Tirol-Konvent: Erweiterte Services im Tiroler Hilfswerk

Ab 1. September 2025: verlängerte Öffnungszeiten im Tiroler Hilfswerk jeden Montag von 7.30 bis 18 Uhr

  • NEU: Termin für Online-Beratungsgespräch beim Tiroler Hilfswerk via Online-Terminvereinbarung des Landes buchen
  • Wöchentliches Update „Vereinfachungen & Entbürokratisierung“: Einfache und verständliche Sprache in der Verwaltung

Ob der treffsichere Heizkostenzuschuss, zielgerichtete Unterstützung für Menschen mit Behinderungen oder eine einmalige Unterstützung hilfsbedürftiger TirolerInnen in Notlagen: Mit dem Tiroler Hilfswerk steht in Innsbruck eine zentrale Anlaufstelle rund um Unterstützungsleistungen für die Tiroler Bevölkerung zur Verfügung. Die MitarbeiterInnen der Servicestelle beraten zu verschiedensten Förderungen und unterstützen bei der Antragstellung. Zudem wird bei Bedarf Kontakt zu weiteren Abteilungen des Landes oder anderen Hilfs- und Beratungseinrichtungen hergestellt. Ab 1. September 2025 haben die Türen des Tiroler Hilfswerks jeden Montag länger geöffnet: Die Öffnungszeiten – bisher von 8 bis 16 Uhr – werden mit Anfang September montags auf 7.30 bis 18 Uhr erweitert. Das Tiroler Hilfswerk folgt damit dem Konzept der „Erweiterten Amtstage“ an den Bezirkshauptmannschaften: Die Bürgerservices haben ab 1. September jeweils am ersten Montag im Monat bis 18 Uhr geöffnet. Zudem kann für ein Beratungsgespräch beim Tiroler Hilfswerk via Telefon, Video oder persönlich vor Ort nun auch online ein Termin via Online-Terminvereinbarung (ONTE) des Landes gebucht werden.

„Ziel des Tirol-Konvents ist eine bürgernahe Verwaltung, die sich bestmöglich am Alltag der Tirolerinnen und Tiroler orientiert. Mit den erweiterten Öffnungszeiten können auch jene, die tagsüber beruflich tätig sind, wichtige Behördenwege und Unterstützungsleistungen wie jene vom Tiroler Hilfswerk unkompliziert erledigen. Damit auch Menschen außerhalb der Landeshauptstadt die Serviceleistungen des Tiroler Hilfswerks nutzen können, wurde zudem eine Online-Beratung eingerichtet. Mit diesen Maßnahmen als Teil des Tirol-Konvents wollen wir moderne und flexible Lösungen anbieten, die den Menschen in Tirol in allen Regionen und Bezirken einen echten Mehrwert bringen“, betont Landeshauptmann Anton Mattle

„Gerade in schwierigen Lebenssituationen ist es wichtig, rasch und unkompliziert Unterstützung zu bekommen. Mit den erweiterten Öffnungszeiten und der Möglichkeit zur Online-Beratung schaffen wir für die Tirolerinnen und Tiroler mehr Flexibilität und noch bessere Zugänge zu den bestehenden Hilfsangeboten. Das stärkt die soziale Sicherheit und sorgt dafür, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, erklärt Soziallandesrätin Eva Pawlata.

Tiroler Hilfswerk: Beratung auch via Telefon oder Video möglich

Einige Förderungen des Landes werden direkt über das Tiroler Hilfswerk abgewickelt:

  • Einmalige Unterstützung hilfsbedürftiger TirolerInnen in Notlagen: insbesondere Unterstützung bei einer Nachforderung von Betriebskosten für Wohnungen, Strom- und Heizkosten, Lebensunterhalt etc.
  • Heizkostenzuschuss: unterstützt Haushalte mit geringerem Einkommen gezielt bei den Heizkosten
  • Unterstützung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung: Zuwendung zum Wohnbedarf; Förderung für den Ankauf von Hilfsmitteln, Heilbehelfen, technischen Arbeitshilfen; Förderung zur Verbesserung der Wohnsituation; Zuschüsse für Kuraufenthalte; Zuschüsse für Ausbildungen
  • Hilfe zur Überbrückung außergewöhnlicher Notstände gemäß § 14a Tiroler Mindestsicherungsgesetz: z. B. Zuschuss für die Nachbeschaffung oder Reparatur von notwendigen Einrichtungsgegenständen, Zuschuss für offene Nachzahlungen von Stromkosten oder Zuschuss zu Selbstbehalten für notwendige Medikamentenkosten, Heilbehelfe oder Heilbehandlungen

