Austausch über Grenzen stärkt Innovation im Gesundheitswesen

Gemeinsames Treffen von Gesundheitslandesrätin Hagele und Wiens Gesundheitsstadtrat Hacker

Vergangene Woche besuchte Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele Gesundheitsstadtrat Peter Hacker in Wien. Im Zentrum standen aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen, neue Wege in der Versorgung und die Frage, wie Bundesländer voneinander lernen können. Der Besuch unterstreicht die Linie der Landesrätin, Kontakte über Landesgrenzen hinweg zu pflegen und sich auch über Grenzen hinweg auszutauschen. „Gerade in Zeiten knapper Ressourcen und steigender Anforderungen braucht es weniger Kirchturmdenken und mehr Zusammenarbeit“, betont LRin Hagele.

Aktuell hat Tirol den Vorsitz in der Konferenz der österreichischen Landeshauptleute und bringt in dieser Rolle wichtige Themen auf die gemeinsame Agenda. LRin Hagele betont, dass Reformen nicht am Reißbrett entstehen, sondern dort, wo Versorgung tatsächlich passiert: In den Spitälern, in den Ordinationen, in der Pflege, in der Prävention und zunehmend auch digital. Der Austausch mit Wien sei daher besonders wertvoll, weil beide Bundesländer unterschiedliche Schwerpunkte setzen und genau daraus neue Lösungen entstehen können. So spiele 1450 bei der Patientensteuerung in Wien bereits eine tragende Rolle, ergänzte Stadtrat Hacker.

In Tirol setze man ebenfalls in vielen Bereichen Maßstäbe – beispielsweise in der Telemedizin mit dem Versorgungsprogramm HerzMobil Tirol – hebt LRin Hagele hervor und betont, dass man gleichzeitig offen bleibe für neue Impulse: „Tirol ist gerne Vorreiter. Aber wer vorne fährt, muss trotzdem in den Rückspiegel schauen. Gute Ideen wachsen, wenn man sie teilt.“ Auch Stadtrat Hacker unterstreicht die Bedeutung des direkten Austauschs und würdigt den Ansatz, den Dialog konsequent zu suchen: „Dieser Austausch bringt uns weiter, weil wir offen reden und voneinander lernen. Es reicht nicht mehr Gesundheitspolitik regional zu betrachten, sie muss viel stärker überregional gesehen werden. Das System wird nicht leichter. Umso wichtiger ist es, dass wir uns für die Zukunft aufstellen. Wenn Tirol und Wien gemeinsam denken, gewinnen am Ende die Patientin und der Patient“, so Hacker.

Beim Gespräch wurden auch Innovationsfelder angesprochen, die in beiden Bundesländern weiter an Bedeutung gewinnen. Von moderner Versorgungssteuerung über bessere Abstimmung zwischen stationärem und ambulantem Bereich bis hin zu Digitalisierung, Prävention und neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen. Zum Abschluss vereinbarten Hagele und Hacker, den regelmäßigen Austausch fortzusetzen. „Wer morgen ein gutes Gesundheitssystem will, muss heute miteinander reden. Nicht übereinander“, betont LRin Hagele abschließend.