Der Tiroler Volksbühnenpreis 2026 geht an THEATER.RUM

Produktion „Das perfekte Geheimnis“ überzeugt in der Kategorie „heiter und lustig“ (Komödien).

Der Tiroler Volksbühnenpreis 2026 geht in der Kategorie „heiter und lustig“ (Komödien) an den Theaterverein THEATER.RUM für die Produktion des Stücks „Das perfekte Geheimnis“. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird beim Fest der Kultur am 22. September 2026 im Haus der Musik in Innsbruck offiziell überreicht.

Mit dem Volksbühnenpreis werden herausragende Leistungen von Mitgliedsbühnen des Theater Verbandes Tirol vor den Vorhang geholt mit dem Ziel, die Arbeit zu würdigen und die Leistung sichtbar zu machen. „Das THEATER.RUM steht für erstklassige Produktionen und beeindruckendes Engagement auf und hinter der Bühne. Was hier geleistet wird, basiert größtenteils auf ehrenamtlicher Arbeit – ein Einsatz, der nicht hoch genug geschätzt werden kann. Seit seiner Gründung im Jahr 1990 bietet der Theaterverein weit mehr als nur Unterhaltung: Das Theater ist ein wichtiger Motor für Zusammenhalt und Gemeinschaft und hat sich als feste kulturelle Einrichtung etabliert“, gratuliert Kulturreferent LH Anton Mattle dem gesamten Team rund um Obmann Marbod Trinkl und dem künstlerischen Leiter Martin Moritz, die bereits zum zweiten Mal nach 2018 die begehrte Auszeichnung entgegennehmen dürfen. 

Die Entscheidung der Jury

„Insgesamt eine kompakte Leistung, die zu Recht gefeiert werden kann: Mit THEATER.RUM wird ein Theaterverein ausgezeichnet, der kein One-Hit-Wonder ist, sondern die Tiroler Theaterlandschaft beständig mit lustvollen und hochwertigen Theaterabenden versorgt“, lautet das einstimmige Urteil der Jury des Theater Verbandes Tirol, die ihre Entscheidung wie folgt begründet: 

„Das vielgespielte Stück „Das perfekte Geheimnis“ nach dem gleichnamigen Film von Paolo Genovese befasst sich mit dem zeitgenössischen Thema des gläsernen Menschen. Geheimnisse, Intimitäten und persönliche Angelegenheiten sind in unseren Tagen alle auf unseren Mobiltelefonen gespeichert. Was passiert, wenn all das an die Öffentlichkeit gerät und sei es nur im eigenen FreundInnenkreis, der beschließt, für einen Abend lang alles transparent zu machen? Dieses Stück ist eine große Herausforderung: Neben der Königsdisziplin der Komödie muss tief in die menschlichen Seelen der ProtagonistInnen geblickt werden, und das ist nicht immer lustig.“

Aus Sicht der Jury waren auch die Inszenierung unter der Regie von Karin Maier, die schauspielerischen Leistungen sowie das Bühnenbild besonders gelungen. Fein gezeichnete Figurenführung, sensibler Spannungsaufbau und kreative szenische Auflösungen zeichneten diese Produktion aus. 

Weitere Informationen unter: www.theater-rum.at