- MCI-Trägerverein mit Land Tirol, WK, AK, IV, Universität Innsbruck und Stadt Innsbruck hat Vereinbarung zur nachhaltigen Weiterentwicklung des MCI Management Center Innsbruck unterzeichnet
- Landesregierung fasst Grundsatzbeschluss über konkrete Sanierung der bestehenden MCI-Standorte
- Ziel sind 15.300 Quadratmeter Nutzfläche für bis zu 3.400 qualitätsvolle Studienplätze
- Gesamtkonzept beinhaltet Ausbau des Erdgeschosses im MCI I, einen Sanierungsplan für das MCI II, den Bestand des MCI III Tourismus und Investitionen im MCI IV in der Alten Hauptpost
- LH Mattle: „Weg frei für infrastrukturelle Entwicklung des MCI“
- LHStv Wohlgemuth: „Modernisierung und gezielte Erweiterung statt teurem Neubau“
- LRin Hagele: „Beste Bildung und Forschung sichergestellt“
Das Land Tirol hat gemeinsam mit dem Trägerverein des Management Center Innsbruck (MCI) eine Vereinbarung über ein Gesamtkonzept für dessen Infrastruktur ausgearbeitet. Das Land Tirol ist Financier des MCI, der Trägerverein bestehend aus Wirtschaftskammer Tirol, Arbeiterkammer Tirol, Industriellenvereinigung Tirol, Universität Innsbruck und Stadt Innsbruck entscheidet über dessen Ausrichtung. Konkret konnte das Land Tirol den Trägerverein dafür gewinnen, dem MCI mittel- und langfristig durch Sanierungen, Optimierungen und Erweiterungen an bestehenden Standorten, jedenfalls 15.300 Quadratmeter Nutzfläche an Hochschulinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Damit soll gemäß dem Entwicklungsplan die Qualität für 3.300 bzw. ab dem Studienjahr 2028/2029 3.400 Studienplätze sichergestellt werden. Zugleich ist vorgesehen, die derzeit auf sieben Standorte verteilten Flächen auf maximal vier Standorte zu bündeln. Diese Konzentration soll zu effizienteren Studienabläufen und einer verbesserten Nutzung der Infrastruktur beitragen. Die Vereinbarung wurde von den Mitgliedern des Trägervereins – Land Tirol, Wirtschaftskammer Tirol, Arbeiterkammer Tirol, Industriellenvereinigung Tirol, Universität Innsbruck und Stadt Innsbruck – sowie vom Rektor des MCI unterzeichnet. Die Tiroler Landesregierung hat heute, Dienstag, Grünes Licht für das Gesamtkonzept gegeben. Maßgeblich vorangetrieben hat das durchdachte Sanierungskonzept auch Landeshauptmann Anton Mattle. Damit ist es dem Land Tirol gelungen, gemeinsam mit dem Trägerverein und dem MCI einen finanziell vertretbaren und nachhaltigen Weg für die langfristige Weiterentwicklung der unternehmerischen Hochschule zu finden.
Fahrplan für MCI-Infrastruktur steht
- Erdgeschoss MCI I, Universitätsstraße: Das MCI mietet die Flächen im Erdgeschoss des MCI I an und wird ein Konzept für den Ausbau vorlegen, wobei eine Inbetriebnahme der zusätzlichen Flächen im Erdgeschoss zeitnah erfolgt. Die Finanzierung für den Ausbau des Erdgeschosses kann durch vorhandene Mittel des MCI erfolgen.
- Sanierung und Erweiterung MCI I, Universitätsstraße: Für die Weiterentwicklung des Gesamtgebäudes ist – auf Basis der bisher durchgeführten Erhebungen – der Auftrag für eine Sanierungs- und maximale Erweiterungsplanung an ein geeignetes Architekten- bzw. Planungsbüro zu erteilen.
- MCI II, Grauer Bär: Das MCI wird mit dem Vermieter konkrete Gespräche über die Sanierung der vom MCI angemieteten Flächen durch den Eigentümer führen.
- MCI III Tourismus, Villa Blanka: Der Standort an der Villa Blanka bleibt langfristig bestehen und soll je nach Bedarf der Studiengänge im Bereich Tourismus durch das MCI weiterentwickelt werden.
- MCI IV, Alte Hauptpost: Am Standort der ehemaligen Hauptpost (MCI IV) ist die Erhebung des Entwicklungspotenzials abgeschlossen. Um die bestehenden Flächen für einen modernen Hochschulstandort zu optimieren, werden umfassende Sanierungen durch den Eigentümer vorgenommen. Zur Erfüllung des Raum- und Funktionsprogrammes werden vom MCI am Standort zusätzliche Flächen im Bestandsgebäude angemietet. Die für die Erfüllung des Raum- und Funktionsprogrammes benötigten weiteren Flächen sollen in einem Erweiterungsbau umgesetzt werden. Dafür wird das Land Tirol oder ein gemeinnütziger Bauträger im Einflussbereich des Landes von der Tiroler Serviten Provinz jene Grundfläche im Nahebereich des bestehenden Gebäudekomplexes anmieten, auf welcher schon bisher ein Zubau vorgesehen war. Dort soll ein Gebäude errichtet werden, in welchem die erforderlichen Flächen für das MCI untergebracht werden können.
