- Monatliche Ausbildungsvergütung von mindestens 1.000 Euro (netto) für die Dauer des Studiums
- Bewerbungsfrist bis 30. April 2026 – weitere Informationen und Bewerbung unter www.tirol.gv.at/medizinstudium
Eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in ganz Tirol – ein Ziel und eine Aufgabe, die das Land Tirol stets mit oberster Priorität verfolgt. Um insbesondere die psychiatrische Versorgung in Tirol nachhaltig zu stärken, werden ab dem Studienjahr 2026/27 erneut bis zu fünf gewidmete Medizinstudienplätze an der Medizinischen Universität Innsbruck vergeben. Die Studienplätze richten sich an angehende Studierende, die beim Aufnahmeverfahren für Humanmedizin (MedAT) zwar zu den besten 25 Prozent zählen, jedoch keinen regulären Studienplatz erhalten. Im Unterschied zu den Vorjahren gibt es heuer einen anderen Fokus: Nach Abschluss ihres Studiums erhalten sie entweder eine gesicherte Ausbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Psychiatrie oder eine frei wählbare Facharztausbildung am BKH Lienz. Bei dem Projekt handelt es sich um einen nationalen Schulterschluss des Bundeministeriums für Landesverteidigung (BMLV), des Bundesministeriums für Inneres (BMI), der Länder und der Österreichischen Gesundheitskasse mit den Medizinischen Universitäten.
„Mit den gewidmeten Medizinstudienplätzen schaffen wir gezielte Anreize für angehende Medizinerinnen und Mediziner, ihre berufliche Zukunft im Tiroler Gesundheitswesen zu verankern. Bereits in den Vorjahren hat sich dieser Weg bewährt – es konnten 12 Studienplätze für angehende Amtsärztinnen und Amtsärzte gefunden werden. Gerade in der psychiatrischen Versorgung investieren wir mit dem neuen Fokus nachhaltig in jene Bereiche, in denen der Bedarf besonders hoch ist. Unser Ziel bleibt es, die Gesundheitsversorgung der Tiroler Bevölkerung langfristig abzusichern und gleichzeitig attraktive Perspektiven für junge Ärztinnen und Ärzte zu schaffen“, betont Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele.
Finanzielle Absicherung und klare berufliche Perspektiven
BewerberInnen für die gewidmeten Studienplätze verpflichten sich vertraglich dazu, nach Abschluss ihres Studiums entweder eine Ausbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Psychiatrie zu absolvieren und für mindestens fünf Jahre als FachärztIn für Psychiatrie in Tirol tätig zu sein oder eine frei wählbare Facharztausbildung am BKH Lienz zu absolvieren und für mindestens fünf Jahre am BKH Lienz tätig zu sein.
Durch die gewidmeten Medizinstudienplätze erhalten angehende Studierende nicht nur einen Studienplatz für Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck, sondern auch eine monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von mindestens 1.000 Euro für die gesamte Dauer des Studiums. Bei Nichteinhaltung greifen entsprechende Rückerstattungsregelungen.
So funktioniert die Bewerbung
Bis zum 30. April 2026 können Bewerbungen für einen gewidmeten Medizinstudienplatz (Lebenslauf, Motivationsschreiben und MedAT-Zahlungsbestätigung) über die Website des Landes eingereicht werden. Nach Abschluss der Bewerbungsfrist werden die am besten geeigneten KandidatInnen im Rahmen eines speziellen Auswahlverfahrens ermittelt und an die Medizinische Universität Innsbruck gemeldet. Unabhängig vom Bewerbungsverfahren des Landes Tirol muss auch das Aufnahmeverfahren MedAT für das Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck durchlaufen werden. Das bedeutet: BewerberInnen müssen sich selbstständig für den MedAT an der MedUni Innsbruck bis 31. März 2026 anmelden und diesen erfolgreich absolvieren.
Die gewidmeten Studienplätze werden im Anschluss an jene BewerberInnen vergeben, die beim MedAT zwar unter den besten 25 Prozent der angetretenen StudienbewerberInnen sind, jedoch – unter anderem aufgrund des hohen Andrangs – keinen regulären Studienplatz erhalten haben. Jene fünf der vom Land Tirol an die Medizinische Universität Innsbruck gemeldeten KandidatInnen mit dem besten Ergebnis innerhalb dieser Gruppe erhalten einen der gewidmeten Medizinstudienplätze.