- „Voll paniert. Leben riskiert.“ – Verkehrssicherheitskampagne gegen Alkohol und Drogen holte sich Platz 1
- Landesintern produzierte und konzipierte Kampagne sorgte mit breitem Maßnahmenbündel für Aufmerksamkeit
Ein Slogan „Voll paniert. Leben riskiert.“, begleitet von aussagekräftigen Statements auf Plakaten wie „Sei koa Depp, fahr‘ nit fett.“ und einem Ohrwurm mit den Songzeilen „Tausend mal riskiert. Tausendmal ist nix passiert“. Zudem Interviews mit Betroffenen – einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat, und einer Frau, die sich unter Alkoholeinfluss hinters Steuer setzte und einen Unfall verursachte, der nachhaltig Folgen für sie und ihre MitfahrerInnen hatte. Das ist die Verkehrssicherheitskampagne des Landes Tirol, die in den vergangenen zwei Jahren auf die Risiken von Alkohol und Drogen hinterm Steuer aufmerksam machte. Die Kampagne wurde landesintern von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit konzipiert und umgesetzt. Als Kampagnenpartner mit an Bord waren zudem die Polizei sowie das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Gestern, Mittwoch, wurde der Staatspreis PR des Public Relation Verband Austria (PRVA) in Wien vergeben. Das Ergebnis: Sieg – das Land Tirol gewinnt sensationell mit der Kampagne in der Kategorie „Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeitskommunikation“. Landeshauptmann Anton Mattle gratuliert: „Es ist das erste Mal, dass sich das Land Tirol um einen solchen Preis beworben und direkt auch gewonnen hat. Ich gratuliere allen Beteiligten, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit für deren Kreativität und Einsatz. Es ist gelungen, eine breitenwirksame Kampagne zu einem gesellschaftlich bedeutenden Thema auf die Beine zu stellen, die insbesondere vor Gefahren und Risiken sensibilisiert.“
Kampagne mit nachhaltiger Wirkung
Der Staatspreis PR ist Österreichs höchste Auszeichnung für Public Relations. Verkehrslandesrat René Zumtobel freut sich über die Anerkennung: „Ziel einer Kommunikations- und Sensibilisierungskampagne muss sein, möglichst viele Menschen mit dem Thema zu konfrontieren, zu sensibilisieren und anzuregen. Das kann mittel- und langfristig zum Umdenken in der Gesellschaft führen. Durch die bewusst provokante Ausrichtung des gesamten Konzepts und einem breiten Maßnahmenbündel ist es gelungen, viele Menschen in Tirol mit der Botschaft zu erreichen. Auch wenn die Hauptphase der Ausrollung der Kampagne bereits in der Vergangenheit liegt, werden wir auch weiterhin etwa auf Plakatflächen entlang der Landesstraßen auf die Sujets und Sprüche zurückgreifen, um die Anzahl schwerer Verkehrsunfälle aufgrund einer Beeinträchtigung durch Alkohol oder Drogen zu minimieren.“
Die Landeskampagne war von Anfang an langfristig und nachhaltig ausgerichtet, so können beispielsweise Mehrweg-Pfandbecher mit dem Aufdruck „Voll paniert. Leben riskiert. Gegen Alkohol und Drogen am Steuer.“ von VeranstalterInnen in ganz Tirol beim Tiroler Becher- und Geschirrverleih ISSBA in Imst weiterhin ausgeliehen werden. Zudem werden im Rahmen der Ausgabe von Jugendschutzplakaten und Armbändern zur Alterskontrolle auch Plakate der Kampagne kostenlos mitgeliefert. Die Tiroler Polizei wird auch in Zukunft vermehrt Schwerpunktkontrollen zum Thema durchführen.
„Ich gratuliere dem gesamten Team der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit sowie allen weiteren Beteiligten im Landesdienst und bei der Tiroler Polizei und dem Kuratoriums für Verkehrssicherheit als unsere Kooperationspartner“, betont LR Zumtobel. Ausgewählt wurden die nominierten Projekte bzw. die Siegerprojekte durch eine 27-köpfige Fachjury, die aus ExpertInnen im Bereich PR von Agenturen, Unternehmen, NGOs, Interessensvertretungen und öffentlichen Einrichtungen bestand.
Viele Maßnahmen mit Schlagerhit als gemeinsamen Nenner
„Tausendmal riskiert. Tausendmal ist nichts passiert. Tausendundeine Nacht. Und es hat … BOOM gemacht.“: Der bekannte Hit 1001 Nacht (ZOOM!) bildete in umgetexteter Fassung den Kern der Kampagne. Darauf aufbauend wurden Werbevideos zu verschiedenen Fahrzeugarten und Jahreszeiten produziert und Radiospots beispielsweise in ORF Radio Tirol, Life Radio, Radio U1, Kronehit und Radio Osttirol ausgestrahlt. Die drei provokanten Werbesprüche „Voll paniert. Leben riskiert.“, „Sei koa Depp, fahr‘ nit fett.“ und „Sei gscheid. Fahr‘ nit breit.“ sensibilisieren in den Sommermonaten entlang der Landesstraßen auf insgesamt 120 Aufstellern sowie auf Plakaten. Die Plakate wurden an Gastronomiebetriebe in ganz Tirol verteilt und auch auf den Social-Media-Kanälen des Landes wurden regelmäßig Kampagnen-Inhalte ausgespielt. Zwei Interviews mit Betroffenen gaben der Kampagne emotionalen Tiefgang und zeigen auf, welche fatalen Konsequenzen die Entscheidung haben kann, betrunken oder unter Drogen ein Fahrzeug zu lenken.
Vorstand Florian Kurzthaler von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Landes Tirol, die die Kampagne konzipiert und umgesetzt hat, zeigt sich sehr dankbar: „Das ist ein sensationeller Erfolg, der allen voran unserem Team in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit gebührt. Wir haben das allererste Mal überhaupt beim Staatspreis PR mitgemacht und konnten uns gegen unglaublich starke Konkurrenz aus ganz Österreich durchsetzen. Ich gratuliere auch allen anderen Projekten. Die kreative Qualität der PR-Branche in Österreich ist beeindruckend.“
Die offizielle Begründung der Fachjury zum Sieg beim Staatspreis PR in der Kategorie CSR- und Nachhaltigkeitskommunikation:
„Die Kampagne zeigt eindrucksvoll, wie ein gesellschaftlich relevantes Thema glaubwürdig und wirkungsstark kommuniziert werden kann. Klare, provokante Botschaften, eingebettet in einen starken kulturellen Kontext, erzeugen hohe Aufmerksamkeit und nachhaltige Awareness. Die vielseitige und strategisch klug eingesetzte Kanalstrategie stellt eine ausgezeichnete Zielgruppenerreichung sicher und fördert dauerhaft die Auseinandersetzung mit Alkohol und Drogen am Steuer.“
Mehr Informationen zur Kampagne: www.tirol.gv.at/lebenriskiert






