Bühne für Tiroler Kulturszene statt Neujahrsansprache: LH Mattle im Gespräch mit Illustrator Alwin Hecher

Nach Poetry-Slam im letzten Jahr „zeichnet“ Künstler Hecher Tirol, wie er es im Jahr 2025 erlebt hat.

  • Modernes, digitales Panoramabild gibt auch Ausblick auf das Jahr 2026
  • Neujahrsgruß von LH Mattle: „Tirol muss ein Land bleiben, das selbst bestimmt und nicht über das bestimmt wird.“
  • Hecher: „Wie wir mit KI umgehen, darüber werden wir auch in Tirol im Jahr 2026 noch viel sprechen.“

Bereits zum zweiten Mal gibt Landeshauptmann Anton Mattle einem jungen Tiroler Künstler die Möglichkeit, den Jahreswechsel auf künstlerische Art und Weise zu begleiten. Aus der klassischen Neujahrsrede wurde und wird damit eine Bühne für die freie Tiroler Kulturszene, heuer ganz konkret für den jungen Tiroler Künstler und Illustrator Alwin Hecher. Hecher hat seine Gedanken zu Tirol – sowohl zum abgelaufenen Jahr 2025 sowie auch zum Ausblick auf das kommende Jahr 2026 – als modernes digitales Panoramabild illustriert. Im Zuge des „Neujahrs-Gesprächs“ haben sich LH Mattle und Künstler Hecher über die angesprochenen Inhalte des Panoramabildes ausgetauscht. Hier kann man das Video dazu ansehen. Zu Erinnerung: Im letzten Jahr hat der Landeshauptmann Poetry Slam-Vizeweltmeister Emil Kaschka vor den Vorhang geholt.

„Neugieriger“ Rotfuchs als Tier des Jahres 2025 führt durchs Bild

Illustrator Alwin Hecher hat für sein Panoramabild den Rotfuchs als „Klammer“ gewählt – der Rotfuchs ist in Österreich Tier des Jahres 2025. LH Mattle und Hecher waren sich im Neujahrs-Gespräch schnell einig: „Der Fuchs ist schlau und neugierig und steht damit sinnbildlich für die Tirolerinnen und Tiroler.“ Als gelungen bezeichnet Künstler Hecher den Bildungs- und Ausbildungsstandort in Tirol im abgelaufenen Jahr 2025, den er mit einem Wissenschaftler, einer Ingenieurin sowie einem Minnesänger ausdrückt, die allesamt einem Schulbuben unterschiedlichste Dinge beibringen. „In Tirol gibt es für unsere Kinder und Jugendlichen im Ausbildungsbereich alle Möglichkeiten, mit ganz vielen Themen konfrontiert zu werden. Das finde ich super“, stellt Hecher fest. Auch der Landeshauptmann streicht Tirol als sehr vielseitigen Bildungsstandort Tirol hervor: „Bildung ist unsere wichtigste Ressource!“

Gegensätze bei Energiewende

Beim Thema Energie zeigt der Illustrator in seinem Bild auch Gegensätze auf. Auf seinem Bild sieht man neben dem Potential von aufgestautem Wasser auch eine lange Papierrolle mit Unterschriften. Hecher geht dabei auf die Bürgerinitiativen ein, die sich im abgelaufenen Jahr etwa gegen Energie-Projekte ausgesprochen haben. „Menschen in Tirol ist Umwelt sehr wichtig und sie sind auch bereit, sich zu engagieren“, führt Hecher aus. LH Mattle hat in Sachen erneuerbare Energiequellen und insbesondere Wasserkraft eine klare Vision für Tirol: „Tirol will unabhängig sein und weg von Öl, Gas und Stromimporten aus anderen Ländern. Damit leisten wir einen echten Beitrag zum Klimaschutz“, so der Landeshauptmann.

