LH Mattle und LRin Mair würdigen Einsatz aller Einsatzkräfte

Lawinensituation: Weiterhin größtmögliche Vorsicht geboten

  • Appell an WintersportlerInnen, Warnungen ernst zu nehmen
  • Einsatzorganisationen und Behörden im Dauereinsatz
  • Rund 450 BergretterInnen in der vergangenen Woche im Einsatz
  • Ehrenamt als eine der tragenden Säulen der Sicherheit in Tirol
  • Abseits gesicherter Pisten weiterhin große Lawinengefahr – langsame Entspannung erwartet

Die anhaltend herausfordernde Lawinensituation der vergangenen Tage hat in Tirol einen intensiven und koordinierten Einsatz zahlreicher Organisationen erforderlich gemacht. Landeshauptmann Anton Mattle und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair sprechen deshalb allen beteiligten Einsatzkräften ihren ausdrücklichen Dank und ihre Anerkennung aus.

„Die Einsatzkräfte und alle behördlichen Stellen in Tirol leisten Außergewöhnliches, insbesondere auch wieder am vergangenen Wochenende. Sie stehen rund um die Uhr im Einsatz, beurteilen laufend die Lage und sorgen mit höchster Professionalität für bestmögliche Sicherheit für Bevölkerung und Gäste. Dieser Einsatz verdient größten Respekt und aufrichtigen Dank“, betont LH Mattle. LRin Mair ergänzt: „Die aktuelle Situation zeigt eindrucksvoll, wie wichtig das Zusammenspiel unserer Behörden und Einsatzorganisationen ist. Alle Beteiligten handeln hochprofessionell, besonnen und mit großem Engagement – vielfach ehrenamtlich und unter anspruchsvollsten Bedingungen.“ Der Landeshauptmann und die Sicherheitslandesrätin appellieren an WintersportlerInnen, die Warnungen ernst zu nehmen und kein unnötiges Risiko einzugehen. „Unsere Berge verlangen nach Vorsicht und Eigenverantwortung. Wer sich selbst gefährdet, gefährdet aber auch jene, die bei einem Rettungs- oder Sucheinsatz ausrücken. Es ist nicht verständlich, wenn behördliche Warnungen und Empfehlungen der Lawinenkommissionen ignoriert oder auf die leichte Schulter genommen werden. Jeder und jede ist in der Pflicht, sich über die aktuelle Situation zu informieren, sich und andere nicht unnötig zu gefährden sowie die Warnungen ernst zu nehmen.“ 

Insgesamt haben nach aktuellem Stand rund 450 Einsatzkräfte der Bergrettung Tirol in der vergangenen Woche 40 Lawineneinsätze abgearbeitet. Sämtliche 245 Tiroler Lawinenkommissionen waren im Einsatz, um die Lage laufend zu beurteilen und Handlungsempfehlungen auszusprechen. Auch zahlreiche Einsatzkräfte der Alpinpolizei sowie der Rettung waren tagtäglich im Einsatz, um rasch Hilfe leisten zu können. Zudem unterstützt auch das Bundesheer weiterhin im Rahmen eines Assistenzeinsatzes. Darüber hinaus stehen auch die Gemeinden, der Lawinenwarndienst des Landes Tirol, die Leitstelle Tirol und das Landes-Warn- und Lagezentrum im Dauereinsatz. 

„Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Einsatzbereitschaft und die Leistungsfähigkeit der Tiroler Sicherheitsstruktur. Gerade im heurigen Jahr des Ehrenamts in Tirol wird einmal mehr sichtbar, welch unverzichtbaren Beitrag dabei auch ehrenamtliche Einsatzkräfte für die Sicherheit in unserem Land leisten. Ihr Engagement ist ein tragender Pfeiler unseres funktionierenden Sicherheits- und Katastrophenschutzsystems“, unterstreichen LH Mattle und LRin Mair.

Lawinensituation bleibt angespannt – Vorsicht abseits der Pisten

In vielen Regionen Tirols herrscht weiterhin große Lawinengefahr (Stufe 4) und erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Grund dafür sind der viele Neuschnee der vergangenen Tage bei teils stürmischem Westwind und starken Temperaturschwankungen. Regen hat in tiefen und mittleren Lagen die Schneedecke zusätzlich geschwächt. Der Neuschnee und die entstandenen Triebschneeansammlungen verbinden sich nur langsam mit der verbreitet schwachen Altschneedecke. „Eine allmähliche Entspannung der Lawinensituation ist in den kommenden Tagen zwar zu erwarten, jedoch wird dieser Prozess Zeit in Anspruch nehmen. Die Schneedecke gewinnt nur langsam an Festigkeit, insbesondere in höheren Lagen und in schattseitigen Hängen bestehen weiterhin störanfällige Schwachschichten“, erklärt Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol. 

Es wird daher weiterhin eindringlich an alle WintersportlerInnen appelliert, die aktuelle Lawinensituation ernst zu nehmen, den Lawinenlagebericht unter www.lawinen.report zu beachten und auf den gesicherten Pisten zu bleiben.