Tirol übernimmt Bundesländer-Vorsitz von der Steiermark

"Bergauf für Österreich"

  • Staffelübergabe in der LH-Konferenz: Tirols LH Anton Mattle folgt LH Mario Kunasek als Vorsitzender
  • Schlüsselübergabe in Länder-Kammer: Osttiroler Markus Stotter neuer Bundesratspräsident
  • Tiroler Bundesländer-Vorsitz steht unter dem Zeichen der Reformpartnerschaft

Mit Jahreswechsel übernimmt Tirol die Rolle als Stimme der Bundesländer. Für ein halbes Jahr führt das Land Tirol den Vorsitz in der Landeshauptleute-Konferenz. Heute, Sonntag, hat in Innsbruck die offizielle Staffelübergabe von LH Mario Kunasek an LH Anton Mattle stattgefunden. Die Landeshauptleute-Konferenz legt großen Wert auf eine konstruktive Zusammenarbeit über Landes- und Parteigrenzen hinweg. „Die Republik Österreich wurde von den Bundesländern begründet. Die Topografie, die lokalen Herausforderungen und auch die Mentalität der Menschen in unserem Land machen starke Bundesländer notwendig. Die Landeshauptleute-Konferenz ist selbstbewusst, weil wir in den Ländern Tag für Tag beweisen, wie Probleme gelöst und Chancen genützt werden. Wir sind kompromissbereit, weil die Sache im Vordergrund steht und wir haben ein gutes Gespür, weil wir das Ohr näher an den Bürgern haben. Genau das hat der steirische Vorsitz unter Landeshauptmann Mario Kunasek erfolgreich gelebt und das werden wir in Tirol fortführen“, erklärt Tirols LH Mattle die Bedeutung der LH-Konferenz und bedankt sich bei seinem steirischen Amtskollegen für dessen Einsatz. 

Mit einem landesüblichen Empfang unter Mitwirkung der Bürgermeistermusikkapelle Schwaz, der Georg-Bucher-Schützenkompanie Axams und mehrerer Abordnungen der Tiroler Traditionsverbände wurde die offizielle Übergabe begangen. LH Kunasek legt den Vorsitz in der Landeshauptleute-Konferenz mit großer Zuversicht in die Hände seines Tiroler Amtskollegen: „Die Übergabe des Vorsitzes erfolgt im Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für einen starken Föderalismus, mit dem klaren Bekenntnis zu Zusammenarbeit, Dialog und der konsequenten Vertretung der Interessen der Länder auch über den Vorsitzwechsel hinaus. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gilt es den Mut für notwendige Reformmaßnahmen aufzubringen. Ich bedanke mich bei Landeshauptmann Anton Mattle für das beeindruckende Übernahmezeremoniell am Landhausplatz. Er wird gemeinsam mit allen Ländervertretern gegenüber der Bundesregierung die Interessen der Länder in der Reformpartnerschaft konsequent vertreten.“

Tiroler Motto: Bergauf für Österreich

Das Staffelholz, das traditionsgemäß weitergegeben wird, steht symbolisch für Verantwortung, die von einem Landeshauptmann zum nächsten Landeshauptmann weitergegeben wird. Wie im Staffellauf braucht es Vertrauen, gutes Zusammenspiel und den richtigen Moment der Übergabe. Jede Vorsitzführung baut auf der vorherigen auf, und genau das macht das Staffelholz zu einem starken Zeichen für Zusammenarbeit und Zusammenhalt in der Landeshauptleute-Konferenz. Während des Festaktes wurde zudem offiziell das Motto des Tiroler Vorsitzes – „Bergauf für Österreich“ – präsentiert. Bergauf bedeute, dass der Weg noch anspruchsvoller wird, mehr Kraft und Ausdauer erfordert. Gleichzeitig stehe dieses Motto für Entwicklung und Fortschritt, die nur durch Einsatz und Durchhaltevermögen möglich sind. „Bergauf bedeutet aufwärts mit einem klaren Ziel vor Augen. Mein Ansinnen ist, nach dem erfolgreichem Abschluss des Stabilitätspakt nun den Reformwillen voranzutreiben. Dort, wo Veränderungen notwendig sind, müssen die Bundesländer die Spitze der Veränderung sein. Man darf sich nicht auf Absolutpositionen zurückziehen, sondern muss Reformen aus Sicht des Bürgers denken. Bei den aktuellen Herausforderungen wollen wir von Tirol aus mit gutem Beispiel voran gehen: Tirol ist das erste und einzige Bundesland mit einem Budget ohne neue Schulden. Die Tiroler Wirtschaft ist im vergangenen Jahr am stärksten gewachsen und wir verzeichnen einen Beschäftigungsrekord mit der gegrinsten Arbeitslosigkeit“, sieht sich LH Mattle für den Vorsitz gerüstet.

Schlüsselübergabe im Bundesrat

Aufgrund der am 18. Dezember 2025 gemäß der Geschäftsordnung des Bundesrates durchgeführten Wahl für das ersten Halbjahr 2026 ist seit 1. Jänner dieses neuen Jahres der Tiroler Markus Stotter Präsident des österreichischen Bundesrates. Im Bundesrat leitet der Vorsitz die Sitzungen der Länderkammer und sorgt dafür, dass die Stimme der Länder im Gesetzgebungsprozess gehört wird – ein klares Zeichen gelebter föderaler Verantwortung und Zusammenarbeit. Der bisherige Präsident des Bundesrates, Peter Samt, übergab nun offiziell den Schlüssel des Bundesrates dem neuen Präsidenten. Dabei markiert eine Schlüsselübergabe einen besonderen Moment des Übergangs. Sie steht symbolisch für Vertrauen, Verantwortung und den Beginn einer neuen Aufgabe. Mit dem Schlüssel wird nicht nur Zugang übergeben, sondern auch die Verantwortung für das, was dahinterliegt. 

Dazu darf auf die Kommunikation des Österreichischen Parlaments verwiesen werden: Tirol hat am 1. Jänner den Vorsitz im Bundesrat übernommen | Parlament Österreich