- Im Fokus: Grundlagenforschung im Euregio-Gebiet
- Ausschreibung bis Mai 2026 über Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF
- 25 Euregio-Forschungsprojekte bislang unterstützt
- Antragstellung über die Website des FWF: www.fwf.ac.at/euregio
Innovation voranbringen, Wissen erweitern und jungen ForscherInnen aus der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino die Zusammenarbeit ermöglichen: Universitäten und Forschungsstätten aus den drei Landesteilen können ab sofort wieder um finanzielle Unterstützung durch den EuregioScienceFund (Euregio-Wissenschaftsfonds) ansuchen. Dies geben die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino und der Österreichische Wissenschaftsfonds FWF bekannt. Die Bandbreite an möglichen Forschungsvorhaben ist vielfältig – im Vorjahr überzeugte beispielsweise ein Projekt der Universität Innsbruck, mit dem Vorhersagen der Schneedynamik mit bisher unerreichter Präzision ermöglicht werden sollen.
Bereits im Jahr 2014 hat die Euregio-Versammlung beschlossen, einen Euregio-Forschungsfonds einzurichten, um mehrjährige, grenzübergreifende Innovationsprojekte aus der Grundlagenforschung im Gebiet der Euregio zu fördern. In den ersten fünf Vergaberunden wurden über 230 Projekte eingereicht, 25 davon konnten sich in der Vergabe behaupten. Im nunmehr sechsten Fördercall stellen die Länder Tirol, Südtirol und Trentino insgesamt 3,9 Millionen Euro für die Förderung interregionaler Forschungsprojekte zur Verfügung.
„Mit Wissen und Innovationen die Euregio stärken“
Die für Wissenschaft, Forschung und Universität zuständigen Landesregierungsmitglieder, die Landesrätin des Euregio-Vorsitzlandes Tirol, Cornelia Hagele, der Südtiroler Landesrat Philipp Achammer und der Landeshauptmannstellvertreter des Trentino, Achille Spinelli rufen Forschende aus Einrichtungen aller drei Euregio-Länder auf, sich auf die grenzübergreifende Zusammenarbeit einzulassen und entsprechende Kooperationsprojekte einzureichen: Mit dem Förderangebot würden die drei Euregio-Länder nicht nur die Innovationskraft im Euregio-Gebiet und die wissenschaftliche Zusammenarbeit stärken – es ergäben sich auch attraktive Forschungsarbeitsplätze und somit berufliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Forschenden.
„Dass zuletzt erneut ein von der Universität Innsbruck koordiniertes Projekt aus dem EuregioScienceFund gefördert wurde, unterstreicht die wichtige Rolle der Tiroler Grundlagenforschung im grenzüberschreitenden Forschungsraum. Der Fonds eröffnet insbesondere jungen Forscherinnen und Forschern die Chance, internationale Kooperationen einzugehen und Projekte umzusetzen, die über nationale Förderformate hinausgehen – und stärkt damit nachhaltig den Wissenschaftsstandort Tirol“, ergänzt Wissenschaftslandesrätin Hagele und verweist auf die letzte Vergabe des EuregioScienceFund (siehe dazu die Pressemitteilung vom 24. April 2025).
Vergabe nach FWF-Standards
Bei der Fördervergabe arbeitet die Euregio erneut mit dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) zusammen. Dieser garantiert eine transparente Ausschreibung und qualitätsgesicherte Entscheidungsvorbereitung nach FWF-Standards. Alle Projektideen werden auf Basis des internationalen Peer-Review-Prozesses des FWF bewertet und der Euregio zur Förderung vorgeschlagen.
Auch FWF-Vizepräsident Georg Kaser begrüßt die neue Ausschreibungsrunde des EuregioScienceFund: „Kooperation macht Forschung erfolgreich. Der EuregioScienceFund fördert auch heuer wieder die enge Zusammenarbeit zwischen Teams aus allen drei Ländern, um Zukunftsthemen mit regionaler Relevanz voranzubringen. Die Auswahl durch den FWF garantiert dabei die hohe wissenschaftliche Qualität und unterstreicht das Innovationspotenzial der geförderten Projekte.“
Einreichfrist bis Ende Mai
Die Ausschreibung läuft bis 26. Mai 2026. Die geförderten Projekte werden im Sommer 2027 starten können. Die eingereichten Projekte müssen über 24 bis 36 Monate laufen und es müssen sich Forschungseinrichtungen aus allen drei Euregio-Ländern daran beteiligen. Detailinformationen zur Antragsstellung werden auf der Website des FWF im Bereich „Länderkooperationen – Tirol-Südtirol-Trentino“ veröffentlicht.