Pflegeausbildung in Tirol weiter auf Erfolgskurs

Neuer Höchststand: Insgesamt 2.600 Auszubildende in Tirol – davon allein 125 Pflegelehrlinge

  • Monatlicher Ausbildungsbeitrag für Auszubildende steigt ab 2026 auf 658,40 Euro
  • Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten an 20 Standorten: Pflegelehre, Fach- und Hochschulausbildungen
  • Weitere Informationen zur Pflegeausbildung: www.tirol.gv.at/pflege

Egal ob Pflegelehre, Ausbildung zur Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und Sozialbetreuung oder Bachelorstudium für Gesundheit und Krankenpflege: Mit insgesamt rund 2.600 Auszubildenden absolvieren derzeit so viele Personen wie noch nie eine Pflegeausbildung in Tirol. Neben rund 1.800 Studierenden sowie SchülerInnen an der fh gesundheit und in den acht regionalen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, insgesamt über 400 SchülerInnen in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und über 340 Auszubildenden im Bereich der Sozialbetreuung wird vor allem die Pflegelehre in Tirol überdurchschnittlich gut angenommen: Rund 125 Lehrlinge haben sich bereits für diesen Ausbildungsweg entschieden – mehr Personen als in allen anderen Bundesländern zusammen.

Mit dem Ausbau von wohnortnahen und flexiblen Modellen wie der Pflegelehre, berufsbildenden Schulen mit Pflegeschwerpunkt oder berufsbegleitenden Ausbildungen über die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) setzt Tirol seit Jahren verstärkt auf die Pflegeausbildung. Ein zentrales Element ist die gezielte finanzielle Unterstützung der Auszubildenden. Seit September 2022 erhalten bundesweit alle Auszubildenden einen monatlichen Ausbildungsbeitrag von damals 600 Euro von Bund und Land. Auf Antrag der zuständigen Pflege- und Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele wird dieser nun rückwirkend mit 1. Jänner 2026 erhöht: „Mit der Erhöhung des Ausbildungsbeitrages auf rund 660 Euro setzen wir ein klares Zeichen für die Attraktivität und Zugänglichkeit der Pflegeausbildung. Diesen monatlichen Zuschuss erhalten alle Studierenden sowie Schülerinnen und Schüler in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in den Fach- und Diplom-Sozialbetreuungsberufen während der gesamten Ausbildungsdauer. Diese Maßnahme erleichtert den Zugang zur Ausbildung und schafft finanzielle Sicherheit.“

Finanzielle Unterstützung für alle Auszubildenden

„In Tirol verfolgen wir das klare Ziel, alle Personen in einer Pflege- oder Sozialbetreuungsausbildung bestmöglich finanziell zu unterstützen. Auch dann, wenn bundesweite Fördermodelle nicht greifen“, betont LRin Hagele. So wurde für Personen, die aufgrund ihres Ausbildungsbeginns vor dem 1. September 2022 keinen Anspruch auf den bundesweiten Ausbildungsbeitrag hatten, eine landesseitige Übergangslösung geschaffen: „Mit der Verlängerung des Tiroler Pflegestipendiums PLUS konnten wir 33 Auszubildende in der Fortführung ihrer Ausbildung bis zu ihrem erfolgreichen Abschluss im Herbst vergangenen Jahres gezielt unterstützen.“

Darüber hinaus wurde auch der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert: Seit 2024 erhalten auch alle Auszubildenden in Sozialbetreuungsberufen mit den Schwerpunkten Altenarbeit, Behindertenarbeit, Familienarbeit und Behindertenbegleitung – unabhängig von einer zusätzlichen Pflegeassistenz-Ausbildung – ebenfalls einen Ausbildungsbeitrag. Von diesem ausgenommen sind Personen, die eine finanzielle Unterstützung durch das Pflegestipendium des AMS Tirol erhalten. Zudem unterstützt das Land Tirol die Implacementstiftung „Pflegestiftung Tirol“ der amg-tirol, über die arbeitssuchende Personen seit 2002 während ihrer Ausbildung im Pflege- und Sozialbetreuungsbereich eine optimale Unterstützung für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erhalten.

20 Standorte in Tirol für die Pflegeausbildung

Angehende Pflegekräfte können aus insgesamt 20 wohnortnahen Ausbildungsstandorten im ganzen Land wählen. Von der Pflegelehre, die einen Berufseinstieg direkt nach der Pflichtschule ermöglicht, über berufsbildende mittlere und höhere Schulen mit Pflegeschwerpunkten bis hin zu Fachhochschulstudiengängen. Ein Einstieg in den Pflegeberuf ist bereits mit 14 bzw. 15 Jahren direkt nach der Pflichtschule mit der Pflegelehre oder einer dreieinhalbjährigen Ausbildung zur Pflegeassistenz bzw. einer fünfjährigen Ausbildung mit Matura zur Pflegefachassistenz möglich. 

„Die steigenden Ausbildungszahlen zeigen deutlich: Die Pflegeberufe sind attraktiver denn je. Mit einem breiten Ausbildungsangebot und einer verlässlichen finanziellen Unterstützung schaffen wir beste Voraussetzungen, um junge Menschen und Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger für die Pflege zu gewinnen“, betont LRin Hagele.

Darüber hinaus bietet das Tiroler Pflegesystem umfangreiche Weiterbildungs- und Karrierechancen – von Spezialisierungen für diplomierte Pflegekräfte bis hin zu verkürzten Ausbildungswegen. Weitere Informationen zu allen Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten finden sich unter www.tirol.gv.at/pflege.