Von Brauchtum über Kletter- und Sportland bis zur Anmeldeplattform FRIDA

„Was wäre Tirol ohne Brauchtum“ hat sich Illustrator Hecher gedacht, als er einen Mann mit Krampuslarve in der Hand in die Mitte des Bildes gezeichnet hat. „Brauchtum ist Teil unserer Tradition und ein starkes Fundament der Tiroler Wertehaltung. Diese Werte werden uns auch für die Zukunft ein wichtiger Anker sein“, ist LH Mattle überzeugt. Den Berg mit der Kletterin war Alwin Hecher auch besonders wichtig zu illustrieren, um damit das Sport- und allen voran das Kletterland Tirol zu würdigen. Das Thema Kinderbetreuung und die Anmeldeplattform FRIDA hat Hecher in der Mitte des Bildes „zu Papier“ gebracht. „Für mich war FRIDA ein riesen Thema im Jahr 2025“, so Alwin Hecher. LH Mattle dazu: „Tirol ist das erste Bundesland Österreichs, das den Mut hat, das Recht auf Kinderbildung und -betreuung umzusetzen. Für uns zählt die Wahlfreiheit.“

Meilensteine und Herausforderungen: BBT, Digitalisierung und KI

Der Bauarbeiter, der aus einem Loch steigt, steht für den ersten grenzüberschreitenden Durchbruch der Tunnelbauarbeiten des Brennerbasistunnels und damit den Bau des längsten Eisenbahntunnels der Welt, der zwischen Tirol und Südtirol entsteht. Die digitalen Schachfiguren sind für Hecher Sinnbild für einen Ausblick auf das Jahr 2026 – voll von KI und Digitalisierung. „Die Künstliche Intelligenz wird 2026 noch dominanter werden – auch in Tirol. Wir werden sehr viel darüber sprechen, wie wir mit KI umgehen sollen“, prophezeit Hecher. LH Mattle möchte KI und Digitalisierung nutzen, um Tirols Landesverwaltung im Zuge des Tirol Konvents zu vereinfachen und zu modernisieren.

Das gesamte Neujahrs-Gespräch zwischen LH Anton Mattle und dem Tiroler Künstler und Illustrator Alwin Hecher gibt es hier zum Anhören.

Das Panoramabild inklusive Glossar findet sich im Downloadbereich. 

Neujahresgrüße des Landeshauptmannes: „Tirol ist starkes Land“

LH Mattle richtet sich abschließend mit seinen Neujahrsgrüßen an die Tirolerinnen und Tiroler: „Ich wünsche allen Tirolerinnen und Tirolern einen guten Start in das neue Jahr, viel Gesundheit und auch die notwendige Portion Glück. Uns alle verbindet der Stolz auf unser schönes Land, der starke Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und das gemeinsame Ziel, dass Tirol weiterhin lebenswert bleibt. Tirol muss ein Land sein, das selbst bestimmt und nicht über das von außen bestimmt wird. Noch nie in der Geschichte Tirols ist es so vielen Menschen so gut gegangen wie heute. Wir Tiroler haben uns aber nie auf dem Erreichten ausgeruht, sondern uns immer neue Ziele gesetzt. Wir sind das erste und einzige Bundesland, das im kommenden Jahr keine neuen Schulden macht. Das Doppelbudget soll den Menschen in unserem Land Sorgen nehmen, leistbares Wohnungseigentum schaffen, die Staatsausgaben in den Griff bekommen und damit einen Beitrag zur Inflationsbekämpfung leisten. Wir schaffen mit diesem Budget aber auch die finanzielle Grundlage für unsere Vision eines Tirols der Zukunft. 2026 wird Tirol das erste Bundesland mit einem Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung. 2030 soll Tirol zu den Top20-Industrieregionen in Europa zählen. 2032 wird der Brenner Basistunnel die Mobilität in Mitteleuropa revolutionieren. 2034 soll Tirol europäische Kulturhauptstadt werden. Bis 2035 soll die Eigentumsquote wieder auf 60% erhöht werden. Bis 2040 soll Tirol bei Lebensqualität, Gesundheit und Lebenserwartung alle Regionen übertreffen. 2050 schaffen wir die Energiewende und werden endgültig unabhängig von Öl-Scheichs und Gas-Oligarchen. Die Tirolerinnen und Tiroler wissen, wohin 2026 die Reise geht: Bergauf Tirol!“