“, betont LRin Hagele. Die Kampagne wurde federführend von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Landes in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Elementarbildung und allgemeines Bildungswesen umgesetzt.

Noch bis morgen, Samstag, können Anmeldungen für das Betreuungsjahr 2026/27 auf www.tirol.gv.at/frida für Kinder bis 15 Jahre, die erstmalig eine Einrichtung besuchen oder die Einrichtung wechseln, vorgenommen werden. Bis 31. Jänner müssen die Anmeldedaten als „eingebracht“ bzw. abgeschickt gelten, damit das Recht auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplatzes berücksichtigt werden kann. Anmeldungen über FRIDA sind ab 1. Februar 2026 weiterhin möglich, werden jedoch als „nicht fristgerecht“ ausgewiesen und werden nachgereiht bearbeitet.

So geht es mit FRIDA weiter – Status wird laufend aktualisiert

Mit Ablauf des 31. Jänners 2026 können Eltern und Erziehungsberechtigte keine Anpassungen in den Formularen auf FRIDA vornehmen. Direkt im Anschluss beginnt die Reihung und Platzvergabe bei den Erhaltern von privaten und betrieblichen Kindergärten, Krippen und Horten. Am 1. März folgt die Einteilung bei öffentlichen Erhaltern bzw. den Gemeinden. Währenddessen ist eine Kontaktaufnahme zwischen Eltern und den Einrichtungen selbstverständlich laufend möglich. Sobald ein Platz in einer Einrichtung gefunden wurde, erhalten Eltern und Erziehungsberechtigte eine Zusage per E-Mail. Die Abwicklung aller fristgerechten Anmeldungen ist bis 1. April 2026 vorgesehen.

FRIDA schafft faire Platzvergabe in Tirol

„FRIDA ist das organisatorische Herzstück bei der Umsetzung des Rechts auf Kinderbildung und Kinderbetreuung. Damit leisten wir Pionierarbeit für Österreich. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind ab dem zweiten Geburtstag soll in Tirol einen Betreuungsplatz bekommen, wenn er gebraucht wird. Damit schaffen wir echte Wahlfreiheit“, betont LH Mattle. „Mit FRIDA wollen wir die Anmeldung vereinfachen und für eine faire, bedarfsgerechte und transparente Vermittlung von Bildungs- und Betreuungsplätzen in ganz Tirol sorgen. Die Platzvergabe folgt einem klaren Prozedere. Sollte ein Kind ab dem zweiten Geburtstag kein Platz direkt vermittelt werden können, greifen eigens geschulte Koordinatorinnen und Koordinatoren unterstützend ein“, erklärt LRin Hagele.

Die Tarifgestaltung der Kinderbetreuung fällt in die Autonomie der Gemeinden und Einrichtungen, seitens des Landes wird ein leistbarer Tarif empfohlen und auch gefördert. Um den Prozess voranzubringen, entwickelt das Land Tirol ein positives Anreizsystem, um Gemeinden bei der Umsetzung von Harmonisierungsschritten der Tarife zu unterstützen und die Tarife über einen längeren Zeitraum bestmöglich anzugleichen. Der empfohlene Wert für eine leistbare Kinderbildung und -betreuung in Kinderkrippen und Horten soll mit Beginn des Kinderbildungs- und -betreuungsjahres 2026/27 bei 1,20 Euro pro Stunde liegen. Auf Basis einer tirolweiten Erhebung aller Elternbeiträge von öffentlichen Erhaltern wurde dieser Mittelwert errechnet. Unter Berücksichtigung der Unterstützungsleistungen für alle Familien, wie etwa die Familienbeihilfe, sowie soziale Abfederungsmaßnahmen, wie das Kindergeld Plus wird dieser Wert als angemessen betrachtet.

FRIDA Hotline weiter erreichbar

Wie bisher stehen die KoordinatorInnen auch weiterhin unter der FRIDA-Hotline für allfällige Anliegen und Fragen zur Verfügung und unterstützen die Eltern und Erziehungsberechtigten. 

Die FRIDA-KoordinatorInnen sind auf folgendem Wege erreichbar:

  • FRIDA-Hotline unter 0512 508 7723 (Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr).
  • E-Mail an vermittlung.elb@tirol.gv.at