Reaktionen der MCI-PartnerInnen
LH Anton Mattle:
„Das MCI ist und bleibt ein Leuchtturm in der Tiroler Hochschullandschaft. Ich habe den nicht finanzierbaren MCI-Neubau abgesagt und stattdessen den Auftrag für ein kostengünstigeres, umfassendes Sanierungskonzept gegeben. Dieses vorliegende und durchdachte Gesamtkonzept fand nun die Zustimmung beim MCI und dem Trägerverein. Mein Dank gilt allen Projektpartnern, die sich für die infrastrukturelle Entwicklung des MCI stark machen.“
LHStv Philip Wohlgemuth:
„Unser Ziel ist eine nachhaltige Modernisierung und der gezielte Ausbau der bestehenden MCI-Standorte. Das Land Tirol wird – insbesondere über die Abteilungen Liegenschaftsverwaltung und Hochbau – alles daransetzen, die vereinbarten Maßnahmen verlässlich und effizient umzusetzen.“
LRin Cornelia Hagele:
„Das MCI lebt vor allem von den Leistungen der Studierenden und Lehrenden sowie dem attraktiven Studienangebot mitten im alpinen Herz Europas – der Landeshauptstadt Innsbruck. Durch die nachhaltige Weiterentwicklung des MCI ist der hohe Standard sichergestellt.“
WK-Präsidentin Barbara Thaler:
„Das MCI steht für praxisnahe Ausbildung und prägt zahlreiche Berufswege in Tirol. Für Studierende wie Betriebe ist eine funktionierende Infrastruktur unerlässlich.“
AK-Präsident Erwin Zangerl:
„Die Leistung der Lehrenden bestimmt die Attraktivität und die hohe Qualität des Bildungsangebotes. Dafür braucht es aber auch die passende Infrastruktur. Es ist gut, dass die Diskussion über die MCI-Infrastruktur nun beendet ist.“
IV-Präsident Max Kloger:
„Das MCI ist ein wichtiger Partner der heimischen Industrie und steht für Technologie, Innovation, Wirtschaftsnähe und Leistungsorientierung. Mit der nun vorliegenden Vereinbarung wird ein erster Schritt für eine erfolgreiche Weiterentwicklung getan. Nun geht es ans Umsetzen!“
Rektorin Veronika Sexl:
„Der Tiroler Universitäts- und Hochschulstandort ist breit aufgestellt. Als Universität Innsbruck wissen wir, wie Forschung und Lehre an mehreren Standorten erfolgreich auf ein großes Ganze einzahlen. Ich wünsche dem MCI weiterhin alles Gute.“
Bgm Johannes Anzengruber:
„Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtsenates begrüßen wir, dass beim MCI die Arbeiten rasch beginnen können und Innsbruck ein starker Standort für das MCI bleibt. Besonders positiv ist, dass der Leerstand in der Universitätsstraße damit bald ein Ende findet. Wichtig ist uns, dass die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte weiterhin in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Stadt Innsbruck erfolgen.“
MCI-Rektor Andreas Altmann:
„Die für den Hochschulbetrieb am MCI-Zentralstandort in der Universitätsstraße angekauften Erdgeschoßflächen gilt es zeitnah zu adaptieren, um die drückende Raumnot in Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung zu mildern. Ergänzend ist die von LH Anton Mattle angekündigte Generalsanierung und Erweiterung des Zentralstandorts umgehend in Angriff zu nehmen. Hier investiert das Land ins Eigentum, was uneingeschränkt zu begrüßen ist.“
Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung
Katastrophenschutzzentrum – Land holt TIGEWOSI mit ins Boot: Durch die Sanierung und Adaptierung des Schlosses Mentlberg entsteht im Westen Innsbrucks ein neues Verwaltungsgebäude für die Gruppe Tiroler Zentrum für Krisen- und Katastrophenmanagement. Die Tiroler Landesregierung hat nun beschlossen, für die bauliche Abwicklung mit der TIGEWOSI einen erfahrenen gemeinnützigen Bauträger als Partner ins Boot zu holen und mit der Errichtung und Sanierung zu beauftragen. Die TIGEWOSI ist mehrheitlich im Eigentum des Landes Tirol und einer der führenden Bauträger in Tirol mit einem jährlichen Bauvolumen von über 400 Millionen Euro in den Bereichen Wohnbau und kommunale Infrastruktur. Konkret räumt das Land ein Baurecht ein. Die TIGEWOSI errichtet das geplante Gebäude und tritt gegenüber dem Land als Vermieter auf. Der Baustart ist für 2026 geplant, die Fertigstellung soll 2027 erfolgen. Dieses Vorgehen wird dem Tiroler Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt. Damit bestärkt das Land die Gemeinden weiter darin, beim Bau kommunaler Infrastruktur und der Umsetzung von Bauprojekten auf gemeinnützige Bauträger zurückzugreifen. Bereits im vergangenen Jahr hat das Land Tirol beschlossen, dass die Neue Heimat Tirol GmbH (NHT) und die TIGEWOSI unter Beteiligung des Landes verstärkt beim Bau von Schulen, Kindergärten, Altenwohn- und Pflegheimen, Blaulichtzentren oder Gesundheitseinrichtungen unterstützen werden.