Start der Kampagne „Komm in die Gruppe! Ehrenamt? Ehrensache!“

Kampagne zum „Jahr des Ehrenamts“ ist diese Woche angelaufen

  • Mehrere Kampagnenphasen machen auf Vielfältigkeit im Ehrenamt und der Freiwilligenarbeit aufmerksam
  • Wertschätzung und Motivation „in die Gruppe zu kommen“ im Fokus
  • Land Tirol startete WhatsApp-Kanal „Ehrenamt Tirol“: www.ehrenamt.tirol – nach wenigen Tagen bereits über 1.000 Follower

„Komm in die Gruppe! Ehrenamt? Ehrensache!“ – das ist der Slogan der neuen Kampagne des Landes Tirol im „Jahr des Ehrenamts“. „Eine Gruppe steht für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Zugehörigkeit. Das ist es, was das Ehrenamt und das freiwillige Engagement ausmachen. Ehrenamt und Freiwilligkeit sind keine Pflicht, bieten aber die Möglichkeit, Teil von etwas Großem zu sein und Wesentliches zum gesellschaftlichen Gefüge beizutragen. Das wollen wir mit dieser Kampagne zum Ausdruck bringen und damit jene wertschätzen, die bereits in der Gruppe sind. Es sollen aber auch jene, die es noch nicht sind, motiviert werden, Teil der Gruppe zu werden. Ohne das freiwillige Engagement wäre so vieles in Tirol nicht möglich – gleichzeitig braucht es auch den Nachwuchs, der genau diese einzigartige Struktur in Tirol aufrechthält“, betont LH Anton Mattle

In den kommenden Wochen machen „Komm in die Gruppe“-Plakate in ganz Tirol neugierig und sollen Anreiz sein, sich mit dem Ehrenamt und der Freiwilligenarbeit auseinanderzusetzen. Während einerseits die starke Gruppe der (potentiellen) Ehrenamtlichen in den Fokus rückt, wird damit – bewusst doppeldeutig – auch der neue WhatsApp-Kanal des Landes beworben: Zu erreichen über www.ehrenamt.tirol wird dort laufend über Neuigkeiten, aktuelle Freiwilligenprojekte, Möglichkeiten für freiwilliges Engagement in Tirols Regionen, Veranstaltungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Vorteile für Ehrenamtliche und Freiwillige informiert. 

WhatsApp-Kanal bietet Infos und Einblicke in die Vielfältigkeit

„Bei ‚Ehrenamt Tirol‘ handelt es sich um den ersten tirolweiten WhatsApp-Kanal in der Form. Wir wollen Interessierte damit bestmöglich mit Informationen versorgen und Einblicke geben, wie vielfältig dieser Bereich ist und welche Möglichkeiten es gibt. Unsere Botschaft ist klar: Gemeinsam sind wir stärker“, sagt LH Mattle. Nach wenigen Tagen haben sich bereits über 1.000 Personen dieser WhatsApp-Gruppe angeschlossen und sind somit Teil der Gruppe. „Der Start hat unsere Erwartungen übertroffen. Es zeigt bereits, wie sehr Informationen zu Ehrenamt und Freiwilligenarbeit in der Tiroler Bevölkerung auf Interesse stoßen“, so der für Freiwilligenarbeit politisch zuständige Landeshauptmann.

Gemeinsame Arbeit für gemeinsame Verbesserungen

Die nächste Phase dieser breit ausgelegten Kampagne startet Mitte März, wenn konkrete Freiwilligkeitsbereiche wie Sicherheit oder Soziales in den Mittelpunkt gerückt werden. Hinter den Kulissen wird in Arbeitsgruppen außerdem an wesentlichen Neuerungen gearbeitet: Ausgelotet werden derzeit unter anderem neue Versicherungsmöglichkeiten für Freiwillige und Ehrenamtliche, die beispielsweise nicht im vereins- oder verbandlichen Ehrenamt tätig sind und damit derzeit oftmals über keinen entsprechenden Versicherungsschutz verfügen. Im Boot sollen zudem auch jene Vereine, Verbände und Institutionen sein, die gemeinsam mit LH Mattle und LHStv Philip Wohlgemuth im Jänner die Ehrenamtscharta unterzeichneten (siehe dazu Pressemitteilung vom 13. Jänner 2026): „Die enge Einbindung der Vereine, Verbände und Institutionen ist mir ein wesentliches Anliegen. Sie wissen oft am besten, wo der Schuh drückt und was verbessert werden kann. Wir verfolgen damit ganz klar eine Strategie, die auf Inputs und Ideen direkt aus der Praxis setzt – es ist eine gemeinsame Arbeit für gemeinsame Verbesserungen“, betont LH Mattle.

Informationen zum Ehrenamt finden sich auch unter www.tirol.gv.at/ehrenamt


Factbox: „Jahr des Ehrenamts“ – die Ziele

  • Rechtssicherheit stärken und Ehrenamtliche/Freiwillige schützen: Prüfung einer landesweiten, subsidiären Haftpflichtversicherung, Umsetzung einer zentralen und niederschwelligen Rechts- und Grundberatung, Initiierung einer Wissensplattform mit Informationen, Dokumentenvorlagen und FAQs
  • FunktionärInnen, KoordinatorInnen, VerantwortungsträgerInnen entlasten: Service-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote bündeln, Sichtbarkeit von Qualifizierungsangeboten (z.B. Vereins- und Freiwilligenakademie) erhöhen und diese flexibler gestalten (Online-, Kurz- und Abendformate)
  • Wahrnehmung in der Gesellschaft stärken: Prüfung eines neuen Ehrenamtsnachweises, landesweite Kampagne für mehr Sichtbarkeit und Information, regionale Ehrenamtstage in Anlehnung an Freiwilligenwoche (Fokus auf Weiterbildung und Vernetzung)

Zukunft des Tiroler Ehrenamts sichern: Nachwuchs gewinnen (Kooperationen mit Schulen, Jugendorganisationen, Betrieben), stärkerer Fokus auf projekt-, raum- und zeitbezogene Flexibilität bei Ehrenamtstätigkeiten, Maßnahmen für mehr Inklusion bei Freiwilligenarbeit, thematische Jahresschwerpunkte