Sie will mit ihrer Expertise die Rahmenbedingungen der Freiwilligenarbeit in Tirol stärken. Freiwilligenarbeit muss für sie neu gedacht werden. Das Erfolgsrezept von Freiwilligenarbeit sieht sie in Projekten – vor allem im sozialen Bereich. Sie betont den hohen gesellschaftspolitischen Stellenwert vom Ehrenamt und ist seit der ersten Stunde Mitglied des WhatsApp-Kanals „Ehrenamt Tirol“: Michaela Kasper-Furtner. Seit vier Jahren ist sie Projektleiterin im Freiwilligenzentrum (FWZ) Kitzbüheler Alpen – eines von elf FWZ in Tirol, die unter dem Dach der Freiwilligenpartnerschaft fungieren. Ihre Erwartungen an das Jahr des Ehrenamts: das informelle Ehrenamt – also jene außerhalb von Vereinen und Verbänden – an sich und die Bedeutung dessen in der Gesellschaft stärken: „Die Beteiligung dort ist gleich wichtig wie jene in Blaulichtorganisationen.“ All das und noch mehr sagt Michaela Kasper-Furtner in der neuen Podcast-Folge „ins Land einihören“ im Gespräch mit Moderator Dénes Széchényi, die ab sofort zu hören und auf Youtube auch zu sehen ist.
Perspektivenwechsel: Was wollen die Menschen einbringen?
Für Michaela Kasper-Furtner braucht es im Ehrenamt allen voran einen Perspektivenwechsel: statt Interessierte an Angebote anzupassen, müssen Angebote an die Menschen angepasst und die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dafür setzt sich Michaela Kasper-Furtner als Mitglied einer Arbeitsgruppe im Jahr des Ehrenamts ebenso ein, wie für die Mitgestaltung eines verbesserten Versicherungsschutzes und den Zugang zur Rechtsberatung. Als Leiterin eines FWZ berät sie selbst Menschen, die sich engagieren wollen. Allen voran im informellen Bereich.
Über flexible Einsatzmöglichkeiten und Tirols Vorreiterrolle
Informelle Freiwilligenarbeit – beispielsweise Nachbarschaftshilfe – zeichnet sich oft durch Flexibilität aus. Beim Perspektivenwechsel gehe es daher auch um geänderte Bedürfnisse der Menschen. Hier bietet sich der Freiwilligenpool der Freiwilligenzentren an. Dort können sich Interessierte anmelden und werden bei Bedarf kontaktiert – auch eine optimale Möglichkeit für Berufstätige, die einen Ausgleich suchen und sich ehrenamtlich engagieren wollen. Ein solcher organisierter Freiwilligenpool und die generelle dezentrale Freiwilligenorganisation in Tirol sind einzigartig: Laut Michaela Kasper-Furtner blicken andere Länder neidvoll auf Tirol. Die regionale Organisation mit den elf Freiwilligenzentren ist im internationalen Vergleich nämlich eine Besonderheit.
Freiwilligenarbeit kann Menschen zusammenbringen
Einen unbezahlbaren Mehrwert sieht Michaela Kasper-Furtner im Ehrenamt generell: Gerade in Zeiten multipler Krisen und Demokratiedefiziten kann Freiwilligenarbeit Sicherheit und Zugehörigkeit vermitteln: „Man muss den Menschen Räume geben, wo sie sich gehört und gesehen fühlen. Die Freiwilligenarbeit hat viel Potential, die Menschen wieder zusammenzubringen.“ Eine Möglichkeit dafür ist die Freiwilligenwoche 2026. Sie findet von 22. bis 28. April 2026 statt. Interessierte können bei über 150 Projekten unverbindlich Ehrenamtsluft schnuppern – alle Informationen dazu finden sich unter www.tirol.gv.at/freiwilligenwoche.
Über den Podcast „ins Land einihören“
Den Podcast „ins Land einihören“ ist im Audio-Format auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufbar und als Video auf der Website des Landes Tirol unter www.tirol.gv.at/podcast oder auf dem YouTube-Kanal des Landes www.youtube.com/unserlandtirol zu sehen.
Die nächste Folge von „ins Land einihören“ erscheint am 24. April 2026 – dann geht es im Gespräch mit Elmar Rizzoli, Leiter des Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes, unter anderem um Warnmöglichkeiten wie den AT-Alert sowie weitere spannende Themen rund um Krisen- und Katastrophenschutz.