Zu diesen Unterstützungsleistungen können sich Interessierte aus allen Tiroler Bezirken nun auch online beraten lassen. Via Online-Terminvereinbarung des Landes kann einfach und unkompliziert ein Termin für ein Beratungsgespräch via Telefon oder Video gebucht werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch im Tiroler Hilfswerk zu buchen. Termine können nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von einem bzw. einer Angehörigen oder von MitarbeiterInnen in Einrichtungen vereinbart werden, die eine Vollmacht der betreffenden Person besitzen. 

Erweitere Öffnungszeiten auch an Bezirkshauptmannschaften

Erweiterte Öffnungszeiten gibt es ab 1. September nicht nur beim Tiroler Hilfswerk, sondern auch bei den Tiroler Bezirkshauptmannschaften: Grundsätzlich haben die Bürgerservices an den BHs am Vormittag von 7.30 bis 12 Uhr und am Nachmittag von 13 bis 16 Uhr geöffnet (je nach BH mit und ohne Termin). Jeden ersten Montag im Monat gibt es einen „Erweiterten Amtstag“. An diesen Tagen sind die Türen bis 18 Uhr geöffnet. 

„Mit den erweiterten Öffnungszeiten schaffen wir mehr Servicequalität und machen deutlich, dass Verwaltung nicht nur verlässlich, sondern auch modern und serviceorientiert ist. Ab 1. September können die Bürgerinnen und Bürger ihre Behördenwege damit noch einfacher in ihren Alltag integrieren“, so LH Mattle.


Factbox: Tiroler Hilfswerk

Amt der Tiroler Landesregierung
Abteilung Soziales – Tiroler Hilfswerk
Meraner Straße 5
6020 Innsbruck
Tel.: 0512 508 3693
E-Mail: tiroler.hilfswerk@tirol.gv.at

Öffnungszeiten sowie telefonische Erreichbarkeit:

Montag von 7.30 bis 18 Uhr (ab 1. September 2025)
Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr
Freitag von 8 bis 12 Uhr

Terminbuchung für eine Onlineberatung via Telefon, Videotelefonie oder persönlich vor Ort über die Online-Terminvereinbarung des Landes: termin.tirol.gv.at 


Einfache und verständliche Sprache in der Verwaltung – wöchentliches Update „Vereinfachungen & Entbürokratisierung“: Im Rahmen des Tirol Konvent sollen die Landesverwaltung weiterentwickelt, Prozesse vereinfacht und der Service für die Bürgerinnen und Bürger ausgebaut werden. Um die Zusammenarbeit zwischen Land Tirol und Bevölkerung zu stärken, ist eine verständliche, bürgernahe und fachgerechte Amtssprache in der Landesverwaltung notwendig. „Die Tirolerinnen und Tiroler sind ehrliche, direkte und gerade Leute. Gerade in der Verwaltung braucht es Klarheit und Verständlichkeit. Es muss nicht lange herumgeredet werden, sondern es gehört geradeaus gesagt, was ist. Die Bevölkerung erwartet sich zurecht klare Formulierungen, nachvollziehbare Inhalte und guten Service. Hier passiert in der Landesverwaltung und den Bezirkshauptmannschaften bereits viel Gutes. Wir arbeiten weiter daran, Inhalte möglichst verständlich und nachvollziehbar darzustellen. Es ist wichtig, in der Sprache noch einfacher und kompakter zu werden“, ist Landeshauptmann Anton Mattle überzeugt. Die Landesverwaltung bietet hierfür einen neuen Leitfaden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unter dem Titel „Amtsdeutsch? Lieber doch verständlich!“ sind Tipps und Empfehlungen für eine verständliche Amtssprache gesammelt. Abkürzungen, Floskeln und Unwörter sollen der Vergangenheit angehören, Fremdwörter möglichst vermieden und leicht verständliche Sprache verwendet werden.